Lizenz für die DEL 2

Huskies: Gibt es am Samstag Klarheit?

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Sie sind noch immer im Wartestand: Die Fans der Kassel Huskies.

Kassel. Huskies-Fans, die in diesen Tagen auf der Homepage der zweithöchsten deutsche Eishockey-Spielklasse, der DEL 2, landen, dürfen sich einen Augenblick freuen. Unter den teilnehmenden Klubs, deren Logos präsentiert werden, ist auch das ihrer Kassel Huskies zu sehen - eingereiht zwischen den Frankfurter Löwen und Bad Nauheim.

Die Fans der Huskies wissen aber auch, dass dieses Logo bisher nicht mehr ist als ein Muster ohne Wert. Ob es ihre Mannschaft nach dem sportlichen Aufstieg in der Zweitklassigkeit geben wird, das steht nach der Insolvenz der Betreibergesellschaft KEBG in den Sternen. Der Zustand des Wartens aber, der dürfte ein Ende haben. Am Samstag müssen die Unterlagen des Lizenzantrages bei der DEL 2 eingehen. Und Marc Berghöfer, Vorsitzender der Eishockeyjugend Kassel (EJK), kündigte gegenüber unserer Zeitung an: „Es wird am Samstag eine Erklärung geben.“

Sie wollen es also spannend machen bis zum letzten Moment. Die Hoffnungen aber, dass es eine Einigung gibt zwischen der EJK sowie Eissporthallen-Besitzer Simon Kimm und seinem Vertrauten Joe Gibbs, scheint sehr berechtigt. In den letzten Tagen ist in Kassel eifrig gesprochen worden. Nach Informationen unserer Zeitung saßen Kimm, Gibbs und Berghöfer auch am Freitag lange zusammen. Öffentliche Statements, ob dabei ein Ergebnis zustande gekommen ist, waren von keinem der Beteiligten zu bekommen.

Alle Anzeichen deuten aber auf ein positives Ende der für alle Fans des Eishockeys zermürbenden Ungewissheit hin. So sollen die wichtigsten Sponsoren Kimm und Gibbs, früher bereits Huskies-Manager, ihre Unterstützung signalisiert haben. Aus der Pressestelle der DEL 2 heißt es auf Anfrage in einer Stellungnahme etwas nebulös: „Wir werden Anfang nächster Woche eine zusammenfassende Information kommunizieren. Darin vermelden wir weitere Fristen (wann Lizensierung erfolgt etc).“ Zumindest klingt das nicht, als würde bei der Liga nicht mit einem Antrag aus Kassel gerechnet.

Die zwingendste Voraussetzung ist und bleibt aber eine Einigung der Gesprächspartner von Freitag: Kimm und Gibbs als zukünftige Betreiber von Spielstätte und Zweitliga-Mannschaft auf der einen, sowie die durch Berghöfer vertretene EJK als Inhaber der Spiellizenz auf der anderen Seite, müssen einen Kooperationsvertrag abschließen. Als Knackpunkt gelten die Kosten der Nachwuchsarbeit in Kassel, die Kimm offensichtlich ein zu großer Batzen sind. In der letzten Saison hatte sich die KEBG mit 160.000 Euro sowie 750 Stunden Eiszeit beteiligt. Berghöfer hatte stets darauf verwiesen, dass es sich nicht um Forderungen handele, sondern die Summen auf den Anforderungen von DEL 2 und Deutschem Eishockeybund basierten. Auch hier mehrten sich die Anzeichen, dass beide Parteien zuletzt nicht mehr weit auseinanderlagen. Die Fans dürfen also hoffen, dass das Logo ihrer Huskies auch in der kommenden Saison die Homepage der DEL 2 zieren wird.

Von Frank Ziemke

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