Kasseler Torhüter will in Mannheim nächsten Schritt machen

Huskies-Talent Pantkowski wird Jungadler

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Packt seine Eishockey-Ausrüstung für die Jungadler: der Kasseler Mirko Pantkowski.

Kassel. Er packt die Koffer. Denn Mirko Pantkowski, das große Kasseler Torhüter-Talent, ist auf dem Sprung. Er zieht um.

Die Trikots der Eishockey-Jugend Kassel (EJK) und der Kassel Huskies, das Kinderzimmer im heimischen Elternhaus, ganz in der Nähe der Eissporthalle gelegen, tauscht er gegen den Dress der Jungadler Mannheim und ein Einzelzimmer im Internat der Eishockey-Talentschmiede des DEL-Teams Adler Mannheim. „Es ist Zeit, den nächsten Schritt zu gehen“, sagt der junge Schlussmann.

Im März debütierte er als damals 15-Jähriger in der Oberliga beim 17:4 gegen Rostock. Mehrmals saß der U-16-Nationaltorhüter auf der Huskies-Bank, im Jugend-Team der EJK war er Stammspieler.

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Nun ist Pantkowski 16 Jahre alt, hat die Mittlere Reife auf der Luisenschule erworben und blickt zuversichtlich auf das, was vor ihm liegt. In Mannheim erwartet den Kasseler ein straffer Zeitplan. Zweimal pro Woche steht noch vor der Schule Frühtraining auf dem Programm, dann Unterricht, abends wieder Training. Mit den Jungadlern tritt er zukünftig in der Deutschen Nachwuchsliga (DNL) gegen die Teams aus Düsseldorf, Köln, Berlin, Hamburg und Krefeld an, Spieltage sind samstags und sonntags. Trainiert wird in einer eigenen Eishalle neben der großen SAP-Arena. „Toll ist, dass wir mit einem eigenen Torwart-Trainer arbeiten. Ich hatte und habe von der EJK super Unterstützung, aber diese Möglichkeit gab es nicht“, erklärt der 16-Jährige, der zunächst als Feldspieler begonnen hatte, dann aber seine Liebe entdeckte, Pucks zu parieren.

Deutsche Nummer eins 

Dabei ist er geblieben. Zu Deutschlands Besten gehört er schon länger, machte mit starken Leistungen im Hessenpokal bei Länderturnieren auf sich aufmerksam. Schon vor zwei Jahren meldeten sich die ersten Trainer von Nachwuchszentren aus der gesamten Republik bei den Eltern Marta und Adam. Mirkos großer Bruder Jan, der selbst mit kurzer Unterbrechung in den vergangenen zwei Jahren für die Huskies in der Oberliga spielte, war bereits mit 13 Jahren ins Internat der Eisbären Berlin gewechselt. Und durch die Anrufe wurde den Eltern klar, dass auch der jüngere Sohn großes Talent hat. „Das war überraschend und schon ein wenig schmeichelhaft. Das hatten wir in dem Rahmen nicht erwartet“, erinnert sich Mutter Marta Pantkowski. Richtig ernst wurde es im vergangenen Sommer. „Da haben wir uns konkret Gedanken gemacht, was für Mirko die beste Lösung ist.“ In Salzburg absolvierte er ein Probetraining. „Die locken mit super Bedingungen, neuesten Trainingsmethoden“, sagt der 16-Jährige. Doch letztendlich entschied er sich für das Internat der Jungadler.

Hier will er sich weiterentwickeln, in zwei Jahren das Fachabitur machen. Ein Leben als Eishockey-Profi, das könnte er sich vorstellen. „Ich habe noch einen langen Weg vor mir. Ab der U18 und der WM im Seniorenbereich geht’s erst richtig los. Erst einmal muss ich jetzt eine Entwicklung zeigen “, sagt Pantkowski, für den in den nächsten Wochen ein Lehrgang mit der Deutschen U17, ein Länderturnier, ein Turnier mit den Jungadlern in Schweden und schließlich der Saisonstart in der DNL Ende August anstehen.

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