Nauheim siegt gegen Frankfurt

9:3 - Huskies siegen humorlos gegen Krefeld

Kassel. Am Anfang war Karneval. Kassels Prinzenpaar eröffnete das Spiel mit dem Einwurf zum ersten Bully. Närrisch wurde es dann aber nicht. Die Huskies sorgten humorlos dafür, dass die Eishockey-Welt nicht kopfstand.

Der klare Favorit machte mit drei Toren in den ersten fünf Minuten schnell klar, dass der Krefelder EV in Kassels Eishalle das zu tun hatte, was von ihm erwartet wurde: brav die Punkte abzuliefern! Am Ende stand ein deutlicher 9:3 (3:0, 3:0, 3:3)-Sieg der Gastgeber.

Die Gastgeber mussten neben Daniel Willaschek auch Danny Albrecht ersetzen, der nach der Schulterverletzung vom Freitag geschont wurde. Heute soll untersucht werden, ob die Bänder in seiner Schulter verletzt worden sind. Für Albrecht stürmte Florian Böhm in der dritten Reihe. Was kein Problem war, denn er fügte sich mit dem Treffer zum 2:0 (3.) gut ein. Vor ihm hatte bereits Brad Snetsinger, der im Liegen den Puck über die Linie stocherte, den Torreigen eröffnet. Kurz nach Böhm traf zudem Ales Kreutzer.

Derart leicht ging das gegen sichtlich eingeschüchterte Gäste, dass die Huskies nach diesem Blitzstart mindestens einen Gang zurückschalteten. In der zwölften Minute durfte sich Torhüter Benjamin Finkenrath erstmals bei einem Schuss von Dennis Swinnen auszeichnen, weitere Treffer gab es aber länger nicht.

Zwei Tage nach dem Eishockey-Fest in Frankfurt war das Ganze vor der "Geisterkulisse" von nur 2123 Zuschauern ohnehin eine ziemlich nüchterne Angelegenheit. Es ging in der Zwei-Klassen-Gesellschaft Oberliga ja nur um die Höhe des Sieges. Die Huskies bauten ihre Führung ab dem zweiten Drittel auch nach und nach aus, ohne wirklich richtig ernst zu machen. Genug, um das Spiel fast durchweg Richtung des Gehäuses von Krefelds Torhüter Patrick Vetter laufen zu lassen, war es allemal. Auf der anderen Seite sorgten einige sorglose Abwehraktionen zumindest dafür, dass Finkenrath nicht zu kalt wurde.

Petr Sikora mit zwei Treffern und Snetsinger, der nach einem Pass von Tobias Schwab allein durch war, sorgten dafür, dass auch Durchgang zwei mit 3:0 an die Gastgeber ging.

Im letzten Drittel wurde es dann abwechslungsreicher. Benjamin Finkenrath musste sich ärgern, dass eine immer nachlässiger agierende Kasseler Verteidigung den Gästen durch Jan Lankes, Kai Oltmanns und Andre Oesterreich drei Tore ermöglichte. Auf der anderen Seite blieben die Huskies bei ihrem Motto: drei Tore (Kostyrev, Kreuzer, Sikora) pro Drittel. Mehr musste nicht sein an einem humorlosen Eishockey-Abend.

Statistik

SR: Kissing (Biehl), Z: 2123, Tore: 1:0 (1:38) Snetsinger (Reiß), 2:0 (2:33) Böhm (Kostyrev, Kreuzer), 3:0 (4:17) Kreuzer (Kostyrev, Böhm), 4:0 (21:51) Sikora (Klinge - 5:4), 5:0 (25:17) Sikora (Christ, A. Heinrich), 6:0 (33:28) Snetsinger (Schwab), 7:0 (42:24) Kostyrev, 7:1 (46:25), Lankes (Becker, Solder), 8:1 (52:06) Kreuzer (Sikora, Valenti), 8:2 (53:09) Oltmanns (Bineschpayouh), 9:2 (55:10) Sikora (Christ, Kreuzer), 9:3 (55:36) Oesterreich, Strafminuten: Kassel 4 - Krefeld 4.

Von Frank Ziemke

Bad Nauheim siegt gegen Löwen Frankfurt

Mindestens ebenso wichtig wie der Sieg heute war für die Huskies das Ergebnis des Hessenderbys in Bad Nauheim. Dort stand es nach 60 Minuten und Overtime 6:6 gegen die Löwen Frankfurt. Bad Nauheim hatte bereits mit 2:4 hinten gelegen, führte dann 6:4. Kurz vor dem Ende des letzten Drittels konnten die Frankfurter ausgleichen.

Im Penaltyschießen setzten sich die Roten Teufel durch. Dadurch sind die Kassel Huskies Tabellenführer.

Bilder des Spiels

Bilder des Spiels: Huskies gegen Krefeld

So war der Liveticker

Rubriklistenbild: © Fischer

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