Am Sonntag geht es nach Frankfurt

Sensationelle Huskies gegen Crimmitschau im Torrausch - 14:2

Kassel. Was um Himmels Willen war das denn? Ein Spiel zum Augenreiben. Ein Scheibenschießen.

Ein „Jeder-Schuss-ein-Treffer-Ding“. Und ganz nebenbei eine großartige Einstimmung auf das Derby in Frankfurt am Sonntag. 14:2! Vierzehn zu zwei! In Dritteln: 4:0, 4:0, 6:2!

Die Eishockeyspieler der Kassel Huskies feierten mit dieser unglaublichen Torflut gegen Crimmitschau den ersten zweistelligen Sieg der Saison. Und nicht nur das. Sie setzten dabei auch noch Glanzlichter. Es gibt ja diese Tore, die möchte man festhalten. Einrahmen. An die Wand hängen. Weil sie besonders schön sind.

Schon das 2:0 war ein solches Tor. Jamie MacQueen leistete die wunderbare Vorarbeit. Lief links an der Bande entlang, begleitet von zwei Gegenspielern. Er spielte einen Pass. Millimetergenau. Nicht zu erreichen für den Gegner. Aber maßgeschneidert für Justin Kirsch, der nun frei vor Torhüter Niklas Deske stand. Er täuschte rechts an. Und verwandelte mit einem Lupfer ins linke Eck.

Traumhaft war dieses 2:0 in der 7. Minute. Und zeigte früh die unglaubliche Überlegenheit der Gastgeber. Sie waren stets schneller, stets einfallsreicher, stets sicherer in ihren Kombinationen. MacQueen glänzte gegen sein Ex-Team mit dem Goldhelm um die Wette. Neben Kirsch hatte auch Mike Little große Auftritte. In Überzahl traf er mustergültig aus dem Zentrum zum 1:0 (5.), beim 3:0 (12.) rauschte der Puck von rechts ins linke Eck. Kevin Maginot machte es später von links.

Mit dem 4:0 war die Partie im ersten Drittel entschieden. Crimmitschau war ja nicht Ravensburg. Die Gäste verteidigten eher unentschlossen. Deske, der für Ryan Nie im Tor stand, machte es den Huskies-Schützen nicht allzu schwer, wurde aber auch im Stich gelassen. Und wer gedacht hatte, die Huskies würden mit Blick auf das Derby schnell in den Schon-Modus schalten, der wurde eines Besseren belehrt. Tore schießen macht halt Spaß, besonders wenn es einem so leicht gemacht wird. Also weiter im Takt: Sven Valenti in Überzahl mit einem Lupfer in den Winkel. Jens Meilleur im Nachsetzen nach Carter Profts Schuss von rechts.

Kassel Huskies gegen Eispiraten Crimmitschau

Thomas Merl mit einem verunglückten, aber trotzdem erfolgreichen Trick bei einem Konter. Adriano Carciola unbedrängt mit einem Schuss vom Bullypunkt. Macht 8:0 nach dem zweiten Drittel. Und natürlich lautete die Frage nun: Ja wird das denn heute zweistellig? Sie wurde schnell beanwortet. Nach vier Minuten des Schlussdrittels stand es 10:0.

Die Torschützen: Taylor Carnevale und Austin Wycisk. Das waren beides zwar keine gemalten Treffer zum Einrahmen wie das von Kirsch, aber doch doppelt bemerkenswerte – schließlich bestritten beide Schützen ihr erstes Spiel nach Verletzungspausen. Und: Das 10:0 war auch noch Wycisks Torpremiere in dieser Saison. Was danach an Toren folgte, war Nebensache. Die Huskies-Fans stimmten sich gesanglich längst auf das Derby ein. Eins ist aber klar: In Frankfurt dürfte es einen Tick schwerer werden.

Schiedsrichter: Daniels (Gelsenkirchen)

Zuschauer: 3280

Tore: 1:0 (4:13) Little (MacQueen, Kirsch - 5:4), 2:0 (6:39) Kirsch (MacQueen), 3:0 (11:44) Little (Kirsch, MacQueen), 4:0 (16:28) Maginot (Little), 5:0 (30:43) Valenti (Klinge - 5:4), 6:0 (33:25) Meilleur (Proft), 7:0 (36:27) Merl, 8:0 (37:57) Carciola (Wycisk), 9:0 (41:12) Carnevale (Klinge), 10:0 (43:07) Wycisk (Carciola), 11:0 (49:01) Carnevale (Klinge), 11:1 (53:44) Kabitzky, 12:1 (53:54) Klinge (Carnevale), 13:1 (56:10) MacQueen (Little - 5:4), 14:1 (56:57) Sturm (Christ), 14:2 (57:56) Lampe

Strafminuten: Kassel 4, Crimmitschau 6

Der Ticker zum Nachlesen:  

Live Blog EC Kassel Huskies - Eispiraten Crimmitschau
 

Rubriklistenbild: © Fischer

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