Heilbronn am Sonntag ohne Stürmer Rinke bei Huskies

Nach positivem Befund: „Doping macht im Eishockey keinen Sinn“

Dr. Hans-G. Schafdecker

Kassel/Heilbronn. Wenn die Heilbronner Falken am Sonntag um 17 Uhr zum Gastspiel bei den Huskies in der Kasseler Eissporthalle antreten (wir übertragen live bei Radio HNA und im Ticker), dann werden sie ihren neuen Torwart Eric Hartzell dabei haben.

Mit dem Ende November nachverpflichteten Amerikaner haben sie in vier Spielen immerhin sieben ihrer 13 Punkte geholt.

Nicht dabei sein aber wird Stürmer Ralf Rinke. Der Stürmer mit lettischen Wurzeln war am Donnerstag wegen eines positiven Befunds nach dem Gastspiel in Dresden (4:7) am 20. November von der Nationalen Anti-Doping-Agentur (Nada) vom Spielbetrieb suspendiert worden.

Ralf Rinke

Der 22-Jährige wäre bei der Bestätigung eines Dopingvergehens der zweite Sünder in der DEL 2 nach dem damaligen Bietigheimer Torwart Patrick Koslow im Herbst 2008.

Überrascht reagierte Dr. Hans-Günter Schafdecker auf den Heilbronner Dopingfall. Am Freitag wusste der Baunataler Orthopäde und Mannschaftsarzt der Huskies noch keine Details. Was nicht verwundert, denn: „Da besteht Schweigepflicht, die absolut einzuhalten ist. Wir als Teamärzte werden von der Nada und der Liga nur dann informiert, wenn unser Klub betroffen ist.“ Und: „Spekulationen machen keinen Sinn, solange niemand weiß, was bei Rinke gefunden wurde“, erläutert Schafdecker.

Aus seiner Sicht macht Doping im Mannschaftsport Eishockey keinen Sinn. „Zum einen, weil man nur die Leistungsfähigkeit einzelner Spieler steigern kann und nicht die des gesamten Teams. Zum anderen steht über allem die Frage: Was will man fördern? Zuviel Muskelmasse ist eher hinderlich, Ausdauer hat nicht Priorität, weil es Belastungsintervalle gibt.“

Schafdecker betont, dass auch die Huskies-Spieler von der Nada getestet werden - unregelmäßig, im Training, nach Spielen. Auf einer Liste sei sehr detailliert aufgeführt, welche Mittel genutzt werden dürfen, welche nicht, welche anzumelden und genehmigungspflichtig sind. „In Erkältungsmittel ist häufig aufputschendes Ephedrin enthalten, bei Gelenkentzündungen und Verletzungen ist oft Kortison nötig - beides muss abgestimmt werden mit der Nada“, beschreibt Schafdecker einzelne Beispiele. Grundsätzlich gelte daher die Regel, „dass alle Kasseler Spieler ihre Medikation vor der Einnahme mit uns abstimmen müssen“. Fotos: Koch, eishockey.info/nh

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BENEFIZAKTION

Huskies sammeln Teddys und Lebensmittel 

Traditioneller „Teddy Toss“ der Huskies: Im Spiel gegen die Heilbronner Falken am Sonntag, 17 Uhr, sind die Fans aufgerufen, nach dem ersten Kasseler Tor Kuscheltiere auf die Eisfläche zu werfen. Wichtig: Das Spielzeug muss aus hygienischen Gründen luft- und wasserdicht verpackt sein! Gespendet werden die Kuscheltiere an das Tabalugahaus Duderstadt.

Außerdem sammeln die Huskies in Zusammenarbeit mit der Sparkassen-Versicherung am Sonntag für die Kasseler Tafel. Gespendet werden können neben länger haltbaren Lebensmitteln in Konserven auch Trockenwaren wie z. B. Nudeln, Reis oder Backzutaten. Die Spenden müssen aus Sicherheitsgründen beim Betreten der Halle abgegeben werden.

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