Zweite Plätze für Rossi, Tomassoni und Collins

Vor dem Playoff-Start: Gibbs Manager des Jahres in der DEL2

Manager des Jahres: Joe Gibbs.

Kassel. Wenige Tage nach der Wahl von Torwart Mika Järvinen zum Spieler des Jahres gibt es bei den Kassel Huskies erneut Grund zur Freude.

Die Starbulls Rosenheim und der SC Riessersee kämpfen heute in den finalen Duellen der Preplayoffs gegen Weißwasser und Dresden um die letzten beiden Startplätze im Viertelfinale der 2. Deutschen Eishockey-Liga. Bei den Huskies indes läuft in aller Ruhe und voller Konzentration die Vorbereitung auf den Viertelfinal-Auftakt am Freitag um 19.30 Uhr mit einem Heimspiel gegen den EV Landshut.

Fünf Trümpfe - mindestens - werden es sein, die für die Nordhessen in dieser Runde auf vier Siege stechen sollen. Denn bei den Wahlen der Spieler des Jahres, die das Fachblatt Eishockey-News organisierte, heute in einem Playoff-Sonderheft veröffentlicht und die der HNA vorab vorliegen, stellt der furios auftrumpfende Aufsteiger die Sieger in drei Klassen und belegt drei zweite Plätze (siehe Ergebnisse links).

Mika Järvinen wurde nach der Hauptrunde nicht nur zum Spieler des Jahres gewählt, sondern - logischerweise - auch noch zum besten Torwart. Joe Gibbs gilt als bester Manager der Liga. Rico Rossi ist die Nummer zwei bei den Trainern, Matt Tomassoni bei den Offensivverteidigern. Und Mike Collins, Topscorer der Liga, wurde zum zweitbesten Stürmer gewählt.

Aktualisiert um 18.45 Uhr.

„Es ist großartig und eine tolle Bestätigung unserer Arbeit, wenn nicht nur die Fans, sondern auch die eher neutralen Trainer und Sportlichen Leiter der Klubs sowie Journalisten zu würdigen wissen, was wir hier in so kurzer Zeit aufgebaut haben“, erklärte Manager Gibbs hocherfreut. Und: „Aus meiner Sicht hätten auch Rico Rossi bei den Trainern und Daniel Schmölz bei den Neulingen den ersten Platz verdient gehabt.“

Einen Nachteil aber hat das hohe Ansehen der Huskies- Protagonisten auch: „Es wird nicht leichter, sondern teurer, unsere besten Leute über diese Saison hinaus in Kassel zu halten“, weiß Gibbs. Bei DEL-Klubs im Fokus stehen offenbar Collins und Järvinen, für den aber auch eine Rückkehr nach Finnland eine attraktive Option sein soll. Gleichwohl, so der Manager, seien die vergangenen ruhigeren Tage für erfolgversprechende Vertragsgespräche genutzt worden. Gibbs: „Vielleicht können wir noch vor dem Freitagspiel erste Abschlüsse vermelden.“

Für die erste Partie gegen Landshut sind bereits gut 3000 Karten abgesetzt worden, der Vorverkauf lasse einen stimmungsvollen Playoff-Start erhoffen, erklärte Gibbs.

Die Mannschaft indes hat drei Tage lang in Mannheim konzentriert trainiert, nach zwei freien Tagen geht es heute auf heimischem Terrain mit der gezielten Vorbereitung weiter. Dann wird auch Adriano Carciola wieder dabei sein: Der mit 23 Toren und 37 Vorlagen zweitbeste Stürmer hat einen Haarriss in einem Fuß auskuriert.

Einzelheiten zur Wahl

Torhüter: Järvinen top, Frazee Fünfter

Mit 261 Stimmen der Fachjury von 20 Trainern, Sportlichen Leitern und Journalisten gewann Mika Järvinen (26) neben der Auszeichnung zum Spieler des Jahres auch diese Wahl des Fachblatts Eishockey-News. Sein Partner Jeff Frazee (168) kam auf Rang fünf. Die weitere Reihenfolge: 2. Ore (Frankfurt) 240, 3. Martinovic (Bietigheim) 227, 4. Nie (Crimmitschau)172, 5. Jeff Frazee (Kassel) 168, 6. Vajs (Kaufbeuren) 156, 7. Herden (Rosenheim) 155, 8. Boutin (Weißwasser) 150.

