Ein Hessenderby im Viertelfinale?

Huskies starten heute gegen Kaufbeuren in den Endspurt der DEL2

Abgewehrt: Beim Gastspiel in Bietigheim lenkt Markus Keller den Puck am Tor vorbei, Thomas Merl schirmt Justin Kelly ab und Manuel Klinge (hinten) eilt herbei. Foto:  Diekmann

Kassel. Kaufbeuren kommt! Doch über das heutige Nachholspiel der Kassel Huskies gegen den ESVK (19.30 Uhr, Eissporthalle, „Zum Spiel“) hinaus gibt es im Endspurt der zweiten Eishockey-Liga vor den letzten sieben Hauptrunden-Spieltagen viele, viele Brennpunkte.

„Es ist in allen Tabellenregionen sehr spannend, um jeden Punkt und jeden Platz wird hart gekämpft“, sagt Ligenchef René Rudorisch strahlend. Also blicken wir auf das Restprogramm auf dem Weg in die Playoffs, das den Kasselern schon im Viertelfinale durchaus ein ebenso brisantes wie lukratives Hessenderby gegen Bad Nauheim oder Frankfurt bescheren kann:

Zweikampf um Platz 1

Spitzenreiter und Meister Bietigheim hat am Wochenende dank Huskies-Hilfe nicht nur Herausforderer Bremerhaven überholt, sondern auch noch fünf Punkte Vorsprung herausgeholt. Eine Vorentscheidung aber wird auch das noch nicht gewesen sein. Denn der Minikader der Steelers wird zwar physisch noch ein Problem bekommen, das Restprogramm des schwäbischen Primus aber ist nicht schwerer als das der norddeutschen Pinguine.

Unser Tipp: Bietigheim wird erneut als Hauptrunden-Sieger ins Viertelfinale einziehen – vor Vizemeister Bremerhaven.

Gerangel um Rang sechs

Elf Punkte trennen die Kasseler auf Rang drei von Rosenheim auf Platz acht. Für sechs Teams also ist noch alles drin. Sechs Teams, das verheißt Spannung pur! „Gegen Kaufbeuren, in Freiburg und gegen Weißwasser sind jetzt Siege Pflicht“, sagt Trainer Rico Rossi, der natürlich mit seinem Team die aktuelle Position behaupten will – auch wegen des Heimvorteils in der ersten K.o.-Runde. Rossis Kalkül: „Wenn alle drei Hessenteams es unter die ersten sechs schaffen, dann gibt’s ein Derby.“ Aberfür wen?

Ausgerechnet Krösus Frankfurt nämlich ist derzeit der größte Unsicherheitsfaktor bei diesen Planspielen: Sie haben am Sonntag 1:2 gegen die starken und nun punktgleichen Dresdner verloren. Die Eispiraten haben fünf der letzten sechs Auswärtsspiele gewonnen, nur in Kassel (2:3) gingen sie leer aus. Ihre Zwischenbilanz: zehn Spiele, neun Siege. Allen Formschwankungen zum Trotz aber spielen die Frankfurter Löwen noch gegen beide hessische Rivalen und gelten als Favoriten gegen Kaufbeuren, Weißwasser und Heilbronn.

Unser Tipp: Die Huskies als Dritter treffen auf Nauheim als Sechsten, Ravensburg (4.) spielt gegen Frankfurt (5.).

Platz zehn im Fokus

Nur Heilbronn als Schlusslicht ist schon raus im Kampf um Rang zehn, dem letzten Platz in der Playoff-Ausscheidung. Der neue Trainer Fabian Dahlem bereitet die Falken daher auf die Abstiegsrunde vor. Alle Teams auf den aktuellen Plätzen neun bis 13 aber kann es noch erwischen: Riessersee, Crimmitschau, Kaufbeuren, Weißwasser und Freiburg.

Unser Tipp: Es gibt die Derbys im Osten und Süden. Dresden wird trotz derzeit toller Serie die Luft ausgehen, als Siebter werden die Eislöwen in den Preplayoffs gegen Crimmitschau (10.) spielen und Rosenheim im Klassiker gegen Riessersee. Weißwasser (11.), Kaufbeuren (12.) und Freiburg (13.) folgen Heilbronn in die Abstiegsrunde.

Die Termine

Preplayoffs: 4, 6. und 8. März (auf zwei Siege) Viertelfinale: 11., 13., 15., 18., 20., 22. und 24. März (4 Siege).

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