Ausgelassen wie selten und von Fans gefeiert

Huskies-Manager Joe Gibbs: „Wir haben nie gewackelt“

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So strahlt er selten: Huskies-Manager Joe Gibbs (rechts) am Freitag mit dem Meisterpokal der DEL 2 bei der Ehrenrunde mit Trainer Rico Rossi.

Kassel. Die Huskies-Fans auf den Rängen des Heubodens setzten schon am Freitag ein Zeichen: „Joe, danke für deine hervorragende Arbeit und dein Durchhalten. Auf ein weiteres Jahr.“

Zu lesen war das auf zwei Plakaten, die die Fans nach dem Huskies-Triumph in die Höhe hielten. Eine neue, intensive Anerkennung, die Joe Gibbs, dem Manager der Huskies, sichtlich gut tat, und die der Kanadier mit deutschem Pass auch am Wochenende und beim Empfang am Kasseler Rathaus sichtlich genoss.

Selten hat man den Macher so fröhlich gesehen, wenn auch nicht überschäumend. Sogar die Schlittschuhe schnürte der 56-Jährige nach dem finalen Sieg, um bei der Meisterehrung mit auf dem Eis sein zu können und eine Ehrenrunde mit Trainer Rico Rossi und dem Pokal zu drehen.

„Ja, jetzt ist das Wunder wirklich perfekt, zu 100 Prozent“, bilanzierte Gibbs später stolz. „Vor 20 Monaten erst haben wir angefangen in der DEL 2, bei Null damals. Zu Saisonbeginn 2014 hatten wir kein Eis, nicht einmal genug Spieler. Und jetzt sind wir Meister, weil wir alle immer daran geglaubt haben. Wir haben nie gewackelt, auch nicht als Fans unruhig geworden sind in der Hauptrunde.“

Eigenwillig ist er manchmal, klar. Aber immer beharrlich eintretend für seine Sache. Für diese Huskies. „Trainer Rico Rossi ist ein ganz wichtiger Baustein des Fundaments, auch Hugo Boisvert als Co-Trainer. Wir hatten keinen einzigen Stinkstiefel im Team, aber ganz viele unterschiedliche Leader. Manuel Klinge als Kapitän und Markus Keller, natürlich. Auch Jean-Michel Daoust. Aber auch Leute wie Florian Proske, der immer alles gegeben hat um spielen zu dürfen, aber nie gemeckert oder Unruhe gestiftet hat, als er nicht gespielt hat“, erläutert Gibbs.

Hugo Boisvert

Wenn der einstige Oberliga-Mittelstürmer des WSV Braunlaga jetzt preis gibt, dass der Titelgewinn intern immer das Ziel gewesen sei, dann mag das überraschen. Die Initialzündung aber, dass es wirklich etwas werden könnte mit dem Triumph, „das war der Sweep gegen Frankfurt, der das entscheidende Plus im Selbstvertrauen gegeben hat“.

Joseph Gibbs, der vor einem Jahr Manager des Jahres in der DEL 2 war und auch diesmal wieder gute Chancen auf diese Auszeichnung haben dürfte, ist aber auch Realist genug um zu wissen, dass es künftig nichts mehr ist mit der Rolle des Jägers für die Huskies, die nämlich als Meister nun selbst zum Gejagten werden. „Deshalb geht am Dienstag schon die harte Arbeit für eine erfolgreiche nächste Saison los“, sagte der Manager in der Stunde des sensationellen Erfolgs.

Wissend, dass es noch schwerer wird als im Vorjahr, die erfolgreiche Truppe zusammenzuhalten. „Wir geben uns ganz viel Mühe, auch die besten Jungs in Kassel zu halten. Aber Meisterspieler sind überall sehr begehrt“, sagte Gibbs am Montagabend auf der Rathaustreppe. In launigen Worten hatte der Manager dort das Team präsentiert und lächelnd gelernt, was ein Sahnehäubchen auf eine Saison ist. Doch zur selben Zeit waren die Abgänge von Adriano Carciola und Sören Sturm nach Ravensburg sowie Eric Stephan und Jens Meilleur nach Frankfurt bereits durchgesickert. „Wir werden so schnell als möglich die letzten entscheidenden Gespräche mit den Spielern führen“, kündigte Gibbs an.

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