Nach Spiel gegen Heilbronn

Huskies spielen für Trainer Rossi zu kompliziert

Schied verletzt aus: Huskies-Verteidiger Marco Müller. Archivfoto:  Schachtschneider

Kassel. Drei Punkte und mit Jeff Frazee einen neuen Rückhalt im Tor - soweit die guten Nachrichten bei den Huskies vom Sonntag. Denn ansonsten gibt es reichlich offene Baustellen.

Vier Tore, drei Punkte und mit Jeff Frazee (sprich: Frasé, nicht Fräsie) einen neuen, (laut-) starken Rückhalt im Tor, „der Kontinuität verheißt“ (so Sven Valenti) – das waren die guten Nachrichten von den Huskies am Sonntagabend. Mehr aber bleibt nicht hängen vom Spiel der Kasseler Eishockey-Truppe gegen Heilbronner Falken, die so wenig Biss und Entschlossenheit zeigten, dass ihr Trainer Igor Pavlov später sogar von Chaos in der Defensive sprach.

Diese Schwächen hatten die zunächst eiskalt auftretenden Schlittenhunde bis zur 18. Minute schon dreimal trefflich ausgenutzt. Doch statt nachzusetzen und etwas fürs Torkonto und die gute Laune der Fans zu tun, ließen sie nur noch einen Überzahltreffer zum 4:0 folgen. Die erste halbe Stunde lang verwalteten die Kasseler den Vorsprung, taten nicht mehr als nötig.

„Einen Schönheitspreis hätten wir nicht bekommen“, bilanzierte Trainer Rico Rossi. „Wirklich gut waren Frazee, unsere Effektivität zu Beginn und endlich das Unterzahlspiel. Mehr nicht.“ Tatsächlich hatten die Falken gegen fahrige Hausherren weitaus mehr Torchancen als nötig. Denn wie schon nach dem 3:5 beim SC Riessersee am Freitag klagte Rossi: „Wir müssen rasch wieder mehr Ordnung und Struktur ins Spiel bekommen.“

Nicht zuletzt im Powerplay. Während sich im Unterzahlspiel das Training der letzten Wochen auszahlt und nun in vier Spielen nur zwei Gegentore kassiert wurden, waren die Huskies mit einem Mann mehr erneut zu harmlos, angesichts der klaren Führung vor allem auch zu unkonzentriert.

„Wir spielen zu kompliziert, wollen immer etwas Besonderes machen, statt es einfach zu halten und viele Schüsse aufs Tor zu bringen“, räumt „Oberzauberer“ Adriano Carciola, der gleichwohl zweimal traf, ein.

Relativ gute Nachrichten gibt es derweil von Marco Müller. Der Verteidiger, der kurz vor Schluss den Schläger von Angreifer Dustin Cameron ins Gesicht bekommen hatte, soll nach ersten Erkenntnissen lediglich eine Jochbeinprellung erlitten haben, aber keine schwerwiegende Augenverletzung.

Von Gerald Schaumburg

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