Huskies wollen Revanche

„So viel Pech in einem Spiel werden wir ja wohl nicht noch einmal haben“

Kassel. Trotzig, vor allem aber fest entschlossen, am Sonntag um 17 Uhr in Landshut die Viertelfinal-Serie wieder auszugleichen, sind die Eishockey-Cracks der Kassel Huskies am Samstag in den Bus nach Bayern gestiegen.

„So viel Pech in einem Spiel werden wir ja wohl nicht noch einmal haben“, erklärte Sven Valenti. „Wenn wir unsere wenigen Fehler noch weiter dezimieren und auch nicht wieder ins eigene Tor treffen, dann haben wir im zweiten Duell große Chancen, mit unserem ersten Sieg zum 1:1 auszugleichen und den Heimvorteil zurückzuholen.“

Der nämlich ist am Freitag beim bitteren 2:3 (1:1, 1:0, 0:1 / 0:1) flöten gegangen. Weil Aufwand und Ertrag für die Kasseler in ganz schlechter Relation standen und so, wie es Alex Heinrich beschreibt, „die bessere Mannschaft verloren hat“. Tatsächlich dominierten die Huskies über weite Strecken, spielten Chance um Chance heraus, scheiterten aber allzu oft am überragenden Torwart Tyler Weiman. Nur Mike Collins nach zauberhaftem Schnellangriff und Doppelpass mit Daniel Schmölz (16.) sowie Heinrich nach Collins` famosem Sprint per Direktschuss (25.) in Unterzahl (!) überwanden den Zerberus.

Das Spiel am Sonntag in Landshut übertragen wir live im Radio. Den Artikel mit dem Radio-Player finden Sie dann auf unserer Startseite.

„Wir hatten genügend Chancen, das Spiel frühzeitig mit einem Tor zum 3:1 zu entscheiden“, bilanzierte Heinrich, der selbst 57 Sekunden vor Schluss am Innenpfosten gescheitert war und später eine Binsenweisheit bemühte: „Erst hatten wir kein Glück, dann auch noch Pech.“

Und ein wenig Unvermögen auch. Denn beim Stand von 2:2 nach 60 Minuten, als die Kasseler auch bei den beiden Gegentoren ganz unglücklich agiert hatten, war Trainer Rico Rossi von 18 Minuten Pause ausgegangen. Denn alle Drittelpausen dauern eben diese 18 Minuten. Geht es aber in die Verlängerung, dann sind es nur 15 Minuten. „Das hatte ich nicht auf der Rechnung“, gestand Rossi ein, „es war mein Fehler.“ Und der wurde teuer bestraft – mit einer Zweiminutenstrafe für sein Team, das also in Unterzahl ins Nachsitzen startete.

Playoff-Auftakt: Huskies empfangen Landshut

Die Landshuter, bis dahin in Überzahl absolut harmlos, nahmen dieses Geschenk dankend an. Patrick Jarrett bugsierte die Scheibe vor Mika Järvinens Kasten, und von Sven Valentis Schläger prallte das Runde ganz unglücklich ins Eckige. Bitterer kann man ein Spiel kaum verlieren. „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“, gab EVL-Trainer Toni Krinner prompt gut gelaunt zum Besten. Sven Valenti indes bilanzierte: „Diese Aktion passte zu diesem verkorksten Abend.“

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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