Eishockey: Neu-Husky Danny Reiss freut sich auf die Spiele heute gegen Hamm und Sonntag in Frankfurt

Kassel Huskies: Ganz gelassen ins Hessenderby

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Fühlt sich immer wohler bei den Kassel Huskies: Neuzugang Danny Reiss will mit dem Team in dieser Saison in die zweite Bundesliga aufsteigen.

Kassel. Aufgeregt ist er vor seiner Premiere nicht. Nur ein wenig nervös. Ansonsten aber blickt Danny Reiss dem Spiel des Wochenendes ziemlich gelassen entgegen. Eine Ruhe und Coolness, die seine Kassel Huskies am Sonntag auch brauchen werden.

Ab 18.30 Uhr müssen sie in der Endrunde der Eishockey-Oberliga West nämlich beim Erzrivalen Löwen Frankfurt ran – und erstmals wird der 29-Jährige, der zum Jahreswechsel aus Herford an die Fulda wechselte, dann die heiße Derby-Atmosphäre am Ratsweg erleben. Zuvor jedoch gelten die Gedanken des Verteidigers dem ersten Spiel des Wochenendes. Heute Abend sind die Hammer Eisbären zu Gast in der Kasseler Eissporthalle, erstes Bully ist um 19.30 Uhr.

Bislang erzielten die Westfalen in der Endrunde pro Spiel nicht mehr als einen Treffer. Einzige Ausnahme: die 7:8-Pleite zuletzt in Königsborn. „Auch wenn sie in der Endrunde noch keinen Zähler geholt haben, dürfen wir sie nicht unterschätzen“, erklärt Reiss.

Tor gegen Frankfurt

Sein ganz persönlicher Wunsch: „Nach gefühlten 150 Torchancen in den letzten Spielen will ich endlich mal wieder treffen.“ Sagt’s, hält kurz inne und korrigiert sich. „Eigentlich würde ich mein erstes Tor für die Huskies ja noch lieber in Frankfurt schießen.“ Ein Satz, der für das Selbstbewusstsein des gebürtigen Hannoveraners spricht. In Herford spielte er seine Torjägerqualitäten aus, erzielte 13 Tore und 14 Assists und machte so die Top-Teams der Oberliga auf sich aufmerksam. Bad Nauheim wollte ihn, Frankfurt und auch Kassel. „Ich habe Herford viel zu verdanken. Aber ich gehöre eher in die Leistungsklasse der Huskies“, begründet der Umworbene seine Entscheidung für die Nordhessen. Mit seiner neuen Mannschaft hat er ambitionierte Pläne. „Mit den Hannover Indians hatte ich drei Matchbälle, in die zweite Liga aufzusteigen. Dreimal sind wir gescheitert. Das will ich jetzt mit Kassel besser machen. Mein Ziel ist es, so schnell wie möglich aufzusteigen“, bekräftigt er. „Ich denke, dass man mich auch deshalb geholt hat.“ Das kollektive „wir“, wenn er über die Huskies spricht, geht ihm leicht über die Lippen. Und auch in Kassel lebt er sich langsam ein. Vor einer Woche hat er seine Wohnung bezogen, in einem ruhigen Viertel der Stadt. Freundin Mareike ist indes in Hannover geblieben.

Trainer Jamie Bartman ist von Reiss begeistert. „Danny bringt Führungsqualitäten mit, strahlt viel Ruhe aus. Er ist die Verstärkung, die wir uns erhofft haben. Nicht nur auf dem Eis, sondern auch abseits davon“, lobt Bartman den Neu-Husky, der mit allen Verteidigern im Team harmoniert. „Ich kann mit jedem zusammenspielen und würde mich im Notfall sogar ins Tor stellen“, sagt Reiss selbst. Das aber wird nicht nötig sein. Denn Torhüter Martin Fous ist heute dabei, Adam Ondraschek hingegen war angeschlagen, sein Einsatz fraglich. Reiss freut sich derweil auf die tolle Atmosphäre heute Abend. Die schätzt er seit dem ausverkauften Hinspiel gegen Frankfurt im Januar: „Für ein Drittliga-Spiel war das außergewöhnlich. Das war Gänsehaut-Stimmung.“

Mehr als 6000 Fans werden am Sonntag jedoch mächtig Stimmung gegen die Huskies machen. Für Reiss ist das kein Problem. „Das ist für mich eine extra Motivation“, sagt er.

Von Michaela Streuff

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