Video: Huskies schlagen die Eisbären 6:3

Kassel. Es war nicht bekannt, ob Jesse Panek schon länger ein Faible fürs Basteln hat. In diesen Tagen aber, in denen das Verletzungspech den Kassel Huskies weiter an den Schlittschuhen haftet, hat der Coach ein Händchen fürs Zusammenbasteln einer funktionierenden Eishockey-Mannschaft entwickelt.

Das war die eine Erkenntnis des gestrigen 6:3 (2:1, 3:1, 1:1)-Heimsieges seines Teams gegen die Hammer Eisbären. Auch die zweite dürfte Panek zumindest etwas beruhigen: Selbst dezimierte Huskies, die nur mit zweieinhalb Sturmreihen spielen können und auch noch den Ausfall von Verteidiger Daniel Willaschek im zweiten Drittel (Adduktorenzerrung) verkraften müssen, sind in dieser Oberliga immer noch eine Klasse besser als viele ihrer Gegner.

Das bewiesen die Nordhessen vor 4021 Zuschauern, darunter viele Studenten, gestern Abend gleich zu Beginn. Mit einem schnellen Doppelpack binnen zehn Sekunden legten die Huskies schon nach drei Minuten eine 2:0-Führung vor.

Zunächst legte Kapitän Manuel Klinge quer auf Tobi Schwab, der das machte, was er am liebsten tut: Er zog vom linken Bullykreis einfach mal ab. Unwiderstehlich schlug der Puck im oberen rechten Winkel des Hammer Tores ein. Torhüter Christian Wendler konnte nur staunend hinter sich blicken. Und noch während die Zuschauer mit dem obligatorischen Ramalamadingdong feierten, legten Christian Billich und Artjom Kostyrev mit einer sehenswerten Ko-Produktion nach. Billich lupfte den Puck über Wendler, und Kostyrev brauchte am kurzen Pfosten die Scheibe nur noch über die Linie zu drücken.

Damit waren die Kräfteverhältnisse gleich einmal sichergestellt, denn die Huskies kontrollierten das Geschehen. Es lag eher ein drittes Kasseler Tor in der Luft als der Anschlusstreffer der Gäste. Den jedoch musste Kai Kristian, der wie am Freitag in Essen das Tor der Huskies hütete, auf seine Kappe nehmen. Karl Jasiks Schlagschuss ließ er passieren (12.). Den Fehler machte der junge Schlussmann jedoch zu Beginn des zweiten Drittels wieder gut, als er sich von Igor Bacek nicht narren ließ und dessen Penalty abwehrte. Zuvor hatte Huskies-Verteidiger Sven Valenti den enteilten Bacek in letzter Sekunde vor Kristians Tor von den Beinen geholt. Es sollte die beste Chance der Gäste aus Westfalen zum Ausgleich bleiben. Denn auch wenn die fünf verbliebenen Verteidiger nach Willascheks Ausfall rotierten, wenn mal Kostyrev, mal Doyle, mal Snetsinger mit den Nachwuchsspielern Constantin Schneider und Fabian Pyszynski im dritten Sturm agierte, die Huskies blieben Herr im Haus. Klinge und der Kanadier Snetsinger mit einem Dreierpack sorgten dafür, dass sich die spielerische Überlegenheit auch im Ergebnis niederschlug.

Bilder von der Partie

Huskies spielen gegen Hammer Eisbären

SR: Hurtig (Bad Nauheim); Z: 4021 Tore: 1:0 (2:38) Schwab (Klinge), 2:0 (2:48) Kostyrev (Billich), 2:1 (11:47) Jasik (Weißleder), 3:1 (23:01) Snetsinger (Doyle, Billich), 4:1 (30:20) Klinge (Schwab), 4:2 (32:31) Bacek (Jasik), 5:2 (35:06) Snetsinger (Billich, Doyle), 5:3 (51:32) Bacek (Weißleder) 6:3 (56:29) Snetsinger (Billich - 5:4); Strafminuten: Kassel 4- Hamm 8 + 10 Bacek Besonderes Vorkomnis: Hamms Bacek scheitert mit Penalty an Kristian (21:15)

Von Michaela Streuff

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