Zweimal geführt und verloren

Kein perfektes Derby-Wochenende:  Huskies verlieren in Bad Nauheim 2:3

Bad Nauheim. Der Traum vom perfekten Derby-Wochenende ging nicht in Erfüllung. Trotz zweier Führungen hieß es am Ende in Bad Nauheim 2:3 (1:1,1:1,0:1).

Zwei Tage nach dem 4:3-Triumph gegen Frankfurt haben die Eishockeyspieler der Kassel Huskies das Duell gegen den zweiten hessischen Rivalen denkbar knapp verloren.

Auch in der DEL 2 wurde der Opfer der Anschläge in Frankreich gedacht. Das Spiel begann mit einer Schweigeminute, die Huskies-Fans bekundeten auf Plakaten: „Nous sommes Paris - Wir sind Paris.“ Auf dem Eis ging es dann schnell sehr packend zu. Die Huskies begannen stark, setzten die Gastgeber unter Druck, hatten gute Chancen, früh in Führung zu gehen. Vor allem bei zwei Überzahlsituation gab es mehrfach beste Möglichkeiten, unter anderem für Taylor Carnevale und Braden Pimm.

Ausgerechnet Stürmer Pimm stand dann aber in der 12. Minute im Blickpunkt. Nach einem Stockfoul gegen Dusan Frosch, der dabei einen Schneidezahl verlor, erhielt der Kasseler eine Spieldauerstrafe. Die Huskies aber ließen sich nicht beeindrucken. Erst verteidigten sie in Unterzahl fünf Minuten lang bärenstark. Dann, wieder komplett, schlugen sie schnell zu: Nach einem druckvollen Angriff, bei dem Meilleur erst scheiterte, Carnevale dann die Latte traf, war es schließlich Mike Little, der zum 1:0 vollendete (18.). Der Neuzugang, für den erneut Jamie MacQueen aussetzen musste, drängt sich also mit seinem dritten Treffer für eine längere Verpflichtung auf.

In einer früheren Version des Artikels hatten wir berichtet, dass sich Nauheims Frosch nach Pimms Foul an der Hand verletzt hatte. Das haben wir korrigiert.

Dumm nur, dass die Huskies die Führung nicht in die Pause brachten. Beim Schuss von Andreas Pauli sah Torhüter Markus Keller, der zuvor zweimal glänzend gegen Dustin Cameron (4.) und Tim May (12.) Rückstände verhindert hatte, nicht glücklich aus. Das war schon etwas bitter, noch bitterer kam es am Ende des fast identisch verlaufenden zweiten Drittels. Wieder war Kassel in einem offenen Schlagabtausch stark, wieder ging das Team von Rico Rossi in der Schlussphase in Führung, diesmal durch Lennart Palausch, der den Puck nach einem Schuss von Meilleur über die Linie stocherte (37.).

Doch auch dieses 2:1, diese zweite Führung, hielt nicht bis zur Pause. Erst musste Carter Proft auf die Strafbank, dann legte sich Dustin Cameron den Puck zurecht und hämmerte ihn in den Winkel. Und auf der Uhr, da stand noch eine einzige Sekunde! So blieb es dramatisch.

Kassel Huskies gegen die Roten Teufel aus Nauheim

So ging es auch im Schlussdrittel hin und her. Bestes Beispiel in der 43. Minute: Erst schießt für die Gastgeber Tim May freistehend über das Tor, kurz darauf ist es auf der Gegenseite Carnevale, der es May gleichtut. Und diesmal kommt es schließlich anders als bisher: Bad Nauheim geht erstmals in Führung. Joel Keussens trifft von der Blauen Linie zum 3:2 (50.). Und die Huskies können nicht mehr zurückschlagen. Carnevale vergibt auch die letzte Chance an alter Wirkungsstätte (57.), dann ist der Derby-Wochenendtraum geplatzt.

SR: Fischer (Hamburg)

Zuschauer: 3500

Tore: 0:1 (17:36) Little (Carnevale, Meilleur), 1:1 (18:42) Pauli (Kohl), 1:2 (36:01) Palausch (Meilleur), 2:2 (39:59) Cameron (Frosch), 3:2 (49:02) Keussens (Cameron, Frosch) Strafminuten: Nauheim 10, Kassel 8 + 5 + Spieldauer Pimm.

Der Ticker zum Nachlesen

Live Blog EC Kassel Huskies - Rote Teufel Bad Nauheim
 

Das Video zum Spiel finden Sie im Laufe des morgigen Vormittags an dieser Stelle.

Rubriklistenbild: © Storch

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