Erstes Spiel im neuen Jahr: Huskies empfangen den SC Riessersee

Konzentriert: Husky Thomas Merl (links), hier im Duell mit den Rosenheimern Tobias Thalhammer (Mitte) und Torhüter Lukas Steinhauer. Foto: Fischer

Kassel. Natürlich wollten sie diesmal gut ins erste Drittel starten, die Eishockey-Spieler des DEL2-Klubs Kassel Huskies.

Dass sie bei den Wölfen Freiburg bereits mit dem ersten Wechsel durch Manuel Klinge 1:0 in Führung gingen, gefiel Coach Rico Rossi umso mehr: „Das war perfekt für unser Vorhaben. Am Ende war es eine dieser Nächte, in der jeder Schuss reingeht.“ Unterm Strich stand zum Abschluss des Jahres 2015 ein 9:0-Kantersieg im Breisgau.

Im ersten Spiel nach dem Jahreswechsel geht es für die Huskies auf eigenem Eis am Sonntag ab 17 Uhr in der Eissporthalle gegen den SC Riessersee. „Das wird eine ganz andere Partie“, warnt Rossi vor einem Gegner, der in Mattias Beck und Jesse Schultz gefährliche Schützen aufbietet.

Die Derbypleite gegen Bad Nauheim mal ausgeklammert, sind die Huskies aber immer besser in Tritt gekommen in den vergangenen Wochen und haben sich im oberen Drittel der DEL 2 festgesetzt.

Einer, der für diesen Aufschwung steht, ist Thomas Merl. Und für den Angreifer ist der Einsatz gegen Riessersee zugleich auch ein besonderer: Erstmals empfängt er im Huskies-Dress in Kassel jenen Klub, für den er in der vergangenen Saison in 32 Einsätzen drei Tore und sieben Vorlagen erzielte: den SC Riessersee. Für die Huskies hat Merl es in den bisherigen 26 Einsätzen bereits auf fünf Tore und neun Vorlagen gebracht. In Freiburg war er zumindest am Treffer zum 5:0 durch Eric Stephan maßgeblich beteiligt.

Ende Oktober hatte ihn eine Handverletzung aus der Bahn geworfen. Nach der Deutschlandcup-Pause war Merl zum Derby gegen Frankfurt wieder zurück und kommt seitdem immer besser in Schwung. Ein ganz entscheidender Faktor: Er harmoniert auf dem Eis prächtig mit seinen derzeitigen Sturmkollegen Manuel Klinge und Jean-Michel Daoust. „Ich hoffe, dass ich weiter mit ihnen spielen darf“, sagt Merl.

Auch abseits des Eises fühlt sich der 23-Jährige wohl in seiner Wahlheimat, die rund 500 Kilometer von seiner eigentlichen entfernt liegt. Geboren und aufgewachsen ist Merl nämlich in Bad Tölz. Das liegt 60 Kilometer südwestlich von Garmisch-Partenkirchen, dort, wo der SC Riessersee beheimatet ist.

In Bad Tölz startete Merl seine Eishockey-Laufbahn. 2007 begann er in der U18 des EC Bad Tölz in der Deutschen Nachwuchs-Liga, drei Jahre später folgte der Sprung ins Oberliga-Team der Tölzer Löwen, 2013 heuerte er beim DEL-Team in München an. Für den EHC ging er 70-mal aufs Eis, wurde dann aber an Riessersee verliehen.

Und nun Kassel. Mit Teamkollege Mike Little verbringt Merl gern die Freizeit. Und vielleicht trägt er ja auch im kommenden Jahr den blau-weißen Huskies-Dress. „Mir gefällt es sehr gut hier. Kassel ist schon eine gute Adresse und wird es in den nächsten Jahren sicherlich noch mehr. Ich kann mir vorstellen zu bleiben.“ Aber das ist Zukunftsmusik.

Erst mal zählt jetzt das erste Heimspiel des neuen Jahres. Keinen Gedanken sollten die Huskies dabei übrigens mehr an den 4. Januar 2015 verschwenden. Erster Gast damals: der SC Riessersee. Ergebnis: 0:1 nach Penaltyschießen. Grund genug also, es nun besser zu machen.  

Wir übertragen das Spiel live auf Radio HNA.

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