Rico Rossis Rechenspiele

Huskies Freitag gegen erstarkte Füchse Weißwasser, Sonntag nach Heilbronn

Kassel. 14 Spieltage vor dem Hauptrunden-Abschluss in der zweiten Eishockey-Liga hat bei einigen Teams längst das große Rechnen begonnen.

„Es ist in allen wichtigen Tabellenregionen total spannend“, sagt Ligaleiter René Rudorisch mit Blick auf die vier ersten Plätze (Playoff-Heimrecht), den sechsten Rang (direkte Viertelfinal-Qualifikation) und Position zehn (Playoff-Ausscheidung).

Bei den Huskies indes herrscht Ruhe vor angesichts von Rang drei und besten Perspektiven. Die Lausitzer Füchse aus Weißwasser aber, die heute um 19.30 Uhr in der Kasseler Eissporthalle gastieren, brauchen als Zwölfter jeden Zähler, um der Abstiegsrunde noch zu entkommen. „Das wird ein heißer Tanz gegen einen kampfbereiten Gegner, der nach dem Trainerwechsel erst zu Peter Ihnacak und dann zu Paul Gardner viel mehr Biss zeigt“, urteilt Rico Rossi. Am Sonntag führt die Reise der Huskies dann nach Heilbronn, wo ab 18.30 Uhr das letzte Saisonduell mit dem Tabellenletzten ansteht.

Mit Blick auf seine Huskies denkt Rico Rossi von Spiel zu Spiel. „Damit fahren wir gut“, sagt der Trainer – und hat dennoch interessante Zahlen parat. „Mit den Spielern zusammen haben wir uns zu Saisonbeginn vorgenommen, gegen die fünf schwächsten Teams der Liga aus allen 20 Spielen alle 60 Punkte zu holen“, berichtet Rossi – und sieht seine Kasseler auf gutem Weg: „Wir haben nur gegen Crimmitschau, Freiburg und Kaufbeuren bislang jeweils einen Punkt abgegeben. Damit stehen wir besser da als unsere Rivalen Nauheim (16), Ravensburg (11), Frankfurt (9), Bremerhaven (7) und Bietigheim (4).“

ROSSIS AUSLÄNDERPOKER

Fünf Ausländer sind einer zuviel. Den Begriff Luxusproblem aber mag Rico Rossi gar nicht. „Es ist ein Riesenplus, aus fünf gesunden, starken Importspielern auswählen zu können“, sagt der Coach. Und gesteht ein, dass ihm das von Wochenende zu Wochenende schwerer fällt. Schießlich hat sich Verteidiger Mike Little auf Anhieb in nur 22 Spielen als unverzichtbare Größe etabliert. Und im Angriff ist das gesamte Quartett mit Topscorer Jamie MacQueen, Stratege Taylor Carnevale, Konstante Braden Pimm und Kämpfer Jean-Michel Daoust voll da.

„Unser Glück ist, dass wir inzwischen so gut eingespielt sind, dass jeder mit jedem gut harmoniert“, sagt Rossi und freut sich über die im Sommer angestrebte Tiefe im Kader: „Nun ist das eine unserer Stärken, nachdem es im Vorjahr noch eine Schwäche war.“

DIE 300-MINUTEN-REGEL

Angesichts des bis auf Alex Heinrich (Schlüsselbeinbruch) kompletten Kaders ist bei den Huskies auch das Ende der Transferzeit am 31. Januar kein Thema. Personelle Änderungen sind nicht geplant. Auch ein Stand-by-Torwart als Feuerwehr-Mann für die Playoffs soll nicht verpflichtet werden.

Dennoch muss Rossi eines im Auge behalten: Die Förderlizenzler im Kasten bis 25 Jahre müssen mindestens 300 Minuten Einsatzzeiten haben, um in der K.o.-Runde spielen zu dürfen. Florian Proske fehlen dafür noch knapp zwei Spiele (115 Minuten), Jimmy Hertel mehr als drei Spiele (235 Minuten).

Rubriklistenbild: © Fischer

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