Ein Derby-Sieg als Geschenk?

Huskies wollen heute in Bad Nauheim ihre Fans für die Unterstützung belohnen

Ihn gilt es zu überwinden: Bad Nauheims Torhüter Mikko Rämö brachte die Huskies-Angreifer zuletzt häufig zur Verzweiflung. Hier versucht sich Taylor Carnevale. Foto: Storch

Kassel. Die Ergebnisse glichen sich, die Bilder danach aber auch. Die Reisen zu den hessischen Eishockeyderbys sind für die Kassel Huskies rein sportlich nicht gut gelaufen.

Am 17. Januar verloren die Nordhessen in Frankfurt 6:7 in der Verlängerung, am 15. November vergangenen Jahres 2:3 in Bad Nauheim. Nach der Schlusssirene aber ereignete sich zweimal Ungewöhnliches: Die Verlierer wurden von ihren Fans gefeiert. Weil sie bei den Löwen aus einem 2:6 im Endspurt ein 6:6 gemacht hatten. Und weil sie in Bad Nauheim das bessere Team waren, aber sehr unglücklich unterlagen. Heute (19.30 Uhr) geht es für die Huskies wieder nach Bad Nauheim. Und Rico Rossi sagt: „Wir wollen den Fans für ihre unglaubliche Unterstützung einen Sieg schenken.“

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Der Trainer lobt die Anhänger für die Auftritte in der Fremde überschwänglich. „Das ist überragend. Ich habe phasenweise gedacht, wir hätten ein Heimspiel. Für die Jungs ist das ein super Gefühl. Es hilft sehr, auch bei Niederlagen so unterstützt zu werden.“ Auf einen Sieg heute und am Sonntag (17 Uhr) im Heimspiel gegen Dresden hofft er auch aus einem anderen Grund: Nach dem vergangenen sieglosen Wochenende soll sein Team den Hebel rasch wieder umlegen, vor allem, da die Verfolger in der Tabelle nahe herangerückt sind.

Und dazu gehören eben auch die heutigen Gastgeber. Bad Nauheim liegt nur noch drei Zähler zurück. Rossi schätzt die Mannschaft als „sehr schwer zu spielen für jeden Gegner“ ein. Klar, mit Torhüter Mikko Rämo sowie dem Sturmtrio Dusan Frosch, Nick Dineen und Dustin Cameron haben die Teufel ein echtes Pfund auf dem Eis. „Du weißt, dass du einen Weg finden musst, ihn zu finden. Du weißt, dass du einen Weg finden musst, sie zu stoppen. Aber du musst diesen Weg eben erst finden“, sagt Rossi. Zumindest kann er dabei personell aus dem Vollen schöpfen. Außer Verteidiger Alex Heinrich sind alle Huskies fit.

Viel Arbeit hat Kassels Trainer derzeit aber nicht nur in der Spielvorbereitung. Sein Handy steht in diesen Tagen nicht still. Kein Wunder, das Ende der Wechselfrist naht. Bis zumSonntagabend darf noch Personal verpflichtet werden im deutschen Eishockey. Doch es sind nicht die Huskies, die werben. Sie werden umworben. „Wir brauchen keine Verstärkungen, aber andere Klubs haben an unseren Spielern Interesse.“ So schildert Rossi die Situation. Namen nennt er natürlich nicht. Vor allem um junge deutsche Spieler wird aber offenbar gebuhlt. Die Huskies sind jedoch überzeugt, dass ihr Personal den Lockrufen widerstehen wird. Ein Auswärts-Derbysieg plus Feier mit den Fans heute könnte da ein weiteres Argument sein.

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