Kasseler verlängern mit Probespieler und holen Stürmer aus Frankfurt

Huskies: Mike Little bleibt, Justin Kirsch kommt

Justin Kirsch

Kassel. Eine von den Eishockey-Fans erhoffte und eine überraschende Nachricht verkündeten die Kassel Huskies am Dienstagvormittag.

Die eine gute Nachricht hatten sie erhofft, die Fans der Huskies, die andere hat sie überrascht: Kassels Eishockey-Zweitligist hat nicht nur den Vertrag mit Probespieler Mike Little (28) bis zum Saisonende verlängert, sondern für die gleiche Zeit auch noch Justin Kirsch verpflichtet. Der 23 Jahre alte Deutsch-Kanadier hatte am Montag seinen Vertrag bei den Frankfurter Löwen aufgelöst, für die er seit Sommer 2014 in 59 Spielen auf 12 Tore und 27 Vorlagen kam.

„Das sind zwei Personalentscheidungen, die uns deutlich nach vorn bringen“, erklärte Trainer Rico Rossi am Dienstag. Verteidiger Little habe seine Klasse in den vier Probespielen nachhaltig bewiesen – nicht nur wegen zwei Treffern und einer Vorlage. „Mike übernimmt mit ganz solidem Spiel Verantwortung in der Defensive und macht unser Spiel nach vorn schnell, ohne Hektik zu verbreiten“, sagt Rossi.

Und Kirsch? „Ein Stürmer, der auf allen Positionen spielen kann, gradlinig, mit direktem Zug zum Tor und mit einem super Schuss“ beschreibt der Trainer die Stärken des Neuen „mit Perspektive“. Kirsch passe vom Alter wie in der Spielweise genau ins Konzept der Huskies mit jungen, hungrigen Akteuren wie Mathias Müller (23), Merl (23), Meilleur (22), Proft (21) und Stephan (21) sowie den Förderlizenzlern Maginot (21), Palausch (21) und Saeftel (29.).

Mike Little

In Frankfurt wurde die Trennung von Kirsch zunächst mit der limitierten Anzahl von Ü-23-Spielern begründet. Dann aber meldeten die Löwen die Verpflichtung des kanadischen Stürmers Stefan Chaput (27, zuletzt Ljubljana, zuvor Dresden) als fünftem Ausländer. Kirsch hatte offenbar schon seit Wochen Kontakt nach Kassel. Als sein Abschied in Frankfurt näher rückte und klar war, dass der Spieler ein Husky werden wolle, „da haben wir uns mit seinem Agenten in Verbindung gesetzt“, erläuterte Huskies-Geschäftsführer Joe Gibbs.

Kirsch wird am Freitag beim Gastspiel in Ravensburg erstmals das Huskies-Trikot tragen. Mit ihm kann Trainer Rossi nun zwölf Stürmer in vier kompletten Reihen bringen, wenn Little verteidigt. „Wir haben noch mehr Stabilität und Tiefe im Team“, urteilt der Coach und freut sich, dass für Kirsch kein anderer Spieler weichen muss. Vielmehr habe er gemeinsam mit Manager Gibbs weiter den Markt im Blick, denn an „einem guten deutschen Spieler sind wir noch interessiert“. Die Transferzeit endet am 31. Januar.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.