Bester Aufsteiger seit Jahren

Huskies in den Playoffs: Ein Blick zurück, einer voraus

Anstehen für Playoff-Tickets: Im Sportshop Eissporthalle hat der Kartenverkauf begonnen. Ralf Finke (links) bedient Michael Rininsland aus Neukirchen und Heinz Schmeck aus Obervellmar. Foto:  Fischer

Kassel. Niemand hatte sie vor sechs Monaten auf der Rechnung. Und doch haben es die Kassel Huskies geschafft, zum besten Aufsteiger der vergangenen Jahre zu werden. Wie geht es nun weiter?

Ex-Manager Fabian Dahlem hatte sie auf Rang elf erwartet, auch das Fachblatt Eishockey-News stufte die Kassel Huskies in der Nähe der Abstiegskandidaten Kaufbeuren und Crimmitschau ein. Und sogar Sven Valenti sagt: „Als wir im August mit wenigen Spielern in Mannheim erstmals aufs Eis gingen, war ein solcher Erfolg nicht abzusehen.“

Nun aber ist er perfekt, und der Kartenverkauf für die Playoffs hat begonnen: Die Kassel Huskies sind als Hauptrunden-Dritter ins Viertelfinale der DEL2 eingezogen, und Valenti sagt in seiner 22. Profisaison: „Das ist ein Höhepunkt und steht in meiner persönlichen Rangliste ganz weit oben.“ Zumal Rico Rossi voller Stolz erklärt: „Wir sind mit 97 Punkten der beste Aufsteiger seit Jahren!“ Besser noch als Heilbronn 2008: Damals hatten die Falken - mit Trainer Rossi - mit 92 Zählern ebenfalls den dritten Platz belegt und später das Halbfinale erreicht.

Ein gutes Omen für die Huskies? „Vielleicht, hoffentlich“, sagt Rossi am Montag mit kratzender Stimme am Telefon. „Es wird schwer gegen Landshut, denn der EVL hat mit Tyler Weiman einen Torwart, der auf Augenhöhe mit unseren Schlussleuten spielen kann. Er spielt eine starke Defensive, gegen die wir erst einmal durchkommen müssen. Und er verfügt über starke Individualisten, die mehr Talent haben als wir. Diesen Rivalen müssen wir mit Willen und unserem großen Teamgeist knacken“, erklärt Rossi.

Alles andere als ein Wunschgegner also? „Der Sport ist kein Wunschkonzert. Welches Los wäre besser gewesen?“, fragt Rossi und sinniert: „Ravensburg ist auswärts nur Durchschnitt, aber die heimstärkste Mannschaft der Liga. Gegen Riessersee haben wir nur eines von vier Spielen gewonnen.“

Also Landshut. Der Rivale, gegen den 2008 dank Drew Bannisters Siegtor der Aufstieg in die DEL klargemacht wurde. Gegen den es in dieser Runde drei Siege gab: 2:1 und 4:3 nach Penaltys zu Hause sowie 4:2 in Landshut, wo zudem 2:5 verloren wurde. Ein Gegner, den Sven Valenti als „ganz unbequem“ beschreibt. Mit den offensiv starken Verteidigern Gawlik und Geipel, mit den Ex-Huskies Peter Abstreiter und Kyle Doyle, „mit routinierten Spielern, die wissen, wie man Titel holt“, so Sven Valenti.

Michi Christ freute sich nach seinem ersten Hattrick in der zweiten Liga als Wegbereiter des 6:4 in Rosenheim „über einen Tag, an dem alles reinging, was ich vors Tor gebracht habe“ - aber auch auf den EV Landshut. „Wir sind nicht zufällig Dritter geworden, haben keinen Deppen im Team. Jeder kommt mit jedem klar, die meisten sind fit, jung und wollen sich beweisen“, sagt Christ und verspricht: „Mit uns müsst ihr rechnen in den Playoffs.“

Eines noch: Gegen den Abstieg kämpfen Bad Nauheim, Crimmitschau, Heilbronn und Kaufbeuren - wie im Vorjahr.

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