Kader fast komplett

Huskies-Trainer Rico Rossi zieht positives Zwischenfazit der Vorbereitung

Kassel. 1400 Kilometer Fahrt, drei Spiele in drei Tagen, zwei davon auf ungewohnter Eisfläche im NHL-Format: Es war ein Wochenende, das es für die Kassel Huskies in sich hatte.

Auch wenn der Zweitliga-Meister beim Napoleon Cup im französischen Amiens drei Niederlagen gegen Eishockey-Teams aus Nottingham/England, Quebec/Kanada und Amiens/Frankreich kassierte, sagt Huskies-Trainer Rico Rossi: „Wir haben viel von diesen Teams gelernt.“

Internationales Turnier

„Wir haben erst am Freitag nach dem Aufwärmen erfahren, dass wir auf einem kleinen Feld in NHL-Größe spielen. Das ist eine ganz andere Welt. Da hast du dreimal so viel Körperkontakt wie auf der größeren Eisfläche“, erklärt Rossi. Für den Großteil der Kasseler war das neues Terrain, hinzu gesellte sich die Tatsache, dass die Teams aus Nottingham und Quebec auf dieser Eisfläche zu Hause sind und als physisch starke Mannschaften die Huskies doppelt forderten. „Es hat mir gut gefallen, mit welcher Courage unsere Spieler aufs Eis gegangen sind. Sie haben keine Angst gezeigt“, sagt Rossi zufrieden. Und: Alle Kasseler haben das Turnier unverletzt überstanden.

Die Torhüter

Zweimal stand Markus Keller, einmal Mirko Pantkowski in Amiens zwischen den Pfosten. Auch wenn der gebürtige Kasseler Pantkowski gegen das Uni-Team aus Quebec fünf Treffer kassierte, war Rossi angetan vom Auftritt des 18-jährigen Förderlizenzlers aus Mannheim. „Er hat für sein Alter eine unglaubliche Ruhe ausgestrahlt. An den Gegentreffern trifft ihn keine Schuld.“ Das Torhüter-Trio komplettiert Felix Michel aus der Eishockey-Jugend Kassel.

Die Verteidigung

Fünf Verteidiger stehen in Kassel unter Vertrag. Kevin Maginot stößt mit einer Förderlizenz der Adler hinzu. Florian Kraus (Hannover Indians) hilft derzeit aus. Bislang einziger Neuzugang ist Corey Mapes. „Er muss noch lernen, weniger offensiv zu agieren. Manche Spieler, die aus der DEL kommen, glauben, sie müssen etwas beweisen.“ Gesucht wird noch ein ausländischer Verteidiger. „Wir sind in Verhandlungen und hoffen auf Vollzug in den nächsten Tagen“, erklärt Rossi. Die vierte Kontingentstelle bleibt zunächst unbesetzt.

Der Angriff

Elf Angreifer gehören fest zum Kader, dazu kommen mit Alex Lambacher und Carter Proft zwei weitere Förderlizenzler aus Mannheim. Stephan Seeger hat seine Schnuppereinheiten auf deutschem Eis beendet und ist in die kanadische Heimat zurückgekehrt. Lukas Valasek (Hannover Indians) hilft ebenso wie Kraus aus. Weitere Verpflichtungen seien im Angriff vorerst nicht geplant, erklärt Rossi.

Im Fokus stehen auch im Sturm derzeit die Neuzugänge. „Phil Hungerecker ist ein junger Kerl mit einem klasse Spielverständnis“, sagt Rossi. Der US-Amerikaner Jack Downing, der neben dem Kanadier Braden Pimm die zweite Kontingentstelle besetzt, lässt ebenso wie Feodor Boiarchinov keine Zweifel an seinem Torriecher aufkommen. „Andre Gerartz hatte zwar Probleme auf der kleinen Eisfläche. Aber im Spiel auf´ vertrauten Terrain hat er sich Torchancen erarbeitet und Alleingänge gezeigt. Für ihn ist das DEL-2-Niveau etwas Neues.“ Große Hoffnungen ruhen auf Philipp Schlager und Toni Ritter. „Ritter ist sehr groß, ein starker Skater, Schlager ein Typ wie Jean-Michel Daoust. Die beiden haben gezeigt, wie wichtig sie für uns werden können. Sie ersetzen Daoust“, sagt Rossi.

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