Spiel gegen die Starbulls

Huskies empfangen Rosenheim

In Jubelpose: Mike Collins ist mit 17 Toren und 23 Vorlagen der effektivste Huskies-Stürmer. Archivfoto: Schachtschneider

Kassel. „Wenn ich als Berliner Spieler in Kassel zu Gast war, dann haben wir niemals sieben Gegentore kassiert. Und: Der Gegner hatte immer blaue Flecken. Das war heute alles anders.“

Genau drei Wochen ist es her, dass Franz Steer in der Eissporthalle zerknirscht diese Sätze sprach. 1:7 hatten seine Starbulls Rosenheim gegen die Huskies verloren, nachdem sie im Hinspiel ein 2:7 kassiert hatten.

Am Freitag nun ab 19.30 Uhr kreuzt der Trainer mit seinen Bullen erneut in Kassel auf und wird ihnen ordentlich Feuer machen. Gilt es doch, endlich den Hessenfluch dieser Saison in der Zweiten Deutschen Eishockey-Liga zu bannen. Denn die Bayern, aktuell Neunter, haben nicht nur gegen die zweitplatzierten Huskies noch kein Bein auf die Erde bekommen, auch gegen die Löwen Frankfurt (1:5, 0:5) sind sie zweimal unter die Räder gekommen.

Gegen Bad Nauheim (4:3, 2:5) ist die Punktebilanz zumindest ausgeglichen. Der letzte Erfolg der Starbulls datiert vom 5. Dezember, als sie 3:2 in Heilbronn gewannen.

Besonders motiviert sein wird heute aber auch ein Kasseler: Mike Collins. Denn der Mann mit dem Goldhelm hat sich in den letzten Wochen als bester Stürmer der Huskies mit nun 40 Punkten (17 Tore + 23 Vorlagen) - allein fünf beim 6:2 gegen Nauheim (2 + 3) - auf Rang vier der Liga-Rangliste verbessert. Gegen Rosenheim aber stehen für ihn bislang lediglich zwei Vorlagen zu Buche. Topscorer gegen die Starbulls ist kein Angreifer, sondern ein Verteidiger: Alex Heinrich führt mit sieben Punkten (2 + 5) die teaminterne Rangliste der Huskies an. Er steht auch heute wieder auf dem Eis, während die Kasseler auf ihren zweiterfolgreichsten Angreifer gegen Rosenheim verzichten müssen: John Zeiler ( 3 + 1) fällt weiterhin verletzt aus, ebenso wie Daniel Kunce und Matthias Bergmann. „Wir hoffen, dass John am zweiten Weihnachtstag gegen Ravensburg wieder dabei ist“, sagt Huskies-Trainer Rico Rossi.

Der Coach misst den zwei deutlichen Erfolgen gegen Rosenheim keine Bedeutung mehr bei. „Wir leben nicht in der Vergangenheit. Wir blicken nicht zurück, sondern von Tag zu Tag nach vorn.“ Er erwarte eine bissige Mannschaft, ergänzt er. „Der Trainer ist auch ein bissiger Typ. Wir wollen spielen wie immer: Gradlinig und zielstrebig.“

Sonntag nach Bietigheim 

Am Sonntag dann gastieren die Huskies um 17 Uhr in Bietigheim - beim souveränen Spitzenreiter. Vier Spiele erst haben die Steelers verloren, das letzte am 2. November gegen Titelverteidiger Bremerhaven (3:4). Seither gab’s zehn Siege hintereinander. Rossi sagt: „Wir konzentrieren uns auf uns. Die Tabelle ist uninteressant. Wir müssen erst einmal unsere Aufgabe gegen Rosenheim erledigen, dann können wir mit freiem Kopf nach Bietigheim fahren.“

Von Michaela Streuff und Gerald Schaumburg

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