Sturm trifft in Unterzahl, und Joker MacQueen sticht

2:0 Kassel Huskies stoppen Meister Bietigheim

Kassel. Einen Zuckertag hatte sich Trainer Rico Rossi gewünscht, um den Meister zu stoppen.

Es gelang seinen Huskies nicht alles, doch dank aufopferungsvoller Defensivarbeit, einem famosen Torwart Markus Keller, dem ersten Zu-Null-Spiel und Treffern von Sören Sturm sowie Jamie MacQueen ezwangen die Kasseler Eishockey-Cracsk die zuvor zehnmal siegreichen Bietigheim Steelers verdient mit 2:0 (1:0, 0:0, 1:0) Treffern.

Schon nach 74 Sekunden haben die Huskies Glück, als Schoofs Distanzschuss ans Gestänge knallt, weitere 56 Sekunde später aber haben sie Pech, als auch Thomas Merl am Stahl scheitert. Ein furioser Auftakt, dem kurz darauf schon der nächste Aufreger folgt – und diesmal können die Kasseler jubeln. Die Bietigheimer wollen ein Überzahlspiel aufbauen, aber schon der erste Pass ist schlampig. Sören Sturm riecht den Braten, spritzt dazwischen, zieht sofort den Sprint an und drischt den Puck zum 1:0 über Martinovics Fanghand hinweg ins Netz. Sein zweites Saisontor, der erste „Shorthander“ der Huskies überhaupt.

In Überzahl aber klappt es wieder nicht bei den Hausherren. Jean Michael Daoust und Manuel Klinge stellen Martinovic zwar auf zwei harte Prüfungen (5.), das 2:0 aber gelingt nicht. Im Gegenteil: Gegen Palka und Cabana (16.) vereitelt Markus Keller viermal in wenigen Sekunden den Ausgleich.

Und der Torwart ist auch im zweiten Drittel auffälligster Kasseler. Während sich seine Vorderleute dem von Beginn an oft fahrig-unkonzentrierten Spiel der durch Verletzungen dezimiert angetretenen Gäste anpassen, ist Keller stets hellwach. Zweimal gegen den durchgebrochenen Schoofs (25., 29.), gegen Prommersberger (30.) und Baier (31.) hält er de knappen Vorsprung fest.

Auf der anderen Seite sind zunächst Little und MacQueen (23.) sowie Meilleur und Proft (25.) gefährlich. Erst nach langer Durststrecke haben dann wieder MacQueen, Adriano Carciola und Manuel Klinge kurz vor der zweiten Pause gute Chancen zum 2:0, die Martinovic aber meistert.

Ganz klar, heute geht es darum, den Gegner zu zermürben. Auf beiden Seiten. Und es sind die Huskies mit ihren bangenden und hoffenden Fans, die die Geduldsprobe gewinnen. Weil Trainer Rico Rossi im Vief-ausFünf-Ausländerpoker auf Braden Pimm verzichtet und wieder den richtigen Joker zieht. Gegen Frankfurt hatte Mike Little gestochen, nun ist es Jamie MacQueen. Nach zwei Spielen Pause wird der Stürmer von Taylor Carnevale mit einem Traumpass über zwei Drittel der Fläche auf die Reise geschickt, bleibt kühl und schiebt den Puck über Martinovics Stockhand ins Netz. Das elfte Saisontor des besten Kasseler Schützen, das 2:0 und nach 49 Minuten die Entscheidung für jubelnde Huskies, die dank ihrer beherzten Defensivarbeit erstmals ohne Gegentor bleiben. Gegen den Meister!

Scchiedsrichter: Singer (Germering). Zuschauer: 2816

Tore: 1:0 (3:41) Sturm (4:5), 2:0 (48:54) MacQueen (Canevale, Valenti)

Strafminuten:  Kassel 12, Bietigheim 14 + 10 + 10 (=Spieldauer) Wrigley

Eishockey: Huskies gegen Bietigheim

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Rubriklistenbild: © Fischer

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