Huskies: Saison auch für Verteidiger Reiss beendet

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Danny Reiss

Kassel. Jetzt kommt es wirklich knüppeldick für die Kassel Huskies: Nun hat es auch Danny Reiss erwischt. Der Verteidiger verletzte sich am Dienstagabend im Training schwer am Sprunggelenk – für ihn ist die Saison beendet. Die Diagnose ist dieselbe wie bei Sven Valenti:

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Reiss hat sich das Syndesmoseband, die Verbindung zwischen Waden- und Schienbein, gerissen. Er wird morgen im Kasseler Elisabeth-Krankenhaus operiert. Innerhalb von nur zehn Tagen hat es damit den dritten Leistungsträger im Team des Eishockey-Oberligisten erwischt. Und das ausgerechnet in der entscheidenden Saisonphase der Playoff-Ausscheidung. Nach zwei Niederlagen zum Auftakt gegen Duisburg und Halle müssen die Huskies nun zusätzlich geschwächt am Freitag nach Timmendorf reisen.

Im Spiel gegen Bad Nauheim am 19. Februar mussten bereits Valenti und Stürmer Marek Vorel (Schultereckgelenksprengung) im zweiten Drittel vorzeitig vom Eis. Seltene Verletzung „Danny war richtig gefrustet“, sagt Dr. Hans-Günter Schafdecker, Mannschaftsarzt der Huskies. „Er hat einen Check bekommen, ist unglücklich im Eis hängengeblieben und hat sich das Sprunggelenk verdreht. Es ist auffällig, dass solch eine seltene Verletzung innerhalb von so kurzer Zeit zweimal auftritt.“ Am Training liege jedenfalls es nicht, betont Schafdecker, der nun versuchen will, die Ursache zu finden. Geschockt reagierte Trainer Jamie Bartman zunächst auf die neuerliche Hiobsbotschaft.

„Ich habe gedacht, das darf doch nicht wahr sein“, gesteht er. „Aber ich bin immer noch optimistisch. Es wird natürlich härter, die Playoffs zu erreichen. Aber die neue Situation nimmt den Druck von der Mannschaft“, sagt er. „Wir können nur noch gewinnen. Und wenn wir jetzt in die Playoffs kommen, ist die Leistung umso größer.“ Schon am Dienstagabend hat Bartman mit seiner Mannschaft in Einzelgesprächen die Niederlagen vom Wochenende aufgearbeitet. Stürmer in die Verteidigung Nun muss er das Team erneut umstellen. Details will er noch keine verraten. Nur so viel: Die Huskies werden in Timmendorf mit sechs Verteidigern spielen.

„Ich ziehe einen Stürmer in die Defensive“, sagt Bartman. Immerhin: Jiri Mikesz hat seine Verletzung auskuriert. Auch Dennis Klinge und der ebenfalls wiedergenesene Julian Grund werden mehr Eiszeit bekommen. „Dennis hat mein vollstes Vertrauen. Julian kommt im Training immer besser in Schwung“, sagt der Coach. Neue vertragslose Spieler können die Huskies übrigens nicht mehr verpflichten. Das bestätigte Sportdirektor Daniel Lammel. Er sagt: „Transfers sind in dieser Saison nicht mehr zulässig.“

Er hat sich am Dienstagabend im Training das Syndesmoseband gerissen. Auch für ihn ist die Saison damit beendet. Nach Verteidiger Sven Valenti (ebenfalls Riss des Syndesmosebandes) und Stürmer Marek Vorel (Schultereckgelenksprengung) ist Reiss der dritte Stammspieler, der längerfristig ausfällt.

Einziger Lichtblick: Center Jiri Mikesz kehrt vor dem richtungsweisenden Spiel in der Playoff-Ausscheidung in Timmendorf am Freitag wieder zurück in den Kader. (mis)

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