Nach schnellem 0:3-Rückstand

Aufholjagd geht nicht immer: Huskies verlieren gegen Lausitzer Füchse 1:5

Kassel. Aufholjagden gehen nicht immer. Wie so oft in dieser Saison wurden die Eishockeyspieler der Kassel Huskies in der Partie gegen die Lausitzer Füchse kalt erwischt, lagen früh 0:3 hinten.

Diesmal aber konnten sie nicht zurückschlagen. Am Ende stand eine unerwartete 1:5 (0:3, 1:1, 0:1)-Niederlage gegen den Tabellenzwölften. Die Eishalle machte an diesem Abend ihrem Namen alle Ehre. Es war eisig kalt. Und auch das Spiel hatte nicht viel, was die offiziell 2748 Zuschauer erwärmen konnte. Im Gegenteil: Schon das 3:0 der Gäste aus Weißwasser nach dem ersten Drittel sorgte für eher frostige Stimmung. War auch kein Wunder, denn das sah gar nicht gut aus, was die Huskies da ablieferten.

Sie hatten natürlich auch etwas Pech bei zwei Pfostenschüssen durch Michi Christ (7.) und Justin Kirsch (8.). Und sie trafen auf einen defensiv clever verteidigenden und bei seinen wenigen Chancen sehr effektiven Gegner aus Weißwasser. Aber: Die Gastgeber stellten sich eben auch sehr umständlich an. Eine typische Szene: In Überzahl kurz vor der Pause spielte Taylor Carnevale an der Bande einen Pass zurück zur Blauen Linie. Dumm nur, dass da niemand stand. Bitter auch das 0:2 (10.), als Jens Meilleur im Angriffsdrittel den hinter ihm liegenden Puck nicht sah. Dennis Swinnen schaltete schnell, zog davon und überwand Florian Proske. Der Nachwuchsmann stand im Tor, weil Rico Rossi seiner Nummer eins Markus Keller eine Pause gönnte. Proske war beim 0:2 ebenso chancenlos wie bei den Tore von Thomas Götz (3. in Überzahl) und Ken Magowan (16.), gegen den einfach nicht energisch genug verteidigt wurde. Es wurde danach etwas besser, aber längst nicht gut genug. Denn bevor die Huskies aus dem Winterschlaf erwachten, kassierten sie das 0:4 (27.). Wieder leisteten sie mit einem Puck-Verlust die Vorarbeit zum Treffer von Kevin Lavallee.

Erst danach wurde der Auftritt der Gastgeber etwas schwungvoller, etwas inspirierter. Und immerhin: Braden Pimm erzielte in Überzahl nach 32 Minuten mit einem verzögerte Schuss endlich das erste Tor. „Jetzt geht´s los“, sangen die Fans da. Klar, sie wissen ja um die vielen erfolgreichen Aufholjagden ihrer Mannschaft. Aber Stehaufmännchen spielen, das geht nun mal nicht immer. Vielleicht, wenn Pimm kurz darauf bei seiner nächsten Chance schnell nachgelegt hätte. Oder zu Beginn des Schlussdurchgangs, als Little, MacQueen, Pimm in Überzahl aus allen Lagen schossen. Aber sie wollte einfach nicht ins Ziel, die Scheibe. Und so schwand die Hoffnung immer mehr. Kurze Zeit später gab es erste ungeduldige Pfiffe, als die Huskies sich vor dem Lausitzer Tor immer umständlicher anstellten. Phasenweise schienen sie in der Kälte zu verkrampfen.

Bei allem Willen: Der letzte Pass kam oft nicht mehr, der ganz große Druck fehlte. Rico Rossi nahm sogar fast vier Minuten vor dem Ende den Torhüter vom Eis. Ergebnis: Lavallee traf aus dem eigenen Drittel zum 1:5 ins leere Tor. Am Ende war es mit der Stimmung ein wenig wie mit den Temperaturen in der Halle: äußerst kühl. Denn natürlich, das war der erste enttäuschende Auftritt seit vielen Wochen. Auch Huskies können nicht immer aufholen.

Ticker zum Nachlesen

Live Blog DEL2 live: Kassel Huskies gegen Lausitzer Füchse
 

 

Kassel Huskies treffen auf  Lausitzer Füchse

Das Video zum Spiel finden sie im Laufe des Samstagvormittags an dieser Stelle.

Rubriklistenbild: © A. Fischer

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