HNA-Meinung

Huskies: Kommentar zum Kampf, Eishockey bezahlen zu können

Die Kassel Huskies haben den nächsten Schritt auf dem Weg in die DEL 2 getan und eine Mannschaft für die Liga gemeldet. Ein Kommentar von HNA-Sportredakteur Gerald Schaumburg.

Es ist das erste echte Signal: Mit dem Lizenzantrag haben sich die Eheleute Kimm und der potenzielle Manager Joe Gibbs endlich zu einer Huskies-Zukunft in der zweiten Liga bekannt. Sie gehen es also an, das Abenteuer DEL2. Und werden dafür Geld in die Hand nehmen müssen. Weil in die Eishalle investiert werden muss und in ein konkurrenzfähiges Team.

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Geld aber auch, das zum Teil wohl bei der Eishockey-Jugend eingespart wird. Und so beklagen Marc Berghöfer und seine Mitstreiter nun die Friss-oder-stirb-Taktik der Halleneigner und Geldgeber, die einen Exitus der verdienstvollen 1b-Mannschaft und des Damenteams zur Folge haben kann. Aber nicht muss. Denn erstmals darf die EJK nun auch eigene Sponsoren akquirieren zur Deckung ihrer Kosten.

Natürlich sind nun vor allem Kimms und Gibbs gefragt, endlich auch die nächsten Fragen zu beantworten: Was passiert mit der Halle? Wer finanziert was wie lange? Welcher Trainer, welche Akteure werden DEL2 spielen? Und: Bedeutet der neue Kooperationsvertrag mit der EJK tatsächlich das Aus für qualifizierte Talentförderung, wie geunkt wird?

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Tatsächlich nämlich muss sich auch die EJK fragen lassen: Wie konnte sie Rücklagen anlegen, während Geldgeber KEBG in die Pleite rauschte? Was macht im Sinne einer guten Jugendarbeit mehr Sinn: Eine 1b in der Oberliga, die angesichts ihrer Altersstruktur mehr Hobbytruppe denn Talentschuppen ist, oder Junioren- und Jugendteams in den höchsten Nachwuchsligen DNL als Sprungbrett zur DEL2?

Eines ist doch klar: Mit nur einer Eisfläche wird Eishockey als Profi- und Breitensport in Kassel nie möglich sein. Was auch daran liegt, dass die Stadt zwar Fußballplätze, Handball-Flächen und Turnhallen baut und betreibt, Eissportler aber, Tennisspieler und andere auf Eigeninitiative angewiesen sind. Oder auf Investoren wie die Kimms.

Von Gerald Schaumburg

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