Huskies legen in Heilbronn dreimal vor - aber verlieren auch zweites Spiel

Die Huskies obenauf? Denkste! Auch das Führungstor zum 3:2 durch Justin Kirsch (hier rechts gegen den Freiburger Vladimir Kames) reichte nicht zum Sieg in Heilbronn. Archivfoto:  Schachtschneider

Heilbronn. Mit unerwarteten Enttäuschungen sind die Huskies ins letzte Saisonviertel der zweiten Eishockey-Liga gestartet. Nach dem 1:5 am Freitag gegen Weißwasser gab es für die Kasseler Puckjäger am Sonntag beim Schlusslicht in Heilbronn mit 3:4 (1:1, 1:1, 1:1 / 0:1) im Nachsitzen eine weitere, noch unerwartetere Pleite.

Dreimal legten die Nordhessen ein Tor vor, 58 Sekunden vor dem Ende der Verlängerung aber beendete Azis Baazzi aus spitzem Winkel mit dem 4:3-Siegtreffer der Heilbronner das Ein-Punkt-Wochenende des Favoriten.

Der war zum Geisterspiel vor nur noch 954 Zuschauern, die ihren Falken zudem noch die Anfeuerung verwehrten, mit dem Ex-Heilbronner Florian Proske im Tor und im Angriff mit dem Ausländerquartett MacQueen, Pimm, Carnevale und Daoust angetreten. Somit konnte Verteidiger Mike Little auch einmal pausieren. Was sich prompt bemerkbar machte, denn im Spiel aus der Abwehr heraus agierten die Kasseler mit hoher Fehlerquote.

Dennoch legten die Huskies schon nach knapp vier Minuten einen Treffer vor. Justin Kirschs Schuss wehrte Torwart Hartzell noch ab, gegen Kevin Maginots Nachsetzen aber war er machtlos. Diesmal aber gab selbst eine frühe Führung den Huskies keine Sicherheit. Nicht einmal fünf Minuten später parierte Hartzell einen Schuss und schickte sofort Brace auf eine lange Reise. Einmal mehr in diesen Wochen wurden die Kasseler überlaufen, und der Kanadier glich zum 1:1 aus (9.)

Auch im zweiten Drittel wurden die Huskies der Favoritenrolle nicht gerecht, agierten in der Offensive ein ums andere Mal zu kompliziert. Tiefpunkt der Schönspielerei: Jamie Mac-Queen hatte nach 25 Minuten freie Bahn, versuchte aber einen Zauberpass auf Carnevale, und die Chance war vertan.

Mit kämpferischem Einsatz aber gingen die Huskies dennoch in Führung: Adriano Carciola scheiterte zunächst an Hartzell, im zweiten Versuch aber traf der Außenstürmer doch zum 2:1 (29.). Aber auch diesmal hatte die Führung nicht lange Bestand. Schon das erste Überzahlspiel nutzten die Falken zum erneuten Ausgleich, wiederum Brace lenkte einen Schlagschuss Baazzis zum 2:2 (33.) ins Netz.

Auch ein drittes Mal noch legten die Huskies einen Treffer vor, ein drittes Mal haben sie die Führung nicht über die Zeit gebracht: Denn auch Justins Kirschs neuntes Saisontor im 19. Spiel für die Huskies zum 3:2 (45.) konterten die nimmermüden Falken postwendend gegen einen fahrlässigen Gegner: Gelkes 3:3 (48.) bedeutete schon den aus Kasseler Sicht enttäuschenden Endstand nach 60 Minuten und die Verlängerung. Schiedsrichter: Hascher (Miesbach). Zuschauer: 954 Tore: 0;1 (3:45) Maginot (Kirsch, Sturm,) 1:1 (8:06) Brace (Hartzell), 1:2 (28:16) Carciola (Marco Müller), 2:2 (32:07) Brace (Lewis, Baazzi - 5:4), 2:3 (44:24) Kirsch (Pimm, MacQueen), 3:3 (47:56) Gelke (Krüger, Lewis), 4:3 (64:02) Baazzi (Schell, Brace) Strafminuten: Heilbronn 6, Kassel 8 +10 Daoust

Von Stephan Sonntag

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