19.30 Uhr, Eissporthalle

Huskies um Toni Ritter empfangen heute Frankfurt: Fokussiert ins Derby

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Fiebert Frankfurt entgegen: Toni Ritter

Kassel. Seine Sportart ist rasant - das, was er als Ausgleich dazu macht, eher bedächtig: „Ich interessiere mich für Mode, gehe gern shoppen“, erklärt Toni Ritter.

Wenn der 26-Jährige gerade mal nicht einen Eishockey-Helm auf dem Kopf trägt, setzt er mal auf Mütze, mal auch auf Hut. Bedächtig aber wird es für den Stürmer und die Huskies heute nicht werden. Ganz im Gegenteil. Denn nach zwei Wochen Spielpause steht gleich eine Begegnung an, die Vollgas-Eishockey verspricht: Zu Gast ab 19.30 Uhr sind die Löwen Frankfurt.

An die Südhessen hat der Angreifer gute Erinnerungen. Summergame, Puckjagd vor 30.000 Zuschauern im Frankfurter Fußballstadion. Im ersten Spiel der DEL2-Saison, bei seinem ersten Einsatz im blau-weißen Kasseler Dress glich er zum zwischenzeitlichen 3:3 aus, jubelte mit beim 5:4 nach Verlängerung. „Das Spiel war eine Besonderheit, das Tor ein besonderer Moment. Ich habe in Überzahl getroffen, nach einem Spielzug, den wir trainiert hatten“, blickt der gebürtige Lausitzer aus Weißwasser zurück. Dass ihm danach nur noch ein weiterer Treffer in seinen bislang 14 Spielen gelang, sieht er selbstkritisch: „Da geht sicherlich noch mehr. Da stelle ich mir noch ein wenig mehr vor.“

Immerhin: Zehn Treffer bereitete er für seine Sturmpartner Braden Pimm und Jack Downing vor. Auch im Powerplay ist Ritter gesetzt, gehört mit Pimm, Downing, Manuel Klinge und Alex Heinrich zur Topformation der Huskies. Vielleicht folgt ja heute Abend Tor Nummer drei: „Ich würde mich natürlich freuen“, sagt Ritter. „Aber letztlich ist es egal, wer trifft. Hauptsache, die Mannschaft hat Erfolg.“

Die Huskies sind das zwölfte Team, für das er in seiner Laufbahn aufs Eis geht. Begonnen hat alles in Weißwasser. „Eishockey zu spielen, liegt bei uns auf der Hand“, sagt er. Papa Rico Ritter nahm den Sohn häufig mit in die Eishalle, meldete ihn dann beim Nachwuchs an. 2006 wechselte Ritter zu den Jungadlern nach Mannheim und den Heilbronner Falken, verbrachte danach zwei Jahre in kanadischen Juniorenligen. Erfahrungen, die ihn haben reifen lassen. „Ich war auf mich selbst gestellt. Mitgenommen habe ich das Gefühl der Bodenständigkeit“, erinnert er sich.

Nach 250 DEL-Spielen für Mannheim, Krefeld, Iserlohn, München und zuletzt Schwenningen entschied sich Ritter im Sommer für einen Wechsel zum Zweitliga-Meister. „Ich habe nicht mehr so viel gespielt und wollte einen neuen Schritt wagen, mehr Verantwortung übernehmen.“ Zuletzt ist der Mann mit den mitterweile recht langen schwarzen Haaren immer besser in Schwung gekommen.

Gut möglich, dass er sich bald davon trennt. Der Friseurbesuch war jedenfalls schon mehrmals angedacht. Bis es so weit aber ist, versteckt er die Haarpracht vorzugsweise unter dicken Mützen. Die Liebe zur Mode, sie haben ihm auch die Eltern in die Wiege gelegt. Rico und Sybille Ritter haben in Weißwasser unlängst das Textilgeschäft der Großeltern übernommen. „Praktisch für mich“, sagt Ritter und lacht. „Auch wenn ich derzeit nicht so oft zu Hause bin.“

Eine Mütze, um nach dem Duschen die nassen Haare zu schützen, braucht er heute Abend erst wieder nach dem Spiel. Warm anziehen sollten sich hingegen die Frankfurter: Denn nicht nur Ritter sagt: „Wir sind heiß aufs Derby.“

Position: Sturm

Rückennummer: 17

Bisherige Vereine:  Heilbronn (2. Liga), Mannheim (DEL), Krefeld (DEL), Iserlohn (DEL), München (DEL), Schwenningen (DEL); Jugendteams: Weißwasser, Jungadler Mannheim

In Kanada: Jugendteams in Montreal, Shawinigan, Drummondville

Familienstand: ledig

Hobby: Shoppen

Leibgericht: Kasseler Schmandschnitzel

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