Team verzweifelt an Rote-Teufel-Keeper Rämö

Der Schnell-Check: Huskies verlieren 1:3 gegen Nauheim

Kassel. Das letzte Heimspiel des Jahres für die Eishockeyspieler der Kassel Huskies – und dann auch noch ein Derby gegen Bad Nauheim. Es hätte so schön werden können. 

Es wurde dann aber eine schmerzliche 1:3 (0:2, 1:0, 0:1)-Niederlage. Der Derby-Schnellcheck:

Wie verlief das hessische Derby? 

Spannend bis zum Schluss. Aber mit einem ernüchternden Auftakt für die Huskies. Bad Nauheim schoss in der Anfangsphase zweimal auf das Tor. Dustin Cameron von links, Dusan Frosch von rechts. Zweimal klingelte es. Machte 0:2 nach sechs Minuten. Das verunsicherte, schmerzlich zu sehen in Überzahl, als sich Sven Valenti und Braden Pimm schlimme Puckverluste an der Blauen Linie leisteten. Und: Jamie MacQueen scheiterte zweimal mit wuchtigen Schüssen am großartigen Mikko Rämö (20.). 

Ein Weckruf war das trotzdem. Die Huskies waren nach der ersten Pause nicht wiederzuerkennen. Es ging jetzt ausschließlich Richtung Tor der Gäste. Dauerdruck. Und endlich der erste Jubel. Bei angezeigter Überzahl trifft Valenti von der linken Bande (23.). Was für ein Pfund des Oldies. Der Ausgleich wäre mehr als verdient gewesen. Doch ob Sören Sturm schoss oder immer wieder MacQueen, ob Manuel Klinge oder Mike Little – Rämö war da. 

Aber würden die Huskies dieses Anrennen durchhalten? Jedenfalls waren sie weiter dominant, wenn auch nicht mehr. Aber es blieb vor allem der Tag von Mikko Rämö, der sich vor allem mit MacQueen ein Privatduell lieferte. Kassels Torjäger schoss aus allen Lagen. Direkt. Hart. Genau. Nauheims Torhüter aber war immer da. Höhepunkt des Duells: In der 50. Minute trat MacQueen zum Penalty an. Rämö hielt. Und hielt bis zum Ende den Sieg fest. Dineen sicherte ihn mit einem Schuss ins leere Tor.

War das Ergebnis auch gerecht?

Nein, nicht wirklich. Für die Gastgeber war es sehr schmerzlich. Andererseits: So wie die Huskies in der Anfangsphase sollte man nicht verteidigen. Cameron und Frosch kamen völlig frei zum Schuss. So ist ein Start verpatzt. So braucht es, sich wieder aufzurappeln. So muss die nächste Aufholjagd gestartet werden. Und das klappt nun mal nicht immer. Trotzdem: Ab dem zweiten Drittel schien es, als hätte jemand einen Schalter herumgelegt. Es spielten ja nur noch die Gastgeber. Doch sie hatten eben diesen unüberwindbaren Gegner im Tor der Gäste.

Gab es einen Aufreger in diesem Duell?

Was für eine Frage. Das hier war ja ein Derby. Das allein ist aufregend genug. Von Anfang bis Ende. Vor alle im Schlussdrittel gab es aber auch einige kniffelige Szenen, wie den ungeahndeten hohen Stock im Gesicht von MacQueen. Wie das Foul, das zum Penalty führte. Und wie einen weiteren hohen Stock gegen Thomas Merl, der blutend vom Eis lief. Unter dem Strich trotzdem: Es war ein Derby, das im Rahmen blieb.

Wie war die Stimmung im Hessenderby? 

Klasse. Schon weit vor Spielbeginn lieferten sich die Fans beider Lager „freundschaftliche“ Gesangsduelle. Hallensprecher Sven Breiter strapazierte die Stimmbänder bei der Teamvorstellung noch ein Stück mehr. Auf dem Heuboden gab es ein riesiges Banner, das die „zweite Heimat Eissporthalle“ feierte. Und alle fühlten sich dann auch richtig wohl in dieser Heimat.

Wie sieht die Statistik des Spiels aus? 

Kurz und knapp – so: SR: Hascher/Vogl (Miesbac/München), Z: 5087, Tore: 0:1 (3:37) Cameron (Kohl, Frosch) 0:2 (6:14) Frosch (Cameron, Keussen), 1:2 (22:57) Valenti (Daoust, MacQueen), 1:3 (59:52) Dineen (5:4), Bes. Vorkomn.: MacQueen vergibt Penalty (49:51), Strafminuten: Kassel 2 - Nauheim 10.

Hessenderby: Huskies gegen Bad Nauheim

So war die Pressekonferenz

Der Ticker zum Nachlesen

Live Blog DEL2: Kassel Huskies - EC Bad Nauheim
 

Rubriklistenbild: © Schachtschneider

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