Daoust sichert spät den Sieg

Kassel Huskies gewinnen durch Tor kurz vor Ende 2:1 gegen die Lausitzer Füchse

Kassel. Auf der Zielgraden der Hauptrunde in der DEL 2 haben die Eishockeyspieler der Kassel Huskies ihre liebe Mühe – doch gegen die Lausitzer Füchse reichte es zu einem auf der Zielgraden eingefahrenen Sieg.

Jean-Michel Daoust sicherte das 2:1 (0:0, 1:1, 1:0) schlitzohrig mit einem Rückhandschuss 67 Sekunden vor dem Ende.

Der Weg zu drei ganz wichtigen Punkten war aber mühevoll. Vor allem das erste Drittel bot überschaubar attraktives Eishockey. Ob es die Pleite von Freitag war oder die Erinnerung an das 1:5 im letzten Heimspiel gegen die Füchse – die Gastgeber wirkten gehemmt. Zug zum Tor? Zögerlich. Gute Chancen? Kaum. Die beste hatte Daoust (11.). Manuel Klinge bediente den Sturmpartner mustergültig, Daoust stand frei, zögerte aber zu lange mit dem Schuss.

Auf der anderen Seite wirkte Jimmy Hertel längst nicht so nervös wie bei seinem Heimdebüt. Gut so: Bei zwei gefährlichen Kontern der Gäste durch Kevin Lavallee (13.) und Ken Magowan (15.) war der Torhüter klärend zur Stelle. Und später, im Mitteldrittel, bewahrte Hertel sein in Unterzahl spielendes Team mit einer Glanztat gegen Lavallee vor dem Gegentor (29.).

Zu diesem Zeitpunkt war das 1:0 endlich gefallen. Bei der vierten Überzahl zeigten sich die Gastgeber zum ersten Mal effektiv. Braden Pimm hatte noch Pech mit einem Lattentreffer, doch kurz darauf spielte Klinge einen schönen Pass von der linken auf die rechte Seite, wo Taylor Carnevale Maß nahm und traf.

In der 28. Minute war das. Und die Partie nahm jetzt deutlich an Fahrt auf. Und auch an Härte. Die ruppigere Gangart mündete in einer handfesten Keilerei zwischen Mathias Müller und Ken Magowan (30.), für die beide eine zehminütige Disziplinarstrafe kassierten.

Eishockey gespielt wurde aber auch. Und da hatten die Huskies zwar Glück bei einem Pfostentreffer der Gäste (Götz, 30.), waren ansonsten aber Herr im Haus. Sie machten Druck. Sie hatten vor allem durch Klinge zwei richtig gute Schusschancen. Doch sie kassierten äußerst unglücklich den Ausgleich. Dennis Swinnens Schuss wurde von einem Schlittschuh (38.) abgefälscht, die Scheibe trudelte ins Tor.

Und so war alles offen zu Beginn des Schlussdrittels. In dem die Gastgeber weiter überlegen waren. Aber eben auch weiter wenig effektiv. Und richtig schwer wurde es ab der 48. Minute, als sich Jamie MacQueen einen unglücklichen Check gegen Jens Heyer leistete. Die Folge: Spieldauerstrafe gegen den Kasseler Torjäger. Die Huskies überstanden aber die folgende, teilweise sogar doppelte Unterzahl – vor allem auch, weil Jimmy Hertel nun zu ganz starker Form auflief und Schüsse in Serie parierte.

Die Fans dankten das mit minutenlangen Anfeuerungsrufen im Stehen. Und die Huskies nahmen auch noch einmal Fahrt auf. Thomas Merl verzog knapp (55.), Klinge scheiterte aus der Drehung (56.). Doch als die Verlängerung bereits drohte, da kam Daoust. Da kam das Tor mit der Rückhand. Und da war der wichtige Dreier perfekt.

SR: Hunnius (Berlin), Z: 3138

Tore: 1:0 (27:13) Carnevale (Klinge, Sturm - 5:4), 1:1 (37:47) Swinnen (Lüsch), 2:1 (58:53) Daoust (Merl, Klinge)

Strafminuten: Huskies 14 + 10 Mathias Müller + 5 + Spieldauer MacQueen - Füchse 20 + 10 Megowan.

In unserem Liveradio kommentietren Horst Seidenfaden und Gerd Brehm das Spiel, den Liveticker betreute Marie Klement.

Huskies gewinnen gegen die Lausitzer Füchse

 

 

Live Blog DEL2: Kassel Huskies - Lausitzer Füchse
 

 

Das Video zum Spiel finden sie im Laufe des morgigen Vormittags an dieser Stelle.

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Rubriklistenbild: © Schachtschneider

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