Eishockey-Zweitligist kassiert die bislang höchste Saisonniederlage

2:8 gegen Ravensburg – Huskies völlig von der Rolle

Kann es nicht fassen: Jamie MacQueen, hier im Spiel gegen Bietigheim, kam mit den Kassel Huskies in Ravensburg mit 2:8 unter die Räder. Foto:  Schachtschneider/nh

Ravensburg. War das ein bitterer Abend für die Kassel Huskies: Beim 2:8 (2:4, 0:3, 0:1) in Ravensburg präsentierte sich der Eishockey-Zweitligist völlig von der Rolle und kassierte die bislang höchste Saisonniederlage.

Auch der erste Treffer von Neuzugang Justin Kirsch konnte da nicht über die heftige Pleite hinwegtrösten.

Bereits der Start in die Partie verlief denkbar schlecht. Eine gute Minute war gespielt, da führten die Gastgeber bereits mit 1:0. Und zwar kurz nach der ersten Chance der Huskies durch Carter Proft war es Matthieu Tousignant, der für die Towerstars traf – auf Vorlage des Ex-Kasselers Fabio Carciola. Diese Führung läutete eine unheimlich dominante Phase der Ravensburger ein, die noch mit zwei weiteren Treffern in der Anfangsphase gekrönt wurde. In der achten Minute bekamen die Huskies den Puck nicht aus der Verteidigung, und Stephan Vogt erhöhte aus spitzem Winkel auf 2:0. Bitter dann das 0:3: In Überzahl verlor Taylor Carnevale den Puck an der blauen Linie, Tousignant spurtete dazwischen und bediente Brandon MacLean, der in der 9. Minute traf.

Hinweis:

Am Sonntag um 17 Uhr spielen die Huskies gegen Kaufbeuren. Wir übertragen die Partie live und in voller Länge bei Radio HNA, außerdem gibt es einen Ticker.

Und die Huskies? Die erholten sich langsam von diesem katastrophalen Start. Neuzugang Justin Kirsch sorgte für den Auftakt-Jubel beim Kasseler Anhang, denn er verwertete einen Abpraller von Manuel Klinge zum 1:3 in Überzahl (13.) – sein erster Treffer für die Huskies. Und obwohl die Nordhessen in doppelter Unterzahl noch das 1:4 durch Stephan Vogt hinnehmen mussten (15.) – erneut war Carciola an der Vorarbeit beteiligt – keimte am Ende eines offensiven und intensiven Drittels Hoffnung auf, als Jamie MacQueen abermals in Überzahl auf 2:4 verkürzte.

Aber der Eindruck täuschte. Und zwar komplett. Ravensburg übernahm wieder das Kommando, hatte drei richtig gute Chancen, darunter einen Pfostenschuss. Die Huskies hingegen schlossen oft schon vor der blauen Linie ab und entwickelten kaum Torgefahr. Trotzdem hatte Jamie MacQueen nach einer halben Stunde die große Möglichkeit zum 3:4, doch er vergab. Stattdessen holte Sören Sturm im Gegenzug Brandon MacLean von den Beinen, der den fälligen Penalty Markus Keller zum 5:2 durch die Schoner schob. Brian Roloff (14.) und Kilian Keller (17.) sorgten mit ihren Treffern für endgültige Ernüchterung.

Auch das Schlussdrittel hatte für die Huskies-Fans keine Besserung parat. Ganz im Gegenteil: Wieder wurden die Gäste richtig kalt erwischt, als Brian Roloff bereits nach 14 Sekunden auf 8:2 erhöht. Und irgendwann waren die Huskies dann auch erlöst.

Statistik

Schiedsrichter: Paule (Rosenheim).

Zuschauer: 2721

Tore: 1:0 (1:05) Tousignant (Carciola, Slavetinsky), 2:0 (7:05) Vogt (Brandl, de Paly), 3:0 (8:22) MacLean (Tousignant - 4:5), 3:1 (12:56) Kirsch (Little - 5:4), 4:1 (14:51) Vogt (Slavetinsky, Carciola - 5:3), 4:2 (19:23) MacQueen (Little - 5:4), 5:2 (30:05) Mac Lean (Penalty), 6:2 (33:20) Roloff (Schmidt, Smith), 7:2 (36:15) Keller (MacLean, Slavetinsky), 8:2 (40:18) Roloff (Smith)

Strafminuten: Ravensburg 10, Kassel 4

Von Thorsten Kern

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