Klärung mit Insolvenzverwalterin soll Weg ebnen

Huskies: Spielerberater bestätigen Gespräche

Kassel. Die Gerüchte und Spekulationen über die Besetzung des Trainerpostens bei den Kassel Huskies haben für Wirbel in der nordhessischen Eishockey-Fangemeinde gesorgt.

Am späten Montagabend hat Joe Gibbs als Bevollmächtigter der Kasseler Sportstätten KG der Eishallenbesitzer Edith und Simon Kimm schriftlich Stellung bezogen.

Die Trainerfrage

Es gebe mehrere Trainer, die sich bei den Huskies beworben hätten, heißt es in der Erklärung. Der Nauheimer Frank Carnevale sei dabei, aber auch der Kasseler Aufstiegscoach Jürgen Rumrich zähle zu den Kandidaten.

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Gibbs: Auch heute „entspricht diese Aussage aus der vergangenen Woche nach wie vor den Tatsachen“. Richtig sei aber auch, „dass wir bis zum heutigen Tag noch keinen Kontakt zu Jürgen Rumrich aufgenommen haben“.

Die Personalplanung

Am 27. Mai waren zeitnah Gespräche mit den bisherigen Trainern und Spielern angekündigt worden. „Dies ist mitunter auch bereits geschehen.“ Was deutsche Spielerberater bestätigten:

Daniel Lammel (Kassel): „Mit Joe Gibbs hat es einen guten Austausch gegeben im Sinne einer Standortbestimmung - wer will was. Wir sind im Gespräch über Manuel Klinge, Michi Christ, Sven Valenti und Florian Böhm. Viel hängt natürlich davon ab, wer Trainer sein wird.“

Klaus Weber (Bayreuth): „Ich habe den Kasselern Spieler angeboten, auch Victor Öhman, den 22 Jahre alten Sohn von Ex-Husky Roger. Aber ich habe keine Rückmeldung erhalten, und der schwedische Stürmer wird nun wohl nach Dänemark gehen. Tomas Gulda wird wohl von Kassel nach Sonthofen wechseln.“

Klaus Hille (Köln): „Seit 15, 16 Jahren bin ich regelmäßig in Kontakt mit Joe Gibbs. Aber derzeit reden wir nicht konkret über Personalien. Erst gestern hat mich Austin Wycisk gefragt, ob es denn etwas Neues gebe, und ich musste verneinen.“

Günter Oswald (Landshut), Partner von Ex-Husky-Manager Stefan Metz (jetzt Prag): „Wir sind in Kontakt mit Joe Gibbs. Obwohl die Planung bei vielen Vereinen weit fortgeschritten ist, gibt es noch gute Spieler für die zweite Liga.“

Der Knackpunkt

Für die Sportstätten KG sei es befremdlich, dass den Verantwortlichen bei den Planungen der nötige Anstand abgesprochen werde, heißt es in der Erklärung. Das Abwarten sei begründet im Arbeits- und Insolvenzrecht: „Wir sind uns unserer moralischen und sozialen Verpflichtung bewusst. Der Beschäftigung von Mitarbeitern der (insolventen) Kasseler Eissporthalle-Betriebsgesellschaft KEBG stehen wir offen gegenüber. Jedoch nicht zu den bisherigen, mitunter völlig überzogenen Konditionen.“ So seien „Unsummen“ für das Personal ausgegeben worden.

Um endlich offen und transparent handeln zu können, solle „in den nächsten Tagen“ eine Klärung mit KEBG-Insolvenzverwalterin Jutta Rüdlin herbeigeführt werden. Im Fokus stünden die übertragene Sanierung, der Betriebsübergang und der Ausschluss der Verpflichtung für die Sportstätten KG, sämtliche Arbeitsverhältnisse der KEBG unverändert zu übernehmen.

Nur: Präzisere Angaben über Inhalte und Zeiten vermied Joe Gibbs und verwies auf Jutta Rüdlin. Die aber äußert sich seit Tagen nicht. Und so ist weiter nicht zu erfahren, wer – ein Gericht? ein Vermittler? – den Gordischen Knoten löst.

Von Gerald Schaumburg

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