Kassels Nachwuchs-Eishockeyteams der EJK stecken in der letzten Phase der Saison-Vorbereitung

Jetzt kann es für die Talente losgehen

Erinmerungsfoto: Die Eishockey-Spieler der EJK nach dem Kaskadenlauf im Bergpark. Foto: nh

Kassel. „Milan, ich habe Durst. Kann ich etwas zu trinken bekommen?“, fragend sieht der sechsjährige Jason Milan Mokros an. Der Chefcoach der Eishockeyjugend Kassel (EJK) lächelt und reicht dem U 8-Spieler eine Apfelschorle. „Danke“, ruft Jason. „Mama bezahlt später.“

Mokros und sein Team stecken mitten in der Saisonvorbereitung: Am Samstag beginnt die neue Spielzeit mit einem Heimspiel der DNL2-Mannschaft. 70 Heim-, 81 Auswärtsspiele und 18 Turniere gilt es in diesem Jahr, für die EJK zu stemmen. Von den U 8-Bambini bis zu den Senioren gehen acht Mannschaften an den Start.

6000 ehrenamtliche Stunden Arbeit haben die Verantwortlichen im vergangenen Jahr gestemmt, der Erfolg konnte sich mit etlichen Podest-Platzierungen und der Playoff-Teilnahme der Jugend sehen lassen. Weniger Stunden Arbeit werden es auch in diesem Jahr nicht sein. „Aber es macht nach wie vor Spaß“, sagt EJK-Vorsitzender Franz X. Spachtholz, der stolz ist auf die Leistung der Kinder und Jugendlichen und die Einsatzbereitschaft des Stabs. Das Team hat sich gefunden, finanziell sei man in „vernünftigem Fahrwasser“, lebe die Vereinswerte wie Vertrauen, Teamgeist, Respekt und Verlässlichkeit auch dem Kooperationspartner und Huskies-Gesellschafter „Kassel Sport & Entertainement GmbH (KSE)“ gegenüber.

Milan Mokros steht seit dem 17. August wieder auf dem Eis, um die Mannschaften auf die neue Saison vorzubereiten. Mit der Jugend gilt es, wieder in die Playoffs zu kommen und um die Meisterschaft in der DNL2 mitzuspielen. Bei den Schülern müsse sich erst zeigen, wie sich das neue Team in der Bundesliga behaupten könne. „Mit Paul Kranz, Ruben Weitzer, Yannik Valenti, Leonardo Ewald und Noah Giese haben wir wichtige Spieler verloren“, erklärt Mokros, den die Abgänge zwar schmerzen. Er weiß aber auch, dass sie ein Lob an die Kasseler Schule sind. In der Halbrunde zu Saisonbeginn wird sich zeigen, ob die Schüler einen der ersten beiden Plätze erreichen können, die für die A-Gruppe qualifizieren. Bei den jüngeren Spielern steht die gesamtheitliche Ausbildung der Kinder im Vordergrund. „Nicht nur sportlich, sondern auch mental und gesellschaftlich“, sagt Mokros.

Spachtholz ist begeistert, wie agil Mokros ist: „Er steht nicht nur selbst mit den Mannschaften auf dem Eis, sondern koordiniert auch die übrigen Trainer und den kompletten Ligenbetrieb sowie unsere Eiszeiten.“ Er öffne sich neuen Anforderungen wie zuletzt dem Programm des Deutschen Eishockeybundes zur Saisonvorbereitung, das die EJK gemeinsam mit der Crossfit Schmiede Kassel stemmte.

Mokros sagt selten nein. Selbst wenn es darum geht, Kinder wie Jason mit Getränken zu versorgen hat er auch nach all den Jahren noch ein Lächeln im Gesicht.

Von Carina Wagener

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