Gericht bestätigt: Kündigungen für Ex-Huskies waren rechtens

Gericht bestätigt: Kündigungen für Ex-Huskies waren rechtens

Kassel. Schlechte Nachricht für die Eishockey-Cracks Benjamin Finkenrath, Danny Albrecht und Kyle Doyle: Die Klagen der ehemaligen Huskies-Spieler auf Weiterbeschäftigung im Kasseler Eishockey bis 2015 und 2016 (Doyle) wurden vom Arbeitsgericht Kassel zurückgewiesen.

Die im Frühjahr erfolgten Kündigungen der Arbeitsverträge zum 30. April 2014 durch die damals bereits insolvente Kasseler Eissporthallen-Betriebsgesellschaft (KEBG) seien rechtens, urteilte nun Dr. Manuel Eichler.

Beim Prozesstermin am vergangenen Freitag hätten die Kläger nicht bewiesen, dass es einen Betriebsübergang von der KEBG gegeben habe hin zur Kasseler Sportstätten-KG (Kaspo) der Eheleute Kimm und der Kassel Sport- und Entertainment GmbH (KSE) mit Geschäftsführer Joe Gibbs, erläuterte Gerichtssprecher Wolfgang Leinweber. So sei angesichts der Insolvenz der KEBG von einer Betriebsstilllegung auszugehen – und dies schließe einen Betriebsübergang zu den aktuellen Betreibern der Eissporthalle und des Spielbetrieb der Huskies aus.

Das Gericht mit Eichler und zwei Beisitzern folgte damit der Argumentation der Beklagten Kaspo und KSE – zur Enttäuschung von Benjamin Finkenrath, der im Gegensatz zu Doyle (Landshut) und Albrecht (Weißwasser) noch keinen neuen Job hat. „Das ist ein bitterer Nachgeschmack jetzt nach einer tollen Zeit in Kassel“, erklärte der Torwart gestern. „Aber ich werde mich damit abfinden und das Urteil akzeptieren. Ich will mich anderen, neuen Dingen widmen.“

Artikel aktualisiert um 19.25 Uhr

Wolfram Cech (Hannover) indes steht mit Doyle und Albrecht noch in Kontakt. „Wir werden die schriftliche Begründung abwarten und dann über eine Berufung entscheiden“, erklärte der Anwalt. Nach dem überraschenden Urteil sei ein Berufungsverfahren vor dem Landesarbeitsgericht in Frankfurt aber denkbar.

Interessant ist nun auch, ob die Kasseler Richter noch einmal gefragt sein werden. Denn auch Ex-Trainer Jürgen Rumrich und einzelne andere Angestellte haben Klagen auf Weiterbeschäftigung eingereicht.

Von Gerald Schaumburg

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Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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