„Wir warten weiter ab“

Huskies: Kasseler Spieler wollen bleiben und setzen auf baldige Klarheit

Bleibt optimistisch: Huskies-Stürmer Manuel Klinge (29)

Kassel. Wie geht es weiter mit den Kassel Huskies? Während sich die Verantwortlichen weiterhin in Schweigen hüllen, gilt bei den Eishockeyspielern des Zweitliga-Aufsteigers das Prinzip Warten. Warten, was bis zum 24. Mai passiert. Dann endet die Frist zur Abgabe der Lizensierungsunterlagen. Das sagen die Spieler zur Hängepartie.

Stürmer Manuel Klinge (29): Je früher wir Bescheid wissen, umso besser. Aber ich kann mir auch vorstellen, dass es nicht einfach ist, von heute auf morgen eine tragfähige Lösung auf die Beine zu stellen. Ich bin trotzdem optimistisch, dass alles dafür getan wird und neue Rahmenbedingungen geschaffen werden. Dafür haben wir ja lange genug gekämpft.

Dass sich Spieler nun umhören, ist legitim, jeder braucht einen Plan B. Aber es ist meine große Hoffnung, dass wir mit den Huskies in der Zweiten Liga spielen können. Ich habe mir vorerst kein zeitliches Limit gesetzt. Schließlich bin ich selbst drei Jahre mit den Huskies durch die Oberliga gestiefelt, habe an Orten Eishockey gespielt, an denen man es lieber nicht tut – klar ist Kassel meine erste Wahl.

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Verteidiger Sven Valenti (38): Noch bin ich nicht unruhig geworden. Ich denke, dass zeitnah etwas passieren wird. Wir müssen eben warten. Spekulieren bringt nichts, daran beteilige ich mich auch nicht. Ich versuche ganz einfach, positiv eingestellt zu bleiben.

Ich bin mit meiner Familie an Kassel gebunden. Ich würde natürlich gern als Husky in der Zweiten Liga spielen. Und eine längerfristige Lösung wäre gut für das Eishockey in Kassel.

Stürmer Kyle Doyle (33): Kassel ist meine erste Wahl. Wir haben hier viele Freunde, lieben die Stadt und die Fans. Ich hoffe, dass mein Vertrag weiterhin gültig ist, denn das wäre für uns ideal. Meine Tochter Lily ist im Kindergarten, meine Frau Cyndie hat zugestimmt, dass wir erst einmal abwarten, was hier in Kassel passiert. Aber ich bin zuversichtlich, dass die Kasseler Zweitliga-Eishockey sehen werden. Denn Stadt, Fans und wir haben es einfach verdient.

Stürmer Chris Billich (27):  Planen ist derzeit ein komisches Wort. Wir warten ja alle, dass etwas passiert. Nervös bin ich noch nicht. Im vergangenen Jahr hatte ich auch erst Mitte August einen neuen Verein. Aber natürlich hoffe ich für den Verein und die Fans, dass es mit der DEL 2 klappt. Ich würde mich freuen, wenn ich zum Team gehören würde. Bis Ende Mai warte ich deshalb noch ab. Bei anderen Klubs sage ich bis dahin auch nicht zu. Aber klar, einen Plan B muss es geben. Derzeit halte ich mich an den Sommertrainingsplan, den uns Trainer Jürgen Rumrich gegeben hat, und hoffe darauf, dass in unserem Teamchat nicht nur auftaucht: „Es gibt leider nichts Neues.“

Branislav Pohanka:  Ich möchte sehr gern nach Kassel zurückkehren und hoffe, dass das auch klappt. Bis Ende des Monats warte ich weiter ab, bis dahin stelle ich auch Angebote anderer Teams hinten an.

Von Michaela Streuff

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