Trainerjob

Rumrich sauer und enttäuscht: Carnevale im Gespräch bei den Huskies

Jürgen Rumrich

Kassel. Frank Carnevale, Ex-Coach der Roten Teufel Bad Nauheim, ist ein Kandidat für den Trainerposten beim Eishockey-Zweitliga-Aufsteiger Kassel Huskies.

Aktualisiert um 19 Uhr

Lange herrschte Ruhe hinter den Kulissen, am Freitag jedoch überschlugen sich die Nachrichten im Kasseler Eishockey: Vieles deutet darauf hin, dass Aufstiegscoach Jürgen Rumrich in den Planungen der neuen Huskies-Betreiber um die Kasseler Sportstätten KG (Kaspo) keine Rolle spielt. Der 46-Jährige, der die Huskies im April in die Zweite Liga DEL 2 geführt hatte, sagt: „Ich habe bis heute weder von Joe Gibbs noch von Simon Kimm etwas gehört. Ich habe mehrmals versucht, sie zu erreichen, aber keine Antwort bekommen. Wenn man nicht mit mir plant, hätte man mir das auch früher sagen können. Das hat keinen Anstand.“

Gespräche aber über den Trainerposten laufen bereits. Joe Gibbs, Kaspo-Bevollmächtigter, bestätigte Kontakt zum Kanadier Frank Carnevale, Ex-Trainer der Roten Teufel Bad Nauheim. Gibbs betonte aber auch: „Es gibt viele Kandidaten, die sich bei uns beworben haben. Wir analysieren, wer für uns am besten ist. Wer Trainer wird, wird der Beste für das Kasseler Eishockey sein.“ Der Name Carnevale, der bei so manchem Huskies-Fan nicht sonderlich beliebt ist, dürfte den Nordhessen noch in lebhafter Erinnerung sein. Am 21. April 2013 feierte er als Coach mit den Roten Teufeln am letzten Spieltag der Playoff-Finalserie den entscheidenden dritten Sieg in Kassel und verdarb den Huskies damit die Aufstiegsparty. Neben Carnevale, der im Dezember in der Wetterau entlassen wurde, gebe es fünf weitere Trainer, die derzeit im Fokus stünden, sagt Gibbs. Einer der Kandidaten sei auch Rumrich.

Trainerkandidat bei den Kassel Huskies: der ehemalige Bad-Nauheimer-Coach Frank Carnevale.

Dieser aber rechnet nicht mehr mit einem weiteren Engagement in Kassel. „Ich gehe davon aus, dass sie nicht mehr mit mir, sondern mit jemand anderem planen. Ich bin sauer und enttäuscht. Wir haben schließlich gute Arbeit geleistet und sind aufgestiegen“, sagt Rumrich. Knackpunkt der Personalie Rumrich: Sein Vertrag wurde mit der mittlerweile insolventen Kasseler Eissporthallen-Betriebsgesellschaft KEBG geschlossen. Im Zuge der Insolvenz wurde auch Rumrichs Vertrag gekündigt. Er habe Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht eingereicht, sagt er. Die künftigen Betreiber der Huskies können deshalb entscheiden, ob sie den Vertrag übernehmen wollen. Während die Fans noch am Freitagnachmittag bei Facebook die Gruppe „Pro Jürgen Rumrich“ gegründet haben und sich für eine Weiterbeschäftigung des Coaches aussprechen, zieht dieser bereits einen Schlussstrich.

„Ich möchte mich bei den super Fans, der Mannschaft und den Sponsoren für die Zusammenarbeit bedanken. Es war eine tolle Zeit in Kassel, die mir sehr viel Spaß gemacht hat. Der Aufstieg war einmalig, ebenso zu erleben, wie alle hier im Team mitgezogen haben. Das ist unvergesslich.“  

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