Zuschauer trugen Huskies auf besondere Art zum Derbysieg

Der Derby-Sieg in Fan-Gesängen: „Die Nummer eins im Land sind wir“

Kassel/Frankfurt. Das triumphale 8:1 der Huskies in Frankfurt mit all seinen Folgen, mit all seiner Bedeutung - in der Eishalle am Ratsweg konnte man das nicht nur sehen, sondern auch hören. Hier die Partie in Fan-Gesängen.

„60 Minuten, ihr habt noch 60 Minuten“

Das Spiel in Frankfurt beginnt. Und die Huskies-Fans weisen schon mal darauf hin, dass für die Löwen bald alles vorbei sein könnte.

„Wir woll’n euch kämpfen seh’n“

Die Löwen-Anhänger machen unmissverständlich klar, was sie von ihrer Mannschaft erwarten. Auf das Rufen der Spielernamen haben sie demonstrativ verzichtet.

„So ’ne Scheiße, ham wir nicht verdient“

Es sind keine vier Minuten gespielt. Es steht 0:2. Frankfurts Anhänger sind restlos bedient.

„Macht sie alle, schießt sie aus der Halle“

Die Kasseler freuen sich auf weitere Tore – und machen die Gastgeber zum Auswärtsteam. Spiegelt sich auch auf dem Eis, wo das 3:0 fällt. Und deshalb:

„Ihr habt bezahlt, ihr könnt jetzt gehen.“

Singen eigentlich eher Heimfans. Heute aber die Huskies in Frankfurt.

„Nur noch sechs. Nur noch sechs.“

Die Frankfurter schalten auf Hohn und Spott für ihr Team. Es steht nach neun Minuten 0:4.

„Außer Liese, dürft ihr alle geh’n!“

Die Gastgeber verkürzen. Durch Liesegang. Den einzigen, für den sie hier noch Sympathie empfinden.

„Ihr macht euch lächerlich.“

Die Huskies kommentieren die Spieldauerstrafe für Clarke Breitkreuz nach 18 Minuten.

„Nur noch vier, nur noch vier.“

Nach kurzer Verschnaufpause passiert auch sportlich wieder was. Die Tore fünf und sechs für die Huskies, deren Anhänger es nun auch zweistellig wollen. Im Frankfurt-Block regiert die Stille.

„Scheiß Verlierer“

Frankfurt rüpelt und foult sich durch das Mitteldrittel. Finden Kassels Fans aus Sorge um die eigene Mannschaft natürlich nicht gut.

„Nur noch drei. Nur noch drei.“

Jetzt wieder Hohn und Frust bei den Löwen. Palausch hat das siebte Tor der Gäste erzielt.

„Euren Urlaub habt ihr euch verdient.“

Etwas Spott für den Gegner. Macht den Nordhessen auch mal Spaß. Ist ja auch bald soweit, denn:

„20 Minuten, ihr habt noch 20 Minuten.“

Die Gäste läuten das Schlussdrittel ein.

„Manu Klinge ist ‘ne Frau“

Die Gäste feiern ihren Kapitän – mit augenzwinkernder Aufnahme des Frankfurter Schmähgesangs.

„Die Nummer eins, die Nummer eins, die Nummer eins im Land sind wir.“

Und nein, das singen eben nicht die Löwen. Das singen dauerhaft die Huskies, während das 8:1 fällt. Durch wen? Manu Klinge.

„Neun, acht, sieben, sechs...“

Frankfurt macht den Countdown. Für das Spiel. Für die Saison.

„Derbysieger, Derbysieger, hey, hey.“

Na wer das wohl jetzt singt?

„Die Nummer eins, die Nummer eins.“

Okay, weiß man jetzt. Kriegen die Huskies jetzt zu hören, bevor sie erst einmal in der Kabine verschwinden.

„Wir woll’n die Mannschaft seh’n“ und „ohne Huskies fahr’n wir nicht nach Haus“

Kassels Anhänger bleiben in Feierstimmung. Und die Mannschaft folgt den Rufen, kehrt noch einmal auf das Eis zurück. Für das, was dann kommt, würde der Platz aber an dieser Stelle hier nicht reichen.

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