Nur Sturm und MacQueen treffen

Niederlage in Bad Nauheim: Kassel Huskies verlieren 2:5 im Derby - Video

Bad Nauheim. Es bleibt dabei: Die Kassel Huskies können in Bad Nauheim in dieser DEL2-Saison nicht gewinnen. Sie verloren das zweite Auswärtsspiel bei den Roten Teufeln 2:5 (0:1, 2:2, 0:2). Der Schnellcheck zum Derby.

War das Ergebnis gerecht?

Es war ein, zwei Tore zu hoch. Aber letztlich waren die Gastgeber das effektivere Team, vor allem in Überzahl. Deshalb geht der Sieg in Ordnung. Allerdings war es nicht so, dass die Huskies nichts vom Spiel hatten. Es war spielerisch lange ein ausgeglichenes Derby mit Chancen auf beiden Seiten. Kleinigkeiten gaben den Ausschlag. Wie etwa in der 16. Minute. Dusan Frosch spielte den Pass millimetergenau vom rechten vor den linken Pfosten und da konnte sich Markus Keller im Huskies-Tor noch so breit machen, Dustin Cameron beförderte die Scheibe über die Linie zum 1:0 für die Roten Teufel.

Was lief gut für die Huskies?

Sie steckten zu keinem Zeitpunkt auf. Mal kommen Jamie MacQueen, Braden Pimm oder Manuel Klinge einen Schritt zu spät oder scheitern ein ums andere Mal am starken Nauheimer Schlussmann Mikko Rämö. Dann hat Taylor Carnevale Pech, als er kurz nach dem 1:3 nur den Pfosten trifft (36.). Sören Sturms zwischenzeitlicher 1:1-Ausgleich und Jamie MacQueens Anschluss zum 2:3 – das reichte nicht.

Was war besonders ärgerlich aus Kasseler Sicht?

Klar, die Gegentore. Besonders aber das zweite und dritte. Denn sie fielen nach nahezu identischen Spielzügen. Und zwar so: Die Roten Teufel sind in Überzahl. Dusan Frosch passt von rechts quer rüber zu Henri Laurila und der befördert per Schlagschuss vom linken Bullykreis die Scheibe über die Linie. Erst zum 2:1 (30.), dann zum 3:1 (36.) für die Gastgeber.

Wie war die Stimmung?

So wie sie sich für ein Derby gehört. Intensiv, lautstark, mit einer permanten Geräuschkulisse. Aber auch mit wenig gastfreundlichen Gastgebern. Ein Pfeifkonzert zur Begrüßung. Sprechgesänge wie „Kasseler Hurensöhne“ aus dem Bad Nauheimer Fanblock. Dazu nach jedem Gegentreffer „Fliegenfänger“-Rufe in Richtung von Markus Keller. Auch auf dem Eis geht’s direkt hoch her: Schon in den ersten drei Spielminuten gibt es gleich Strafzeiten: zwei für Bad Nauheim, eine für Kassel (Braden Pimm). Und nach dem Ende kassiert Husky Carter Proft noch zusätzlich zehn Minuten für unnötige Härte.

Gab es Überraschungen?

Sagen wir mal so: Es gab die erwarteten Umstellungen. Da die Huskies schon am Mittag das verletzungsbedingte Saison-Aus von Stürmer Justin Kirsch bekanntgegeben hatten, war klar, dass Trainer Rico Rossi seine Sturmreihen würde umbauen müssen. An die Seite von Jamie MacQueen und Braden Pimm rückte Carter Proft, Thomas Merl agierte mit Michi Christ und Jens Meilleur.

Gab es einen Gänsehaut-Moment?

Ja. Und zwar in den Sekunden, bevor das zweite Drittel beginnt. Da sitzen Bad Nauheimer und Kasseler Eishockey-Fans einträchtig vor einem kleinen Laptop-Bildschirm an den Presseplätzen. Im Livestream läuft das Halbfinale der Handball-EM zwischen Deutschland und Norwegen. Dann wirft Kai Häfner in Polen das entscheidende Tor – und in der Wetterau klatschen sich Kasseler und Nauheimer ab.

Statistik

SR: Steinecke (Erfurt), Schrader (Essen),

Zuschauer: 3530

Tore: 1:0 (15:11) Cameron (Frosch, Laurila), 1:1 (27:53), Sturm (Wycisk, MacQueen), 2:1 (29:13) Laurila (Frosch - 5:4), 3:1 (35:05) Laurila (Frosch - 5:4), 3:2 MacQueen (Little - 5:3), 4:2 (43:59) Helms (Keussen, Pauli), 5:2 (58:32) Hofland ( Ketter, Baum)- 4:5)

Strafminuten: Bad Nauheim 16, Kassel 8

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Rubriklistenbild: © Jan Huebner

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