Huskies wollen mentale Blockade schon heute lösen

Huskies-Coach Rico Rossi: „Wir haben ein Problem“

Zerknirscht: Die Derbypleite gegen Bad Nauheim hat Huskies-Trainer Rico Rossi sichtlich zugesetzt. Foto:  Schachtschneider

In solch einer Stimmungslage war Rico Rossi nach einem Spiel seiner Huskies noch nie. Nach dem 1:3 gegen Bad Nauheim wirkte der Trainer enttäuscht, niedergeschlagen und wütend.

Und – erstmals mischte sich auch eine Spur von Ratlosigkeit in Rossis Fazit. „Wir haben ein Startproblem, eine mentale Blockade“, sagte Rossi. Und sinniert über die rasche Lösung, denn schon am heutigen Mittwoch um 19.30 Uhr im Gastspiel bei den Wölfen in Freiburg „erwartet uns nichts anderes“ – ein Gegner, der sich hinten reinstellt und auf Konter lauert.

So, wie es die Roten aus der Kurstadt am Montag teuflisch gut praktiziert hatten. Ihre beiden ersten Torschüsse von Dustin Cameron (4.) und Dusan Frosch (7.) nach Kasseler Puckverlusten waren Volltreffer. Nach diesem 2:0 stellten sich die Nauheimer vollends hinten rein, vertrauten ihrem großartigen Torwart Miko Rämö und verrammelten ihren Kasten mit Mann und Maus. „Wir haben die Huskies kommen lassen und unsere beste Defensivleistung dieser Saison gezeigt“, freute sich Trainer Petri Kujala.

Am Bollwerk seiner Nauheimer bissen sich die Kasseler die Zähne aus, Thomas Merl und Jamie MacQueen holten sich zudem blutige Nasen. „Es war klar, dass es irgendwann einmal nicht mehr klappen würde mit unseren Aufholjagden“, bilanzierte Rossi, „und diesmal haben wir die Wende eben nicht geschafft. Das ist schade, aber kein Beinbruch nach den Siegen der letzten Wochen.“

Chancen zur erneuten Wende hatten die Kasseler Aufholjäger nämlich genügend angesichts von 16:6 Torschüssen allein im zweiten Drittel. In dieser Phase agierten die Hausherren endlich druckvoll, kamen mit einem Mann mehr durch Sven Valentis Schlagschuss zum 1:2 (23.). Als in der 50. Minute der zuvor gefoulte MacQueen aber einen Penaltyschuss auf die Polster Rämös setzte, war die klarste Möglichkeit zum Ausgleich vertan.

Chancen, denen auch Kapitän Manuel Klinge später nachtrauerte: „Das ewige Anrennen kostet viel Kraft, die wir uns in der aktuellen Terminhatz bei einer Führung besser einteilen könnten.“ Ein Anrennen, das in den vergangenen erfolgreichen Wochen die Fans begeistert hatte, diesmal aber Aktive wie Besucher eher lähmte. Derbystimmung kam so kaum auf.

„Es gibt Tage, an denen es einfach nicht läuft“, räumte Markus Keller ein. Bei den Gegentoren - beide einmal mehr aus der Halbdistanz - sah der Zerberus als letzte Instanz unglücklich aus, „aber beide Schüsse waren sehr präzise“. Danach bekam er nur noch wenig zu tun. Weil seine Vorderleute zwar ungewohnt große Formschwankungen im Team offenbarten, die meisten aber sich deutlich steigerten. Mike Little und Kevin Maginot, Jamie MacQueen und Jean-Michael Daoust waren die Besten bei einer Derbypleite, der in Freiburg heute eine Trotzreaktion folgen soll.

„Kopf hoch und weitermachen“, sagte Routinier Sven Valenti. „Und endlich mal wieder selbst in Führung gehen.“

Hessenderby: Huskies gegen Bad Nauheim

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