Freitagspiel in Zahlen: Keller hält, Sturm und MacQueen treffen gegen den Meister

Huskies gegen Bietigheim: 100 Euro für den ersten Nuller

Kassel. „Jeder Sieg ist ein Fortschritt“, sagt Rico Rossi. Entsprechend glücklich war der Trainer der Kassel Huskies nach dem 2:0 am Freitag gegen Bietigheim: „Ohne Gegentor gegen den Meister – das ist ein ganz besonderer Erfolg.“

100Euro ließ Markus Keller für die Mannschaftskasse springen. „So viel ist mir der erste Nuller schon wert“, sagte breit strahlend Kassels Keeper, der 39 Schüsse abwehrte und erstmals keinen Gegentreffer kassierte. „Bis zuletzt habe ich gebangt, aber heute hat unsere Defensive perfekt gearbeitet“, lobte der große Rückhalt im Tor seine Vorderleute. „Sie haben viele Schüsse geblockt, die Abpraller weggehauen – so konnte unser Plan aufgehen.“

43  Minuten nur spielte David Wrigley mit. Dann kassierte der Steelers-Topscorer zwei Strafminuten wegen Behinderung, reklamierte vehement, kassierte weitere 10 Minuten und musste duschen gehen, als Schiri Singer genug hatte von den Beleidigungen. „Wenn ein kleiner Kader durch dumme Strafzeiten weiter geschwächt wird, dann ist das nicht so schlau. Und gegen bissige Huskies, die viel hungriger sind, reicht es dann eben nicht zum elften Sieg“, bilanzierte Trainer Kevin Gaudet.

17 ist die Rückennummer von Jamie MacQueen. Zwei Spiele hatte er als überzähliger Ausländer pausiert. Nun durfte er wieder ran, weil Braden Pimm pausierte, und meldete sich zurück mit dem Treffer zum 2:0 (49.), der nach Wrigleys Abgang die Moral der Gäste brach und die Partie entschied. „Wir hatten viel Geduld, das hat sich ausgezahlt“, bilanzierte Kassels bester Vollstrecker, der sein elftes Saisontor nach Taylor Carnevales famosem Steilpass erzielt hatte. Und heilfroh war, endlich wieder spielen zu dürfen: „Natürlich muss man mit der Vier-aus-fünf-Lage professionell umgehen. Aber wenn man zusehen muss, dann lebst du in einer Mischung aus Frust und Motivation“, gesteht MacQueen ein.

1 Mann weniger waren die Huskies, als Sören Sturm den Grundstein zum Sieg legte. „Wir hatten Bietigheims Spielweise in Überzahl in Videos analysiert, und nun kam der Querpass, auf den ich spekuliert hatte tatsächlich“, sagt der stürmende Verteidiger. Er eroberte den Puck, sauste los wie eine Rakete und schuf den Huskies mit dem frühen 1:0 (4.) einen Minivorsprung, „von dem wir heute dank der besten Defensivleistung dieser Saison lange zehren konnten“.

Eishockey: Huskies gegen Bietigheim

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