28:1 gegen Wallershausen - Starkes Comeback von Heinrich

Kassel. Zehntes Spiel, zehnter Sieg: Die Kassel Huskies bleiben in der Eishockey-Hessenliga souverän auf Erfolgskurs. Selbst die Piraten aus Wallernhausen, immerhin als Tabellenvierter und mit drei Fanbussen angereist, konnten die Eissporthalle nicht entern und waren kein Prüfstein für den Klassenprimus.

Am Ende stand ein standesgemäßer 28:1 (10:0, 9:1, 9:0)-Erfolg der Kasseler. Dabei dauerte es gerade einmal fünf Minuten, bis die Gastgeber ins Rollen kamen. Zunächst noch langsam, dann aber mächtig.

Wallernhausens Torsteher Torben Graß, der aus dem nordhessischen Calden stammt, beeindruckte zunächst noch mit starken Paraden gegen Torjäger Berendt und Böhm sowie bei Schlagschüssen von Six und Wohlrab. Dann aber taten die Huskies, wie ihnen Trainer Milan Mokros geheißen hatte: Sie tobten sich so richtig aus und ließen dem bedauernswerten Graß die Pucks gehörig um die Ohren fliegen.

Patrick Berendt mit seinem 19. Saisontreffer brach früh den Bann (5:24) mit dem 1:0, nur drei Minuten später hatten Tim Andreas mit mächtigem Schlagschuss, Rückkehrer Alex Heinrich mit filigraner Rückhand und Olli Mizera mit dem 150. Saisontreffer der Schlittenhunde auf 4:0 erhöht. Das kleine Jubiläum freilich war nicht mehr als eine Randnotiz. Denn nun hatten die Huskies Blut geleckt.

Obwohl Trainer Mokros neben dem verletzten Routinier Tarves auch sieben Talente des Jahrgangs 1992 schonte für das Topspiel der Junioren-Bundesliga am Sonntag in Bad Nauheim, schossen seine Mannen die Gelb-Schwarzen vom Eis. Insbesondere der neue Paradesturm mit Patrick Berendt (6 Tore), Florian Böhm (1) und Alex Heinrich (6) sowie Olli Mizera (6) zeigte sich in Schuss- und Spiellaune.

Bis zur ersten Sirene war ein 10:0 herausgeschossen, mit weiteren fünf Treffern binnen weniger als drei Minuten (!) zogen die Kasseler gar auf 15:0 (24.) davon. Den größten Jubel aber gab es auf der anderen Seite. Als ein abgefälschter Schuss von Gästespieler Simon Platzer zum Wallernhausener Ehrentreffer beim eingewechselten Huskies-Schlussmann Sajoscha Messing einschlug (19:1/38.), feierten das nicht nur die Fans der Südhessen ausgelassen.

Ihr Torsteher Graß indes räumte beim Stand von 1:20 nach 50 Minuten das Feld für Zweitkeeper Alexander Schmidt, kehrte aber acht Gegentore und nur sieben Minuten später wieder für seinen entnervten Kameraden zurück. Und zumindest in den restlichen 150 Sekunden blieb sein Kasten sauber.

Schiedsrichter: R. Kubiak/K.D Günther (Kassel).

Zuschauer: 3469

Tore: 1:0 (5:24) Berendt (Böhm, S. Heinrich, 2:0 (7:53) Andreas (Wohlrab), 3:0 (8:53) A. Heinrich, 4:0 (8:46) Mizera (Schädel), 5:0 (10:19) Berendt (A. Heinrich, Böhm), 6:0 (10:29) A. Heinrich (Berendt, Böhm), 7:0 (13:08) Berendt (Böhm, A. Heinrich), 8:0 (13:58) Mizera (Schädel), 9:0 (17:51) Hilgenberg (A. Heinrich, Böhm), 10:0 ( 19:13) Mizera (Schädel, Vrancic), 11:0 (20:48) Mizera, 12:0 (21:38) Wohlrab (Kolodziejczak, Hartfuß), 13:0 (22:08) Berendt (Böhm, Hilgenberg), 14:0 (22:45) A. Heinrich (Berendt, Böhm), 15:0 (23:13) Vrancic (Feigl, Schädel), 16:0 (29:05) Hartfuß (Kolodziejczak, Wohlrab), 17:0 (31:46) Mizera (Vrancic), 18:0 (33:37) Wohlrab (A. Heinrich, Six), 19:0 (34:27) A. Heinrich (Böhm, Berendt), 19:1 (37:33) Platzer (Schultheiß, Repp), 20:1 (42:23) A. Heinrich (Böhm, Berendt), 21:1 (50:03) A. Heinrich (Hillgenberg, Wolff), 22:1 (53:22) Klinge (Löprick - 4:5), 23:1 (54:38) Berendt (Böhm - 4:5), 24:1 (54:48) Mizera (Schädel), 25:1 (56:25) Bönning (Schädel, Mizera), 26:1 (56:45) Schardt, 27:1 (57:01) Wohlrab (Klinge), 28:1 (57:24) Berendt (Böhm, A. Heinrich)

Strafminuten: Kassel 4, Wallernhausen 2.

Von Gerald Schaumburh

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