Nachholtermin in der DEL2

Auf geht’s ins Spitzenspiel: Huskies gastieren in Bietigheim

Da freuten sie sich noch: Phil Hungerecker (links) jubelt nach dem zwischenzeitlichen 1:1 gegen Dresden. Rechts: Esa Lehikoinen. Foto: Schachtschneider

Kassel. Spitzenspiel der DEL 2, Tabellenführer gegen den Dritten, Neuauflage des Playoff-Finals der vergangenen Saison. Vizemeister gegen Meister – besser geht es nicht, wenn die Kassel Huskies heute Abend zum Nachholspiel bei den Bietigheim Steelers antreten.

Erstes Bully in der Egetrans-Arena ist um 19.30 Uhr. Vor dem Spiel rücken diese Punkte in den Fokus. Ein Überblick.

Die Lehren aus dem 1:5 gegen Dresden: Knackpunkt war das Über- und Unterzahlspiel. Während die Dresdner in ihrem ersten Powerplay keine halbe Minute benötigten, um in Führung zu gehen, ließen die Huskies ihre elf Minuten Überzahl ungenutzt. „Wir hatten Probleme in den Special Teams. Das hat uns das Spiel gekostet“, ärgerte sich Huskies-Trainer Rico Rossi.

Zunächst hatte er seine Überzahl-Formationen umgebaut. Carter Proft war für Jack Downing in den Top-Block mit Toni Ritter, Braden Pimm, Alex Heinrich und Manuel Klinge gerutscht. Downing spielte dafür mit Thomas Merl, Drew MacKenzie, Philipp Schlager und Jens Meilleur. „Die Powerplay-Formationen hatten sich in letzter Zeit verschlechtert. Wir wollten neue Impulse setzen“, erklärte Rossi, „das hat nicht funktioniert.“ Mit Co-Trainer Hugo Boisvert tüfelte er gestern an neuen Lösungen.

Mit Blick auf die Herausforderung Bietigheim erinnerte der Coach an das, was seine Mannschaft unter anderem beim 3:2 in Weißwasser ausgezeichnet hatte: „Die Art, wie wir dort gespielt und verteidigt haben, war sehr gut. In den letzten Spielen haben wir auch im Schlussdrittel gut und kompakt gestanden, das war diesmal nicht der Fall.“

Die Umstellungen: Kapitän Manuel Klinge und Jack Downing hatten schon von Beginn an die Plätze in den Angriffssreihen getauscht. „Wir haben zuletzt zwar Spiele gewonnen, aber da gab es Dinge, die wir verbessern wollen“, erklärte Rossi. Auch auf das 1:3 hatte der Coach reagiert, setzte auf drei Verteidiger und zwölf Stürmer. Das Risiko aber zahlte sich nicht aus.

Das Personal: Verletzt hat sich niemand, so dass Rossi personell fast aus dem Vollen schöpfen kann. Nur Kevin Maginot steht ihm heute nicht zur Verfügung, da der Verteidiger vom Förderlizenzpartner Mannheim in der DEL benötigt wird.

Das erste Duell gegen Bietigheim: An den zweiten Spieltag dieser Saison will kein Husky mehr denken – an die 0:8-Klatsche gegen die Steelers im ersten Heimspiel. „Da war alles schlecht. Das war ein ganz rabenschwarzer Tag“, blickt Rossi zurück. Das Lehrgeld, das seine Mannschaft damals zahlte, wurde nun per Video noch einmal aufgearbeitet. Phil Hungerecker, einziger Kasseler Torschütze am Sonntag, kündigte schon mal an: „Wir haben mit Bietigheim noch eine Rechnung offen. Wir werden alles geben.“

Das heutige zweite Duell gegen Bietigheim: Der Spitzenreiter kassierte am Wochenende zwei überraschende Niederlagen gegen die Kellerkinder aus Crimmitschau und Freiburg. Für die Gastgeber dürfte es um Wiedergutmachung gehen. „Ich erwarte sie deshalb noch gefährlicher. Zwei Spiele hintereinander verliert so eine Top-Mannschaft nicht oft“, warnt Rossi. Für sein Team gilt: „Wir müssen individuelle Fehler abstellen, abgeklärter sein als gegen Dresden, den Puck besser laufen lassen, uns für bessere Passwege entscheiden.“

Zwischenstände der Partie lesen Sie heute Abend aktuell auf www.kassel-live.de

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