Zwei-Tore-Rückstand aufgeholt

Video: Huskies verlieren gegen Eispiraten 3:4 nach Penaltyschießen

Kassel. Zuletzt zauberten sie gegen Crimmitschau. Am Freitag aber machten sie es spannend. Erst in der Schlussphase erzwangen die Kassel Huskies gegen die Eispiraten die Verlängerung, bevor sie vor 3400 Zuschauern doch noch nach Penaltyschießen 3:4 (1:2, 0:0, 2:1, 0:1) unterlagen.

Einen Punkt statt der erhofften drei retteten sie im somit weiter engen Kampf ums Heimrecht in den Playoffs.

Die Huskies begannen stark. Doch Scheibenbesitz allein beschert keine Tore. Das erfuhren sie schon im ersten Drittel. Denn der zweite Torschuss der Eispiraten saß. Mike Little und Sören Sturm verloren die Scheibe in der Angriffszone, die Gäste schalteten schnell, kombinierten sich im Tiki-Taka-Modus vor das Gehäuse von Jimmy Hertel – 0:1 (8. Minute). Die Antwort der Huskies hätte kurz darauf folgen können, doch Braden Pimms Versuch aus der Drehung rauschte knapp am Pfosten vorbei. Ebenso Marco Müllers Versuch aus der Distanz. Und munter ging es auch weiter. Erst gerieten Kassels Jean-Michel Daoust und Andre Schietzold aneinander – beide nahmen zwei Minuten auf der Strafbank Platz. Kurz darauf legte sich Crimmitschaus Topscorer Eric Lampe mit dem Schiedsrichter an – und gesellte sich mit einer zehnminütigen Disziplinarstrafe dazu.

Und endlich nutzten die Huskies ihre Chance: Auf der linken Seite bediente Pimm Little, der die Scheibe am Crimmitschauer Schlussmann Ryan Nie zum 1:1 über die Linie beförderte. Exakt 19 Sekunden nach Lampes Strafe. Doch die Freude währte nicht lange. In der eigenen Zone verloren die Huskies erneut den Puck, Olli Julkunen verlud Hertel, und schon lagen die Gäste wieder 2:1 vorn (18.).

Aktualisiert um 23.15 Uhr.

Nicht wenige Fans dürften sich in dieser Phase an das 14:2 aus dem letzten Duell erinnert haben. Hätten die Huskies nur ein wenig des damaligen Schwungs gehabt, nur ein wenig des Drucks aus dem letzten Aufeinandertreffen entfaltet, wer weiß, wie das zweite Drittel verlaufen wäre. Zu wenig zwingend im Spielaufbau, Torschüsse, mit denen Nie nicht wirklich in Bedrängnis gebracht wurde – in den Playoffs dürften sich die Huskies solch ein Drittel wohl nicht erlauben. Und es kam noch dicker. Ein langer Pass landete beim durchgestarteten Patrick Pohl – und der erhöhte auf 3:1.

Dann haben die Huskies das Momentum auf ihrer Seite. Erst 13 Sekunden, dann nochmal 1:24 Minuten sind sie in doppelter Überzahl. Wenn nicht jetzt, wann dann? „Steht auf, wenn ihr Kasseler seid“, singen die Fans. Sie merken, heute braucht ihre Mannschaft sie mehr denn je. Und die Huskies setzen nach. Jamie MacQueen trifft den Pfosten, trifft daneben, trifft den überragenden Nie. Erst in der 55. Minute ist der Kasseler Topscorer endlich erfolgreich. Er verkürzt auf 2:3. Keine zwei Minuten später zieht Marco Müller von der Blauen Linie ab – 3:3. Verlängerung, die in Sachen Spanung einen Vorgeschmack auf die Playoffs liefert. Penaltyschießen. Diesmal aber ohne Happy-End für die Kasseler Aufholjäger.

Puck trifft Zuschauer

Doch manchmal wird auch Sport zur Nebensache: Kurz vor Ende der Verlängerung trifft ein hoch abgefälschter Puck einen Fan am Kopf. Die Sanitäter versorgen ihn umgehend. Crimmitschaus John Tripp, der den Schuss unglücklich abfälschte, entschuldigt sich sofort und schenkt ihm seinen Schläger. Der Zuschauer kommt zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus.

Kassel Huskies gegen die Eispiraten Crimmitschau

SR: Singer (Gersthofen), Z: 3392; Tore: 0:1 (7:12) Lampe (Pohl, Julkunen), 1:1 (14:48) Little (Pimm - 4:3), 1:2 (17:23) Julkunen (Becker), 1:3 (44:07) Pohl (Pyka), 2:3 (54:23) MacQueen (Proft, Carciola), 3:3 (56:09) Marco Müller (Heinrich, Klinge - 4:4), 3:4 Pohl (Penalty);

Strafminuten: Kassel 12, Crimmitschau 16 + 10 Lampe

Der Live-Ticker zum Nachlesen

Live Blog DEL2: Kassel Huskies - Eispiraten Crimmitschau
 

Das Video zum Spiel finden sie im Laufe des morgigen Vormittags an dieser Stelle.

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Rubriklistenbild: © Andreas Fischer

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