Goldhelm glänzt

Huskies: MacQueen will auch am Freitag gegen Ravensburg treffen

In starker Form: Huskies-Topscorer Jamie MacQueen. Foto: Schachtschneider

Kassel. Er glänzt. Nicht nur auf dem Kopf. Sondern auch auf dem Eis. Und er hat noch lange nicht genug: Jamie MacQueen ist der Topscorer der Kassel Huskies.

Der, der den Goldenen Helm des gefährlichsten Punktesammlers trägt. In den bisher 32 Einsätzen für den Dritten der Zweiten Liga erzielte der Kanadier überragende 46 Zähler (22 Tore, 24 Vorlagen) – nur die Kanadier David Wrigley (30 Spiele/21 Tore/33 Vorlagen) und Justin Kelly (34/20/33/ beide Bietigheim) und Riessersees Schwede Mattias Beck (34/24/22) stehen vor ihm. Huskies-Trainer Rico Rossi sagt: „Jamie ist der beste Ausländer in der DEL 2.“ Und MacQueen erklärt: „Ich spiele derzeit wahrscheinlich das beste Eishockey meines Lebens.“

Schon heute Abend im Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars (19.30 Uhr, Eissporthalle) will MacQueen weitere Treffer folgen lassen.

Wir übertragen das Spiel am Freitag im Radio und Live-Ticker. Zwischenstände erfahren Sie außerdem auf www.kassel-live.de.

Denn es gibt kaum ein Spiel, in dem der 27-Jährige nicht getroffen oder eine Vorlage gegeben hat, die häufig spielentscheidend war. Wie etwa bei den knappen Siegen gegen Rosenheim (4:3 n.P. und 3:2). Oder MacQueen brachte sein Team auf die Siegerstraße – wie beim 6:4 im verrückten Spiel gegen die Heilbronner Falken, als er zum vorentscheidenden 5:4 traf. Oder als er das 1:0 beim 2:0-Heimsieg gegen Bietigheim erzielte.

„Es ist ja kein Geheimnis, dass ich schieße, wann immer ich kann“, sagt er selbst, während sein Coach sogar noch einen Schritt weitergeht: „Jamie hat so einen großen Wunsch, Tore zu schießen. Er besitzt eine ganz besondere Fähigkeit dafür. Hinzu kommt sein unglaublich starker Willen, zu treffen. Wenn er mal nicht erfolgreich ist, nimmt ihn das mit. Das kann ein zweischneidiges Schwert sein und sich negativ auswirken, wenn er eine Flaute hat. Tut es bei ihm aber nicht. Er kann damit sehr gut umgehen.“

„In Crimmitschau habe ich mich nicht sonderlich viel um die Defensivarbeit gekümmert. In Kassel habe ich gelernt, ein kompletterer Spieler zu werden. “

Dabei hilft MacQueen Ehefrau Melissa, aber auch seine neue Rolle als Familienoberhaupt. Sohn Jaxon Robert kam Anfang Oktober zur Welt. „Vater zu sein macht so viel Spaß. Das beflügelt mich zusätzlich. Und wir haben Glück: Jaxon schläft super.“

Doch neben Torriecher und Familie gibt’s auch eine ganz praktische Erklärung für MacQueens Lauf. „Ich bin unter Rico Rossi ein besserer Eishockey-Spieler geworden“, erklärt er. „In Crimmitschau habe ich mich nicht sonderlich viel um die Defensivarbeit gekümmert. In Kassel habe ich gelernt, ein kompletterer Spieler zu werden. So kann ich dem Team noch besser helfen.“

Nicht ausgeschlossen, dass auch die DEL ein Thema wird. „Ich bin nach Kassel gekommen, weil ich Teil einer Siegermannschaft sein und weil ich mit Rico arbeiten wollte. Er hat ja schon viele Spieler in die DEL gebracht. Und natürlich träumt jeder davon, mal erstklassig zu spielen.“

Treffer sind da die beste Empfehlung. Rossi sagt: „Wenn Jamie so weitermacht, bringt er es wie in der vergangenen Saison wieder auf 35 Tore.“ MacQueen legt die Latte noch höher: „Ich will mich immer verbessern, also auch mehr Tore schießen. Wenn wir in den Playoffs weit kommen, sind auch 40 drin.“ Vielleicht folgt ja schon heute Abend Treffer Nummer 23.

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Glaskugel
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Jamie ist ein guter Spieler, einer der sich in Kassel weiter entwickeln wird. Und sein statistischer Schnitt ist besser als alle anderen. Und das liegt auch an der guten Reihe.

mister xx
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DEL ? - da haben es andere auch versucht. Und jetzt würde so mancher wahrscheinlich lieber heute als morgen zurück kommen. ;)

IcefighterAntwort
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Letzter Stand! Er spielt.

Kommentare

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