Kassel Huskies machen Schlappe wieder gut: 7:0 gegen Kaufbeuren

Kassel. Wiedergutmachung schnell und überzeugend geglückt: Zwei Tage nach der 2:8-Pleite in Ravensburg schossen sich die Huskies in die Erfolgsspur zurück.

Gegen den ESV Kaufbeuren landeten Kassels Eishockeyspieler einen unerwartet klaren 7:0 (3:0, 1:0, 3:0)-Erfolg.

Der unbedingte Wille, diese Pleite vom Freitag wettzumachen, er war sofort zu erkennen. Von Beginn an übten die Huskies Druck aus. Von Beginn an zogen sie zielstrebig Richtung Gästetor. Und ganz schnell wurden sie belohnt, weil sie Kaufbeurer Strafzeiten konsequent nutzten – in Person von Jamie MacQueen. 

Der Stürmer rückte bei Überzahlsituationen anstelle des verletzten Sven Valenti an die Blaue Linie. Das machte ihm richtig Spaß. MacQueen schoss aus allen Lagen. Und er traf. Beim 1:0 (3.) ging es blitzschnell. Daniel Oppolzer saß als zweiter Gästespieler grade vier Sekunden auf der Strafbank, da drosch der Stürmer die von Mike Little quer gespielte Scheibe in die Maschen. Kompromisslos nennt man das. 

Noch schöner aber war der zweite Treffer. Taylor Carnevale spielte den Puck aus dem Eck vor das Tor, wo MacQueen annahm und auf 2:0 erhöhte (11.). Ohnehin war es vor allem die Reihe mit dem Torschützen, mit Carnevale und mit Manuel Klinge, die die Gäste phasenweise schwindelig spielte. 

So wie in der 16. Minute, als Carnevale auf rechts zauberte, Klinge in der Mitte blitzschnell weiterleitete und MacQueen von links abzog, aber an Marc-Michael Henne scheiterte. Und so wie in der 18., als Carnevale zu einem weiteren Solo ansetze, sich vor das Tor spielte und den Puck mit etwas Glück an Henne vorbeischob. Das war sehr überzeugend. 

Die Gäste reagierten, wechselten zum zweiten Drittel den Torhüter. Stefan Vajs löste Henne ab. Die erste Großtat aber zeigte Markus Keller gegen den bei einem Unterzahlkonter auf ihn zustürmenden Chris St. Jacques (26.). 

Die Partie war offener geworden, vor allem auch, weil die Gastgeber etwas Tempo herausnahmen. Keller musste so später auch gegen Lee Baldwin mit einer weiteren Großtat ein Gegentor verhindern (36.). Zu diese Zeitpunkt aber hatten die Huskies bereits auf 4:0 erhöht. Mit etwas Glück, weil der Schuss von Sören Sturm leicht abgefälscht wurde und Vajs so durch die Schoner rutschte (35.). 

Damit war die Partie entschieden. Kaufbeuren war auch im Schlussdrittel nicht in der Lage, für Spannung zu sorgen. Und, das war ja auch wichtig: Anders als in Ravensburg arbeitete Kassels Defensive konzentriert. 

Kassel Huskies siegen mit 7:0 gegen Kaufbeuren

Am Ende legten die Gastgeber auch offensiv nochmal einen Zahn zu. Zunächst fing Carnevale im Mitteldrittel einen Pass ab, tanzte Torhüter Vajs aus und krönte seine starke Leistung mit dem 5:0 (47.). Wenig später bestrafte Alex Heinrich eine weitere Strafzeit der Gäste mit dem 6:0. Und als Adriano Carciola kurz vor Schluss ein Zuspiel von Neuzugang Justin Kirsch zum 7:0 verwertete, da war ein verrücktes Huskies-Wochenende perfekt – und die Pleite vom Freitag mit dem höchsten Saisonsieg mehr als wettgemacht. 

SR: Fischer (Osterode), Z: 2765, Tore: 1:0 (2:46) MacQueen (Carnevale - 5:3), 2:0 (10:17) MacQueen (Carnevale, Little - 5:4), 3:0 (17:52) Carnevale (MacQueen), 4:0 (34:59) Sturm, 5:0 (46:52) Carnevale, 6:0 (49:28) Heinrich (Pimm, Kirsch - 5:4), 7:0 (57:37) Carciola (Kirsch), Strafminuten: Huskies 8 - Kaufbeuren 18.

Hier der Ticker zum Nachlesen:

Live Blog DEL2: Kassel Huskies - ESV Kaufbeuren

 

Das Video zum Spiel finden Sie im Laufe des Montagvormittags an dieser Stelle.

Rubriklistenbild: © Schachtschneider

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