"Endlich geht’s wieder los“

Videos vom ersten Training: Kassel Huskies sind zurück auf dem Eis

Kassel. Die Freude ist Rico Rossi ins Gesicht geschrieben: „Endlich geht’s wieder los“, sagt der Trainer der Huskies am frühen Mittwochmorgen in der Kasseler Eissporthalle.

„Jeder einzelne ist total gespannt. Wie sind die neuen? Wie fit sind die altbewährten Spieler? Wie ist die Stimmung? Ist kribbelt, bei uns allen.“

Kalt ist’s, kalt genug, das Eis ist top, und schon stürmen die Schlittenhunde aus der Umkleide hinaus in den Nebel der Halle. Eric Stephan ist der erste auf dem glitzernden Parkett, um 8.50 Uhr. Schnell folgen ihm die anderen nach, und um 9.01 Uhr schart Rossi die Meute zu ersten Anweisungen um sich.

DAS TRAINING 

Die ersten Anweisungen: Konzentriert hören die Huskies-Spieler um Michi Christ (vorn links) den Erklärungen von Trainer Rico Rossi (rechts, mit dem Rücken zur Kamera) zu. Foto:  Schachtschneider

Bis 11 Uhr wird heute trainiert – laufen, passen, schießen, ohne Zurückhaltung, sofort mit Volldampf. Immer wieder unterbricht Rossi mit (noch) lauter, kräftiger Stimme, erklärt, feuert an. Ganz modern, bilingual nennt man das heute. „Come on, boy“, schallt es durchs Karree, aber auch „schneller, schneller, spiel den Pass“. Schon nach wenigen Minuten rinnt der Schweiß in Strömen, in immer kürzeren Abständen kommen die Spieler zu Trinkpausen an die Bande, wo sie sich mit dem neuen, zusätzlichen Betreuer Klaus Weix noch durch die lange Reihe der Flaschen suchen. Das Tempo ist für einen Trainingsauftakt recht hoch, die Jungs in Weiß und Blau sind fit, so scheint es. Längst herrscht gespannte Konzentration vor. Flüche werden laut, wenn eine Übung misslingt, aber auch Lachen, wenn sich zwei Spieler mal im Wege stehen.

DER TAG 

Das gemeinsame Mittagessen in der Halle um 11.30 Uhr beschließt den ersten Abschnitt, der um 7.30 Uhr mit dem gemeinsamen Frühstück begonnen hat. Die meisten Spieler sausen nun nach Hause zum Mittagsschlaf. Denn schon um 16.15 Uhr folgt die zweite Übungseinheit auf dem Eis. Eine Stunde diesmal, und wieder: laufen, passen, schießen, ohne Zurückhaltung. Mit Körperpflege, nicht zuletzt der ersten Blasen an den Füßen, klingt dann um 18 Uhr der erste heiße Trainingstag in der kalten Halle aus.

DAS PERSONAL 

Aktualisiert:

12.8.2015, 19.45 Uhr

Nicht weniger als 25 Spieler sind beim Auftakt auf dem Eis. Auch Hugo Boisvert (39), und es juckt ihn in Füßen und Händen, die zwiespältigen Gefühle sind ihm anzumerken. „Wenn du nach 16 Profijahren jetzt erstmals nicht mitmachst, sondern als Co-Trainer Anweisungen gibst, dann ist das schon ein wenig merkwürdig“, gesteht er ein. Merkwürdig ist es auch für Adriano Carciola. Der Stürmer ist erst 27, muss aber auch zusehen.„Ich habe mir gleich am Saisonende das Kahnbein operieren lassen, die alte Geschichte. Und nun muss ich bis Ende August warten, bis ich die Hand wieder belasten kann“, erklärt er. Vollgas geben derweil die Kasseler Jungspunde Yannik Valenti (14) und Tim-Lucca Krüger (17), die in dieser Saison mit dem Profiteam trainieren dürfen. Außerdem dabei: Jackson Kuhn (22), ein kanadischer Verteidiger, der auf einen deutschen Pass hofft und zumindest perspektivisch unter die Lupe genommen wird; sowie Torwart Kevin Beech (28), Deutsch-Kanadier, zuletzt bei Oberligist Sonthofen, der sich bei den Huskies fit halten möchte und darf.

DIE PERSPEKTIVE 

Schon am Sonntag um 17 Uhr steht das erste Spiel an für die Huskies – gegen Bietigheim, den Meister. „Früh“, sagt Trainer Rossi, „aber nicht zu früh. Da habe ich keine Sorge.“ Dann soll auch der vierte Ausländer dabei sein. Rossi: „Der Vertrag ist in Arbeit, wir erwarten seine Unterschrift bis zum Donnerstag und seine Ankunft in Kassel zum Wochenende.“

Das erste Training: Spieler und Trainer im Interview

Erstes Eistraining der Kassel Huskies

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