Keeper Markus Keller im Gespräch

Huskies: Stephan bleibt, aber Collins, Zeiler und Tomassoni gehen

Verlässt Kassel: Mike Collins.

Gute und schlechte Nachrichten von den Kassel Huskies: Verteidiger Eric Stephan hat seinen Vertrag für die nächste Saison verlängert. Allerdings gibt es auch einige Abgänge.

Der Party zum Saisonausklang folgt bei den Huskies ein heftiger Kater: Der Kasseler Eishockey-Zweitligist verliert nach seiner grandiosen Premierensaison nicht nur Toptorwart Mika Järvinen (zurück nach Finnland), sondern auch noch vier weitere Leistungsträger. Denn Järvinens kongenialer Partner Jeff Frazee und Bully-Stratege John Zeiler erhalten keine neuen Verträge, Liga-Topscorer Mike Collins und Offensivverteidiger Matt Tomassoni suchen neue Herausforderungen – vermutlich in höheren Ligen. Und: Auch Daniel Kunce sowie Dominik Patocka werden ausgemustert.

Verteidiger Stephan bleibt

Parallel zum Verlust aller fünf starken Ausländer gibt es aber auch eine gute Nachricht: Nach Jens Meilleur (22), Carter Proft (20) und Mathias Müller (22) bleibt mit Eric Stephan (21) ein weiterer junger Spieler mit Perspektive in Kassel. Der Verteidiger unterschrieb für ein weiteres Jahr.

Und gerade die jungen Leute sind es, auf die Manager Joe Gibbs und Trainer Rico Rossi bei der Kaderplanung ihren Fokus zunächst richten. Denn: „Talentierte, gute Spieler des Jahrgangs 1992 und jünger sind heiß begehrt und am ehesten weg vom Markt“, sagt Gibbs mit Blick auf die Vorgaben der Liga, „darum müssen wir da schnell sein. Gute Ü-23-Spieler und Ausländer bekommt man leichter. Auch später noch.“

Wie Gibbs bedauert auch Rossi, „dass wir nicht alle Spieler halten konnten, die wir halten wollten - wie eben Collins und Tomassoni. Aber es gibt manchmal sportliche Herausforderungen für solche Spieler oder Angebote anderer Klubs, mit denen wir auch beim besten Willen nicht mithalten können“, so der Trainer.

Noch nicht geklärt ist derweil u. a. die Zukunft von Co-Trainer Rob Leask, der wegen Rückenbeschwerden am Samstag beim Saisonausklang fehlte. „Robbie möchte bleiben, wir wollen ihn halten, da wird es sicher eine Einigung geben“, erwartet Rossi und betont, dass derzeit Gespräche mit vielen Spielern laufen. Intern wie extern. So gelte Kai Kristian als Wunschkandidat für die zweite Torwart-Position.

Favorit für die Nummer eins ist offenbar Markus Keller (25), Ex-Nauheimer (2009 - 2012). Der Augsburger mit 58 DEL-Einsätzen für die Panther sowie 52 Zweitliga-Spielen für Riessersee und Dresden soll bereits einen Vertrag unterzeichnet haben. Was Gibbs und Rossi aber (noch) nicht bestätigen.

Rossi sondiert derweil den Markt. Am Sonntag sah er Bayreuth gegen Freiburg (3:6), heute folgt das Rückspiel, am Donnerstag die Partie Heilbronn - Kaufbeuren.

Hintergrund: Nur 15 normale Lizenzen pro Spiel

Die Zusammenstellung einer DEL2-Mannschaft ist ein Puzzle. Zur neuen Saison können die Klubs pro Partie 15 Spieler mit regulären Lizenzen einsetzen, vier davon dürfen Ausländer sein. Alle anderen Akteure eines 22-Spieler-Tageskaders, so DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch, müssen nach dem 1. Januar 1992 geboren sein („U 23“), bei Torhütern ist der 1. Januar 1990 der Stichtag (U 25).

Bei eingedeutschten Spielern bzw. Akteuren mit mehreren Staatsangehörigkeiten ist entscheidend, ob sie für die deutsche Nationalmannschaft spielberechtigt sind. Sind sie es nicht, müssen sie in Deutschland zwei Jahre aktiv gewesen sein, um als U-23-Spieler zu gelten. Carter Proft (20) und Jens Meilleur (22) werden daher noch eine Saison als Ü-23-Spieler geführt.

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