Playoff-Halbfinale

Playoff-Halbfinale: Huskies verlieren 3:4 gegen Löwen

Kassel. Schade, Huskies, das war ganz knapp: Mit 3:4 (1:2, 2:1, 0:1) haben die Kassel Huskies am Samstagabend bei den Löwen Frankfurt verloren. Die Südhessen haben damit in der Serie "best of five" im Playoff-Halbfinale der Eishockey-Oberliga zum 1:1 ausgeglichen.

Erneut hatte Huskies-Trainer Uli Egen seine Mannschaft personell umgestellt. In der zweiten Sturmreihe schickte er Artjom Kostyrev mit Kyle Doyle und Brad Snetsinger aufs Eis, im dritten Block Tobi Schwab, Danny Albrecht und Ales Kreuzer.

Auf eine heiße Anfangsphase hatten sich die Huskies eingestellt - und wahrlich, genau das wurde sie auch. Die Löwen wollten Wiedergutmachung leisten für die Niederlage vom Gründonnerstag. Und die Huskies hatten in den ersten Minuten ihre liebe Mühe mit dieser Sturm- und Drangphase der Hausherren.

Es dauerte lange, bis sie die Ordnung in ihr Spiel bekamen - unglücklicherweise hatten die Löwen das konsequent ausgenutzt und zu diesem Zeitpunkt schon zwei Tore geschossen. Beide Treffer fielen innerhalb von 53 Sekunden, beide nach fast identischen Situationen.

Erst drückte Stürmer Jakub Rumpel den Puck über die Linie, eine Aktion bei der Benjamin Finkenrath nicht glücklich aussah. Da waren gerade 4:39 Minuten gespielt. Besagte 53 Sekunden später war es Roland Mayr, der die Hartgummischeibe irgendwie ins Kasseler Tor stocherte. 0:2 nach fünfeinhalb Minuten - schlechter hätte der Start der Huskies kaum ausfallen können.

Aber spätestens seit dem furiosen Sieg vom Donnerstag, als die Nordhessen zwischenzeitlich mit drei Toren in Rückstand gelegen hatten, wissen die Fans, dass man nach einem Zwei-Tore-Rückstand gegen Frankfurt nicht bange sein muss. Von diesem Schock, da dürften sie sich sicher gewesen sein, würde sich seine Mannschaft schon noch erholen. Und siehe da - genau so kam es.

++ Live am Montag ++

Auch das dritte Spiel der Serie am Ostermontag können Sie live bei Radio HNA hören und per Ticker verfolgen. Ob wir erneut ein Live-Video anbieten können, entscheidet sich am Montagnachmittag. Wir informieren auf unserer Homepage.

Vielleicht waren diese Tore auch eine Art Weckruf - denn danach spielten die Huskies immer besser. Und so überraschte es nicht wirklich, dass sie noch vor Ablauf der ersten zehn Minuten zum Anschlusstreffer kamen. Wie schon am Donnerstag war es KaptiänManuel Klinge, der von rechts Maß nahm, den Hammer rausholte und zum 1:2 verkürzte (10.).

Es entwickelte sich nun eine packende, vor allem aber hitzige und temporeiche Partie auf Augenhöhe. In diesen Minuten, insbesondere im zweiten Drittel, haderten die Frankfurter viel, vielleicht ein wenig zu viel mit den Schiedsrichterentscheidungen. Nicht ganz überraschend, schließlich saß fast im Minutentakt ein Löwe in der Box. Manchmal auch zwei, wie beispielsweise ind er 25. Minute mit Pascal Schoofs und Manuel Neumann. Eine Steilvorlage für die Huskies, schließlich sind sie die beste Überzahlmannschaft der Liga.

Und so dauerte es auch nur ein paar Sekunden, bevor Sven Valenti von halblinks zu einem Schlagschuss ansetzte und den Puck rechts oben in die Maschen jagte. Und weiter ging´s ganz nach dem Geschmack der Huskies-Fans. Viereinhalb Minuten später tat es Alex Heinrich Valenti nach - auch er nutzte eine Fünf-zu-drei-Situation und traf zur ersten Führung der Huskies.

Doch das 3:2 glich ausgerechnet einer aus, den sie in Kassel gar nicht mehr mögen: Stephan Kreuzmann, der sich im November in einer Nacht- und Nebelaktion aus Nordhessen verabschiedet hatte und nach Frankfurt gewechselt war. Er traf nach gut einer halben Stunde zum 3:3 - und, wie sollte es anders sein, natürlich in Überzahl.

Den deutlich besseren Start ins Schlussdrittel erwischten dann erneut die Hausherren. Gerade 1:26 Minuten waren beide Teams auf dem Eis, da legte Rumpel nach. Finkenrath konnte den ersten Schuss noch parieren, doch beim Nachschuss des Tschechen war er chancenlos.

Fast postwendend hatten die Huskies dann den Jubelschrei auf den Lippen, doch den Schuss von Brad Snetsinger sah der Schiedsrichter nicht hinter der Linie. Kein Ausgleich. Auch wenn es zu diesem Zeitpunkt verdient gewesen wäre. Und wer weiß, was dann noch möglich gewesen wäre. So aber sollte es der Schlusspunkt bleiben unter ein spanndendes, zweites Spiel.

Und klar ist damit auch, dass es ein zweites Spiel am nächsten Freitag in Frankfurt geben wird. Zunächst einmal aber geht´s weiter in Kassel - am Montagabend um 18.30 Uhr gibt´s ein Wiedersehen beider Teams in der Kasseler Eissporthalle. Und dann wollen sich die Huskies die Führung in dieser Serie wiederholen. Mit der Unterstützung ihrer Fans. (mis)

Bilder der Partie in Frankfurt

Playoff-Halbfinale: Löwen Frankfurt gegen Kassel Huskies

Schiedsrichter: Westrich (Zweibrücken)

Zuschauer: 6000

Tore: 1:0 (4:39) Rumpel (Fiedler), 2:0 (5:32) Mayr (Schmerda), 2:1 Klinge (9:06), 2:2 (24:05) Valenti (Klinge - 5:3), 2:3 (28:46) A. Heinrich (Klinge - 5:3), 3:3 (31:36) Kreuzmann (Baumgartner, Liesegang - 5:4), 4:3 (41:26) Rumpel (Neumann)

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