Treffer durch Klinge und zweimal MacQueen

Huskies bezwingen Riessersee vor 3700 Zuschauern mit 3:0

Kassel. Endlich haben sie auf eigenem Eis mal wieder geführt. Endlich haben sie es sich erspart, mal wieder einem Zwei- oder gar Vier-Tore-Rückstand hinterherzulaufen.

Und weil es sich mit einer Führung und 3700 Zuschauern im Rücken auch leichter spielen lässt, haben die Huskies dem Kantersieg gegen Freiburg gegen den SC Riessersee einen ebenso überzeugenden 3:0 (1:0, 1:0, 1:0)-Heimsieg folgen lassen.

Aus Kreisen der Gäste war zu hören, sie hätten darauf gewettet, nach wie vielen Sekunden ihnen die Huskies das erste Tor einschenken. Das dürfte zwar nicht ganz ernst gemeint gewesen sein. Aber derjenige, der auf die 12. Minute gesetzt hatte, der hätte gewonnen. Denn anders als nach dem Blitzstart in Freiburg, als es gerade einmal 19 Sekunden bis zur Kasseler Führung gedauert hatte, brauchten die Huskies nun deutlich länger. Aber: Der erste Torschütze war derselbe wie im Breisgau: Kapitän Manuel Klinge war es, der eine tolle Vorarbeit von Thomas Merl zum verdienten 1:0 verwertete. Der ehemalige Garmischer hatte hinter dem Tor stehend den Puck vors Gehäuse gebracht, wo Klinge stand und Ilya Sharipov keine Chance ließ.

Diese Führung war vollkommen verdient. Denn die Hausherren gaben klar den Takt an. Es war eher die Frage, wann fällt das zweite Tor für die Kasseler statt der Befürchtung, fangen sich die Huskies womöglich den Ausgleich. Kassels Markus Keller hatte im ersten Spielabschnitt gerade einmal einen gefährlichen Schuss der Gäste zu entschärfen. Jean-Michel Daoust in Überzahl, Jens Meilleur, Sören Sturm oder Thomas Merl – sie hätten die Führung der Huskies ausbauen können. Doch das gelang erst nach der ersten Pause: Mit einem Schlenzer beförderte Topscorer Jamie MacQueen die Scheibe ins obere Eck – 2:0 (24.). Die Partie nahm nun zusehends an Fahrt auf. Auch, weil die Gäste munterer wurden. Für Kellers klasse Safe gegen Julian Eichinger tönte kurz mal Tina Turners „Simply the Best“ durch die Halle. Durchatmen hieß es für die Kasseler Fans bei Florian Vollmers Pfostenschuss (30.), der besten Gelegenheit für den SCR. Adriano Carciola bekam Szenenapplaus, als er gleich zweimal mit dem Puck um die eigene Achse tanzte. Einziges Manko: Scheibenbesitz allein schießt keine Tore. Und so blieb es bei der Zwei-Tore-Führung. Gefühlt viel zu lange. Erst kracht Sturms Schuss an den Pfosten. Dann kommt Klinge einen halben Schritt zu spät.

Aber die Huskies haben ja noch ihren Goldhelm. Und auf den ist Verlass. Denn MacQueen ist es, der den Bann bricht. In der 49. Minute schraubt er die Führung auf die längst überfälligen drei Tore – passend zum Mops, den der Heuboden Augenblicke später gut gelaunt anstimmt.

Das nötige Selbstvertrauen haben die Huskies dank des vierten Zu-Null-Spiels der Saison getankt. Der nächste Gegner kann kommen: Schon am Dienstag (20 Uhr) geht die Reise zum Tabellenführer nach Bremerhaven.

SR: Kopitz (Iserlohn). Z: 3632

Tore: 1:0 (11:25) Klinge (Merl), 2:0 (23:40) MacQueen (Kirsch), 3:0 (48:52) MacQueen (Pimm)

Strafminuten: Kassel 4, Riessersee 6

Huskies bezwingen Riessersee 3:0

Das Video zum Spiel finden sie im Laufe des morgigen Vormittags an dieser Stelle.

Der Ticker zum Nachlesen:

 

Live Blog DEL2: Kassel Huskies - SC Riessersee
 

Rubriklistenbild: © Schachtschneider

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