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Nach 0:4 noch 6:4 - Huskies schaffen unfassbare Wende gegen Heilbronn

Kassel. Die Kassel Huskies sind die Aufholjäger des deutschen Eishockeys. Die Könige der Wende. Die Mannschaft eben, die nie aufgibt.

Schon am Freitag in Rosenheim siegten sie nach einem 1:3. Das aber war nichts gegen das, was sich im Heimspiel gegen Heilbronn abspielte. 0:4 (!) lagen die Gastgeber gegen das Schlusslicht hinten. Aber was stand am Ende? Ein unglaublicher 6:4 (0:3, 2:1, 4:0)-Sieg! Dafür gibt es nur ein Wort: Wahnsinn!

An so einen Ausgang konnte zu Beginn des Mitteldrittels eigentlich niemand mehr glauben. Die aufsteigende Form der Heilbronner war ja zu sehen. Die Gäste verteidigten hartnäckig. Sie hatten in ihrem Torhüter Eric Hartzell lange einen sicheren Rückhalt. Vor allem aber waren sie effektiv. Ungeheuer effektiv.

Der erste gefährliche Angriff brachte das 0:1 (13.). Thomas Gödtel bediente Patrick Schmid, der eiskalt abschloss. Florian Proske, der gegen seine früheren Teamkollegen das Tor hütete, konnte das ebenso wenig verhindern wie die bitteren Minuten, die dann folgten. Eine ohnehin schlechte Überzahl „veredelt“ Adriano Carciola mit einem Fehlpass, Joseph Lewis marschiert durch – 0:2 (18.). Brad Schell kann von der rechten Seite ungehindert abziehen – 0:3 (19.). Weil das noch nicht genug ist, leistet sich Carter Proft einen unnötigen Check an der Bande gegen Lewis, kassiert eine Spieldauerstrafe.

Kassel Huskies empfangen die Heilbronner Falken

Am Ende des ersten Drittels gab es so tatsächlich erste Pfiffe in der Halle. Und mit Beginn des zweiten den nächsten Nackenschlag. Gödtel traf von der Blauen Linie zum 0:4. Die Huskies-Fans, die warteten noch immer darauf, dass die Teddys endlich fliegen durften. Es war ja der Tag des Teddy-Toss. Die Stofftiere für einen guten Zweck sollten beim ersten Kasseler Treffer geworfen werden. In der 28. Minute war es dann so weit. Jean-Michel Daoust fälschte den Schuss von Thomas Merl entscheidend ab.

Mit diesem 1:4 war die Stimmung zurück, die leise Hoffnung auf eine Wende. Und tatsächlich: Noch vor der Pause legten die Gastgeber nach. Diesmal machte Merl es direkt (36.). Als kurz darauf Proske auch noch den frei auf ihn zustürmenden Schell stoppte, waren die Huskies endgültig wieder im Spiel.

Und sie spielten jetzt auch: direkter, zielstrebiger, mit Zug zum Tor. Als dann mit Beginn des letzten Drittels Mathias Müller nach einem überlegten Zuspiel von Jamie MacQueen das dritte Tor erzielte, da sangen die Fans bereits von den Huskies, die niemals aufgeben. Es war ja erst die 42. Minute, es blieb noch viel Zeit. Und es kam, was nun kommen sollte: der Ausgleich! Lennart Palausch erzielte ihn in der 49. Minute, ließ die Halle beben.

Die geriet aber in der 55. Minute noch viel mehr in Wallung. War es Jamie MacQueen, der im Gewühl den Puck über die Linie stocherte? War Hartzell noch beteiligt? Egal wie! Hauptsache Tor. Hauptsache die Führung. Hauptsache 5:4. Carciola traf sogar noch ins leere Gehäuse. Der Wahnsinn der Wende-Huskies war endgültig perfekt.

SR: Engelmann. Z: 2764, Tore: 0:1 (12:11) Schmid (Gödtel, Brace), 0:2 (17:22) Lewis (Krüger - 4:5), 0:3 (18:51) Schell (Brace, Schmid), 0:4 (20:36) Gödtel (Brace, Krüger), 1:4 (27:47) Daoust (Merl), 2:4 (35:27) Merl (Klinge, Little), 3:4 (41:17) Mathias Müller (MacQueen), 4:4 (48:21) Palausch (Sturm), 5:4 (54:16) MacQueen, 6:4 (58:47) Carciola (MacQueen), Strafminuten: Kassel 8 + 5 + Spieldauer Proft, Heilbronn 6.

Der Live-Ticker zum Nachlesen:

Live Blog DEL2: Kassel Huskies - Heilbronner Falken
 

 

Das Video zum Spiel finden sie im Laufe des morgigen Vormittags an dieser Stelle.

Rubriklistenbild: © Fischer

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