Förderlizenzpartner holt Torhüter zurück

Adler Endras verletzt: Huskies-Torhüter Proske geht zurück nach Mannheim

Florian Proske. Foto: Fischer
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Wechselt nach Mannheim: Florian Proske.

Kassel. Es ist eine Meldung mit Folgen für die Kassel Huskies: Die Adler Mannheim müssen wohl für den Rest der DEL-Saison auf Nationaltorhüter Dennis Endras verzichten.

Der 30-Jährige zog sich einen Adduktoreneinriss zu und fällt acht bis zwölf Wochen aus. Das teilten die Adler mit. Für die Huskies heißt das: Ihr Förderlizenzpartner hat Torhüter Florian Proske (19) nach Mannheim zurückbeordert. Zumindest für den Moment. Ihn haben die Huskies eigentlich als Nummer zwei hinter Markus Keller eingeplant.

„In der DEL endet die Wechselfrist erst am 15. Februar“, erklärt Huskies-Trainer Rico Rossi. Nicht ausgeschlossen also, dass die Adler noch einen weiteren Keeper zusätzlich zu Youri Ziffzer (29) verpflichten, um mit einem erfahrenen Gespann in die Playoffs zu gehen. In diesem Fall könnte Proske nach Kassel zurückkehren. Adler-Manager Teal Fowler jedenfalls äußerte sich gegenüber dem Mannheimer Morgen am Dienstag so: „Wir werden jeden Stein umdrehen und versuchen, den besten Mann zu holen, der auf dem Markt ist.“

Rossi sagt: „Es ist natürlich Pech für uns und die Adler, dass sich Endras ausgerechnet am Sonntagabend verletzt hat.“ Nur wenige Stunden vor dem Ende der Transferzeit in der DEL 2. Zu kurzfristig für die Huskies, um noch reagieren zu können. Trotz allem ist der Kasseler Coach nicht beunruhigt. „Die aktuelle Situation sollte keine großen Nebenwirkungen für uns haben. Wir sind gut vorbereitet.“ Das ist gerade mit Blick auf die anvisierte Qualifikation für die Playoffs von Bedeutung. Das Viertelfinale beginnt am 11. März. Die Huskies wären nach derzeitigem Stand direkt für die Playoffs qualifiziert.

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Das Problem: Ein Torhüter darf in den Playoffs nur dann aufgeboten werden, wenn er mindestens 300 Minuten Einsatzzeit während der DEL2-Hauptrunde gesammelt hat. Proske wäre für die Huskies spielberechtigt. Er hat die geforderten fünf Spiele im blau-weißen Dress bereits absolviert.

Bleiben Jimmy Hertel (24) und Dennis Korff (23), die dank einer Förderlizenz für die Huskies und ihren eigentlichen Verein, Oberligist Hannover Scorpions, spielberechtigt sind. Korff allerdings scheidet als Kandidat für die Playoffs wohl aus, denn er hat noch keine einzige Minute im Kasseler Trikot gespielt. Bleibt Hertel. Er stand 65 Minuten beim Auswärtsspiel der Huskies in Bremerhaven auf dem Eis, 235 Minuten aber fehlen noch.

Im Notfall stünden auch die beiden DNL-2-Torhüter aus der eigenen Kasseler Jugend bereit: Sowohl Felix Michel (17) als auch Lars Bernhofen haben die Huskies lizenziert. „Für den Fall des Falles“, sagt Rossi. Da sie aus dem eigenen Verein stammen, gilt für sie die 300-Minuten-Regel nicht.

Artikel wurde aktualisiert um 19 Uhr.

Gute Gelegenheit, die Personalie Hertel zu klären, bietet sich Rossi und den Huskies schon heute. Denn der Kasseler Tross startet nach Hannover-Langenhagen, wo er in der von Ex-Nationalspieler Lenny Soccio geführten Halle ein Trainingscamp beziehen wird. Wegen eines Gastspiels der Eisrevue Holiday on Ice steht ihnen die heimische Eissporthalle in dieser Woche nicht zur Verfügung.

„Das sollte kein Nachteil sein, sondern kann sogar einen Stimmungsschub geben, wenn die Jungs zusammenrücken“, erklärt Rossi. „Wir trainieren und übernachten bis zum Freitag in Hannover und fahren von dort aus weiter zum Spiel in Bremerhaven.“ Nur das Samstagtraining in Kassel fällt aus, am Sonntag schon steht die Partie in Bietigheim an.

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