Verteidiger: Edwards vor Tomassoni

Im Vorjahr Kaufbeuren, nun Ravensburg, zukünftig wohl Straubing in der DEL: Maury Edwards gilt als offensiv stärkster Verteidiger, obwohl er mit 15 Toren und 36 Vorlagen in der Statistik hinter Dominic Auger (Bietigheim / 16 + 37) steht. Auf Rang zwei der Wahl: Husky Matt Tomassoni (11 + 31), der 25-jährige Amerikaner. Die Rangliste: 1. Edwards (Ravensburg) 238 Stimmen, 2. Tomassoni (Kassel) 230, 3. Ringwald (Nauheim) 226, 4. Dronia (Bremerhaven) 206, 5. Auger (Bietigheim) 199, 6. P. Macholda (Dresden) 170, 7. Paris (Nauheim) 111, 8. Kunes (Rosenheim) 109.

Stürmer: Wrigley vor Collins

In nur 43 Spielen hat David Wrigley 32 Tore erzielt und 46 vorbereitet. Der 35-jährige Bietigheimer ist damit effizienter als Mike Collins mit 27 + 54 in 51 Spielen und gewann so die Wahl vor dem Kasseler Goldhelm mit nur vier Stimmen Vorsprung. Die Rangliste: 1. Wrigley (Bietigheim) 232, 2. Collins (Kassel) 228, 3. Jarrett (Landshut) 220, 4. Smith (Ravensburg) 208, 5. Johansson (Weißwasser) 205, 6. McKnight (Bietigheim) 205, 7. Mazzolini (Frankfurt) 148, 8. Roloff (Ravensburg (145).

Neulinge: Herden top mit 72 Prozent

Mit 72 Prozent der Stimmen ist Rosenheims Torwarttalent Timo Herden (20) der beste Neuling („Rookie“). Merkwürdig: Trotz 20 Toren und 19 Vorlagen in 36 Spielen taucht Husky Daniel Schmölz (23) nicht auf. Die Rangliste: 1. Herden (Rosenheim) 72 %, 2. Wissmann (Dresden) 10 %, 3. Kurz (Ravensburg) und Zuravlev (Bremerhaven) je 9 %.

Trainer: Nur Gaudet vor Husky Rossi

Nur 15 von 52 Spielen hat Bietigheim verloren, mit 15 Punkten Vorsprung die Hauptrunde souverän dominiert. Prompt wurde Kevin Gaudet (50) zum dritten Mal als bester Trainer der DEL2 gewählt. Mit 55 Prozent der Stimmen liegt er klar vordem Kasseler Rico Rossi (16), der das Überraschungsteam der Huskies auf Anhieb auf Rang drei führte. Dahinter: 3. Stewart (Bremerhaven) 10 %, 4. Kehler (Frankfurt) 8 %, 5. Lee (Crimmitschau) 6 %, 6. Steer (Rosenheim) 5 %.

Manager: 80 Prozent für Husky Gibbs

„Im Frühsommer 2014 standen wir vor dem Nichts, es war im Loch eines Donuts“ – so hat Joe Gibbs (54) die Ausgangslage bei den Huskies beschrieben. Jetzt sind die Kasseler als Dritter ins Viertelfinale eingezogen und haben sportlich sogar das Aufsteigerduell gegen die finanziell sicher potenteren Löwen Frankfurt gewonnen. Die Folge: Der deutsch-kanadische Huskies-Macher gewann die Wahl zum Manager des Jahres mit 80 Prozent der Stimmen vor dem Frankfurter Kollegen Rich Chernomaz, der die restlichen 20 Prozent der Journalistenstimmen erhielt.

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