Schwere Aufgabe

Huskies siegen in Rosenheim nach Penaltyschießen

Brachte die Huskies in Führung: Lennart Palausch, hier im Spiel gegen die Freiburrger Wölfe. Archivfoto: Schachtschneider

Rosenheim. Er hatte vor der Schwere der Aufgabe gewarnt. Und es trat das ein, was Trainer Rico Rossi prophezeit hatte.

Seine Kassel Huskies liefen im Zweitliga-Spiel bei den so heimstarken Starbulls aus Rosenheim zwischenzeitlich einem Zwei-Tore-Rückstand hinterher, bevor sie am Ende doch als Sieger das Eis verließen: Dank des 4:3 (1:1, 1:2, 1:0/0:0/1:0) nach Penaltyschießen nehmen sie zwei Punkte mit nach Nordhessen.

Der Auftakt war einer im Sinne Rossis. Nach Startschwierigkeiten fand seine Mannschaft Mitte des ersten Drittels nicht nur besser ins Spiel, sie ging auch in Führung. Lennart Palausch war es, der mit dem Rücken zum Tor stehend von Thomas Merl angespielt wurde und aus der Drehung heraus mit der Rückhand zum 1:0 traf (13. Minute). Die Freude aber währte nicht lange. 69 Sekunden vor dem Ende des ersten Spielabschnitts traf Dominik Daxlberger aus kurzer Distanz zum 1:1-Ausgleich.

Doch damit nicht genug. Im zweiten Spielabschnitt übernahmen die Hausherren das Kommando auf dem Eis. Die Folge: Diesmal gingen die Starbulls in Führung. Zweimal rückte dabei die Blaue Linie in den Blickpunkt. Erst traf Tyler McNeely mit einem abgefälschten Schuss von dort (22.). Fünf Minuten später, die Huskies waren in Unterzahl, rechnete alle Welt mit einem Versuch von Max Renner. Doch der Stürmer bewies das Auge für David Vallorani, der die Lücke in der Huskies-Verteidigung fand (27.). Die Antwort auf den 1:3-Rückstand gab Kassels Kapitän Manuel Klinge keine drei Minuten späer – und zwar in Überzahl. Gerade einmal 14 Sekunden waren absolviert, als zunächst Mike Little von der Blauen Linie sein Glück versuchte und dann Klinge den Abpraller im Gewühl vor dem Rosenheimer Tor zum 3:2 verwertete.

Im Schlussdrittel drängten die Huskies dann auf das dritte Tor. Immer wieder aber fanden sie in Starbulls-Schlussmann Timo Herden ihren Meister – bis Rossi schließlich in die Trickkiste des Eishockeys greift. Er nimmt Torhüter Markus Keller zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. 1:27 Minute stehen noch auf der Uhr. Und endlich fällt das dritte Tor: Im Nachsetzen ist Carter Proft erfolgreich. Mit dem 3:3 geht’s erst in die Verlängerung, dann ins Penaltyschießen. Ein Krimi. Erst zählt Manuel Klinges Treffer nicht. Die Huskies protestieren. Die Schiedsrichter entscheiden schließlich auf technisches Tor für Kassel. Und am Ende steht ein Happy-End: Jamie MacQueen verwandelt den entscheidenden Penalty und sichert den Huskies damit zwei Punkte.

SR: Hoppe (Bad Nauheim). Z: 2297. Tore: 0:1 (12:50) Palausch (Merl, Maginot), 1:1 (18:51) Daxlberger (MacLeod), 2:1 (21:31) McNeely (Thalhammer), 3:1 (26:53) Vallorani (Renner - 5:4), 3:2 (30:12) Klinge (Little - 5:4), 3:3 (58:33) Proft (6:5), 3:4 (65:00) MacQueen (Penalty) Strafminuten: Rosenheim 10, Kassel 12 + 10 Keller

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.